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Kurz erwähnt: Happy Birthday, Elfriede Jelinek
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Kurz erwähnt: Happy Birthday, Elfriede Jelinek

Niklas Lewanczik | 20.10.20

Heute wird die österreichische Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek 74 Jahre alt. Den Literaturnobelpreis erhielt die kontroverse Künstlerin 2004 für „den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthüllen“, wie es in der Begründung zur Verleihung hieß. Große Erfolge feierte Jelinek beispielsweise mit den Theaterstücken Burgtheater (uraufgeführt 1985) oder Lust (Uraufführung 1989). In diesen Stücken werden die mangelnde Verarbeitung der NS-Vergangenheit oder sexuelle Strukturen und patriarchalische Verhältnisse thematisiert und ganz eigen in Szene gesetzt. Um Macht geht es auch in einem der neueren Werke Jelineks, Am Königsweg. Die Autorin begann das Werk am Abend von Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten in den USA und verarbeitet darin mit scharfer Beobachtungsgabe und reizüberflutender Theatralik die Macht von (sozialen) Medien, Massenaufläufen, Führungsfiguren, Kulten und dergleichen mehr. Das Stück wurde im Oktober 2017 unter der Regie von Falk Richter am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg uraufgeführt und erhielt unter anderem den Preis „Stück des Jahres“ (2018) der Zeitschrift Theater heute. Elfriede Jelinek rüttelt mit ihren Werken auf und hinterfragt und fordert Leser und Zuschauerinnen; und wir wünschen ihr alles Gute.

Heute wird die österreichische Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek 74 Jahre alt. Den Literaturnobelpreis erhielt die kontroverse Künstlerin 2004 für „den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthüllen“, wie es in der Begründung zur Verleihung hieß. Große Erfolge feierte Jelinek beispielsweise mit den Theaterstücken Burgtheater (uraufgeführt 1985) oder Lust (Uraufführung 1989). In diesen Stücken werden die mangelnde Verarbeitung der NS-Vergangenheit oder sexuelle Strukturen und patriarchalische Verhältnisse thematisiert und ganz eigen in Szene gesetzt. Um Macht geht es auch in einem der neueren Werke Jelineks, Am Königsweg. Die Autorin begann das Werk am Abend von Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten in den USA und verarbeitet darin mit scharfer Beobachtungsgabe und reizüberflutender Theatralik die Macht von (sozialen) Medien, Massenaufläufen, Führungsfiguren, Kulten und dergleichen mehr. Das Stück wurde im Oktober 2017 unter der Regie von Falk Richter am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg uraufgeführt und erhielt unter anderem den Preis „Stück des Jahres“ (2018) der Zeitschrift Theater heute. Elfriede Jelinek rüttelt mit ihren Werken auf und hinterfragt und fordert Leser und Zuschauerinnen; und wir wünschen ihr alles Gute.