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SEA - Suchmaschinenwerbung
Native Ads in verwandten Fragen: Google-Konkurrenz Perplexity plant Werbung

Native Ads in verwandten Fragen: Google-Konkurrenz Perplexity plant Werbung

Niklas Lewanczik | 02.04.24

Die KI-basierten Suchergebnisse der noch jungen Suchmaschine Perplexity werden womöglich bald von Brands beeinflusst. Kann es das Unternehmen mit Google und Co. aufnehmen?

Erst seit Sommer 2022 gibt es die KI-basierte Suchmaschine Perplexity. Sie steht als Conversational Answer Engine, die KI-basiert Antworten liefert, in Konkurrenz zu Bing und Google, aber auch KI-Chatbots wie Claude, Gemini und ChatGPT. Gegründet wurde Perplexity von ehemaligen Meta- und OpenAI-Mitarbeitern und im Januar 2024 erhielt das Unternehmen ein Series B Funding von 73,6 Millionen US-Dollar. Bisher haben bereits NVIDIA, Jeff Bezos (mit seiner Stiftung), AI-Experte Yann LeCun, Ex-YouTube CEO Susan Wojcicki und auch Hugging Face CEO Clem Delangue investiert. Während Perplexity an Popularität gewinnt und mit immer neuen Features und KI-Modellzugriffen versehen wird, plant das Unternehmen auch, Werbung in den Suchergebnissen zu integrieren.

Perplexity als Suchalternative: Werbefinanzierung, um mehr User zu gewinnen?

Die Suchmaschine Perpelxity können alle User kostenfrei testen.

Das Interface und die Funktionalität erinnern dabei an ChatGPT. Wer sich für das Pro-Modell entscheidet, erhält eine leistungsfähigere Suche mit längeren Antworten auf komplexe Fragen, mehr Suchvolumen und unbegrenzte Datei-Uploads sowie Credits für die Texterzeugungs-API. Im Pro-Modus können User zudem das KI-Modell wählen, das für die Suche genutzt wird. Perplexity unterstützt GPT-4, Claude 3 und das eigene Modell Perplexity.

Das Pro-Modell in der Übersicht, © Perplexity, Texte und Icons, vier Blöcke
Das Pro-Modell in der Übersicht, © Perplexity

Das Pro-Modell kostet 20 US-Dollar pro Monat oder 200 US-Dollar pro Jahr – was manche davon abhalten könnte, dieses Modell anstelle von Google oder Bing (womöglich auch Copilot) zu nutzen. Deshalb kommt eine Werbefinanzierung ins Spiel, wie Trishla Ostwal für Adweek berichtet. Demnach möchte Perplexity in den kommenden Quartalen Native Ads in die Suchergebnisse integrieren. Dabei sollen gebrandete verwandte Fragen zwischen andere verwandte Suchanfragen eingefügt werden. Immerhin machen diese related questions rund 40 Prozent der Suchanfragen von Usern aus. Bisher hat die Suchmaschine knapp zehn Millionen monatlich aktive User. Diese Zahl könnte sich deutlich erhöhen, wenn die KI-basierte leistungsfähige Suche mehr Nutzer:innen kostenfrei zur Verfügung gestellt würde und sich das Unternehmen eher auf Werbung als auf das Abonnementmodell für die Finanzierung konzentriert. Gegenüber Adweeek gab Chief Business Officer Dmitry Shevelenko an:

Advertising was always part of how we’re going to build a great business.

Damit die Suchmaschine für viele Werbetreibende aber erst einmal relevant wird – und auch in Bezug auf Ads eine Alternative zu Google Ads oder Microsoft Advertising in der Suche darstellt –, müssten womöglich aber erst einmal viel mehr User von Perplexity überzeugt werden. Zu diesem Zweck werden auch stetig neue Funktionen geliefert.

Integration von Yelp, überzeugende Voice Experience und mehr

Perplexity hat die lokale KI-basierte Suche dank einer Kooperation mit Yelp optimiert. Statt Google Maps können Nutzer:innen diese Lösung von Perplexity nutzen, bei der Suchergebnisse von Perplexitys Tool mit relevanten Rezensionen von Yelp verknüpft werden.

Des Weiteren setzt das noch junge Unternehmen auf noch mehr Updates, zur API oder zur Integration neuer LLM-Optionen (im Labs-Bereich).

Auch mit der Voice-Erfahrung, die Perplexity für die KI-generierten Antworten bietet, möchte das Unternehmen Überzeugungsarbeit leisten. Mit dem Tech-Experten Chris Messina haben sie bereits einen Fürsprecher gefunden.

Beitrag von @chris
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Wann nun eine Werbeintegration bei Perplexity folgt, ist noch nicht völlig klar. Parallel zu dieser Entwicklung erwägen auch die großen Player wie Google und Microsoft, Werbung mit KI-basierten Suchergebnissen zu verknüpfen und damit vergleichsweise neue Inventare über Ads zu monetarisieren.


Aufgrund von AI Bots und Virtual Agents:

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© Christian Wiediger - Unsplash, Google-Suche Desktop
© Christian Wiediger – Unsplash

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