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Mobile Marketing
State of Mobile Report: TikTok erreicht als erste App 10 Milliarden US-Dollar Consumer Spend

State of Mobile Report: TikTok erreicht als erste App 10 Milliarden US-Dollar Consumer Spend

Caroline Immer | 11.01.24

Wie viel Geld haben App User 2023 ausgegeben? Und in welchen Bereichen ist das Wachstum besonders steil? Antworten auf diese Fragen gibt der neue State of Mobile Report.

Der neueste State of Mobile Report von data.ai beleuchtet aktuelle Trends und Entwicklungen in der Welt der Mobile Apps. Im vergangenen Jahr stiegen sowohl die Nutzungszeit als auch der Consumer Spend an, allerdings weniger steil als in vorangegangenen Jahren. Insbesondere Social und Entertainment Apps wie TikTok konnten abräumen – und auch Apps mit KI-Features lagen im Trend.

So viele Stunden verbringen Menschen in Deutschland täglich am Smartphone

Eine erste Erkenntnis des Reports: Die Nutzungszeit sämtlicher Mobile-Anwendungen lag in Deutschland 2023 bei hohen 3,5 Stunden – seit 2021 stieg diese jedoch nur minimal an. In den USA lag die tägliche Nutzungszeit 2023 sogar etwas niedriger als im Vorjahr.

Tägliche Nutzungszeit von Mobile Apps
Tägliche Nutzungszeit von Mobile Apps, © data.ai

Ein Großteil der verbrachten Zeit geht auf Social Media Apps zurück – hier lag die durchschnittliche Nutzungszeit 2023 zwar höher als in den vorherigen Jahren; dennoch lässt sich im Vergleich zu 2021 und 2022 ein verlangsamtes Wachstum beobachten. Ein Grund hierfür könnte der Rückgang der mit der Erstellung eigener Social Posts verbrachten Zeit sein. Viele User nutzen TikTok und Co. nur noch für das Entertainment – oder um sich über DMs und Co. auszutauschen, welche auch Instagram-Chef Mosseri mittlerweile als wichtiger als den Feed ansieht.

Nutzungszeit von Social Apps
Nutzungszeit von Social Apps, © data.ai

Consumer Spend liegt bei 60 Milliarden US-Dollar

Nicht nur die Nutzungszeit, sondern auch die App-Ausgaben stiegen an. So wurden im Jahr 2023 ganze 60 Milliarden US-Dollar in Apps ausgegeben – Gaming Apps wurden hierbei nicht mitgezählt. Dies entspricht einer Zunahme von mehr als sechs Milliarden US-Dollar im Vorjahresvergleich.

Consumer Spend in Apps
Consumer Spend in Apps, © data.ai

Wie in der oberen Grafik zu sehen ist, konnte insbesondere der Entertainment-Bereich deutlich zulegen. Auch der Consumer Spend auf Social Media ist gestiegen. Das Wachstum im Social-Bereich der vergangenen beiden Jahre kann jedoch nicht mit jenem von 2021 mithalten – hier zeigt sich eine ähnliche Entwicklung wie bei der Nutzungszeit.

TikTok auf der Überholspur

Ganz besonders viele App-Ausgaben konnte TikTok verzeichnen. Die Entertainment App schaffte es als erste App überhaupt, die Marke von insgesamt zehn Milliarden US-Dollar Consumer Spend zu knacken. Auf TikTok folgen beim kumulativen Consumer Spend Tinder, YouTube, Disney Plus und Tencent Video. Auch bei den Downloads liegt TikTok weltweit auf dem ersten Platz.

Consumer Spend auf TikTok
Consumer Spend auf TikTok, © data.ai

Ein Großteil der App-Ausgaben lässt sich auf Live Streams zurückführen, bei welchen die User ihren Lieblings-Creatorn Geldgeschenke machen können.

Entgegen eigener Angaben: X verliert User

Eine weitere Erkenntnis, welche sich aus den Ergebnissen des State of Mobile Reports schließen lässt: Apps, die in den vergangenen Monaten KI-Features integriert haben, sind klar im Vorteil und konnten oftmals eine Zunahme der Downloads verzeichnen. So stiegen beispielsweise die Downloads von Microsofts Bing App im vergangenen Jahr um 1.500 Prozent an.

Konträr dazu verzeichnete X beziehungsweise Twitter 2023 einen Einbruch bei den monatlich aktiven Nutzer:innen, während Threads als ernstzunehmende Alternative hinzukam.

User-Zahlen von X und Alternativen
User-Zahlen von X und Alternativen, © data.ai

Dies ist angesichts der umfassenden Änderungen, welche die Plattform in den vergangenen Monaten durchlaufen hat, auch kaum verwunderlich. Erstaunlich ist eher, dass Plattformeigner Musk und CEO Yaccarino weiterhin das angebliche Usage-Wachstum auf der Plattform feiern. Tatsächlich wenden sich die User zunehmend von der problematischen Plattform ab, während sich X selbst nach wie vor als „die Top-Plattform für einflussreiche Personen weltweit“ bezeichnet – und weiter den hochtrabenden Plan verfolgt, X zur „Everything App“ zu machen.



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© FLY:D – Unsplash

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