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Elon Musk möchte eine Milliarde Twitter User – und droht bereits mit Kündigungen
© PhotoMIX-Company, Duncan.Hull (eigenes Werk) - Wikipedia.de, CC BY-SA 3.0 (Änderungen wurden vorgenommen via Canva)

Elon Musk möchte eine Milliarde Twitter User – und droht bereits mit Kündigungen

Niklas Lewanczik | 17.06.22

Im ersten Gespräch mit dem Twitter-Personal nannte Elon Musk große Ziele für die Plattform, betonte aber auch, dass Personalkürzungen und neue Regeln für die Content-Moderation notwendig seien.

Der Deal zwischen Twitter und Elon Musk ist noch nicht finalisiert. Zuletzt sah es gar so aus, als wolle der Multimilliardär einen Ausstieg forcieren – womöglich nicht zuletzt, da der Wert des Unternehmens drastisch gefallen ist. Nun hat sich Musk per Video-Call erstmals an die Belegschaft des Social-Media-Unternehmens gewandt und über die etwaige gemeinsame Zukunft gesprochen – und die Inhalte wurden prompt mit großen US-Medien geteilt. Dabei rief er unter anderem das Ziel aus, „mindestens eine Milliarde Menschen auf Twitter“ zu versammeln. Die Angst der Mitarbeiter:innen, ihren Job verlieren zu können, zerstreute Elon Musk in seinem Gespräch nicht.

Große Ziele: Musk stellt sich eine riesige User-Basis vor – doch wie soll die zustande kommen?

Eine Milliarde aktive User auf Twitter zu erreichen, das sei eines Kernziele, erklärte Elon Musk im Gespräch. Dabei hat die Plattform aktuell nur 229 Millionen monetarisierbare täglich aktive User. Wie Musk anstrebt, ein so großes User-Wachstum zu erreichen, wurde aus dem Gespräch nicht deutlich. Er lobte allerdings die Vorgehensweise von TikTok, wie unter anderem die New York Times berichtet. Der Algorithmus, der Nutzer:innen direkte relevante Inhalte und Entertainment Clips vorschlägt, sei ein gutes Beispiel für erfolgreiche Apps. Ob Twitter den eigenen Feed stärker an TikTok anpassen wird, wurde allerdings nicht besprochen. Facebook arbeitet derweil tatsächlich an einer Veränderung des Home Feeds ganz nach TikToks Vorbild.

Elon Musk hat aber eine Reihe von Produktideen, die er der Plattform gern aufdrücken würde. Dabei erwartet er, das gab er im Call bekannt, dass das Personal bei diesen Vorschlägen seiner Führung folgt. Im Vorwege der anstehenden Übernahme hatte er bereits Pläne zur Monetarisierung von Tweets und zur Lockerung der Redefreiheit geäußert. Nun erklärte er weiterhin, die bisher kostenlose Verifizierung auf Twitter könne kostenpflichtig gemacht werden. Auch das Bezahlmodell der App, bisher gibt es die Variante Twitter Blue, könnte unter Musk neu aufgesetzt werden. Eine Gebühr für kommerzielle Nutzer:innen stand vor einigen Wochen ebenfalls im Raum.

Hinsichtlich der Redefreiheit, die Musk bei Twitter schon lange kritisiert, sagte er:

We should allow people to say what they want.

Zudem sollten User selbst sehr „empörende“ Dinge posten können. Die Frage, ob das nicht auch dazu führen könnte, dass User die Plattform verlassen, bejahte er. Twitter könne fragwürdige Tweets allerdings eindämmen, so Musk. Wie genau die Lockerung der Community-Richtlinien aussehen soll, ist weiterhin unklar.

Die Jobsituation bei Twitter wird sich ändern

Auf Kündigungen müssen sich einige Mitarbeiter:innen einstellen. Musk betonte, dass die Ausgaben die Einnahmen beim Unternehmen übersteigen, weshalb das unabdingbar sei. Wer für das Unternehmen besonders wichtig ist, solle sich aber keine Gedanken machen. Eine dauerhafte Beschäftigung im Home Office, wie Twitter sie den Mitarbeiter:innen während der Pandemie auch für die Zeit nach dieser versprochen hatte, wird es auch nicht geben. Laut Musk könnten einige wichtige Mitarbeiter:innen weiterhin auch im Home Office arbeiten. Aber er präferiert eine Anwesenheit in den Büros; zuletzt war der Tesla-Chef in die Schlagzeilen geraten, weil er Mitarbeiter:innen bei Tesla, die nicht zurück ins Büro kommen möchten, mit Kündigung gedroht hat.

Zum aktuellen Stand der Übernahmeentwicklung ließ der Multimilliardär nichts Konkretes verlauten. Demnach muss sich die Belegschaft des Unternehmens weiterhin gedulden, ehe es zu den angekündigten Veränderungen kommt. Bis dahin ist auch nach wie vor Parag Agrawal CEO der Plattform, die unabhängig vom Hin und Her mit Elon Musk auch neue Features einführt. Jüngst hat das Unternehmen beispielsweise die Shopping-Funktion Product Drops eingeführt.

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