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Social Media Marketing
Pinterest und das größte Feature Update aller Zeiten: Mehr shoppable Pins, Video-Ads im Home Feed und interaktive Quiz Ads

Pinterest und das größte Feature Update aller Zeiten: Mehr shoppable Pins, Video-Ads im Home Feed und interaktive Quiz Ads

Niklas Lewanczik | 14.09.23

Über 465 Millionen User hat die Inspirationsplattform Pinterest und diese erhalten zahlreiche neue Funktionen, etwa die interaktiven Showcase Ads, neue Direkt-Links, ein an Shuffles erinnerndes Features namens Collages und noch mehr E-Commerce-Integrationen. Wir haben dazu mit Pinterests Country Manager Deutschland gesprochen.

Wir wollen Content auf Pinterest kaufbarer, aber auch messbarer machen.

Das erklärt der Pinterest-Deutschlandchef Martin Bardeleben im Gespräch mit OnlineMarketing.de. Für die Plattform, die sich selbst als „Suchmaschine für Ideen, Produkte und Inspiration für dein Leben“ bezeichnet und in Deutschland laut Nielsen bereits 17,8 Millionen Nutzer:innen hat, wurden beim jüngsten Produkt-Launch so viele Neuheiten auf einmal wie nie zuvor vorgestellt. Wir verschaffen dir einen Überblick und ordnen sie auch anhand der Insights von Martin Bardeleben ein. Von der schnelleren Produkt-Pin-Erstellung im Creative Studio über die interaktiven Quiz Ads bis zu unmittelbaren Calls-to-Action für Käufe und einem Kreations-Feature namens Collages sind facettenreiche Funktionen dabei.

Mehr Kreativität, mehr Shopability, mehr inklusive Produktfunktionen: Pinterest rüstet auf

Martin Bardeleben
Martin Bardeleben

Auf Pinterest wird inspiriertes Shopping gefördert. Für 55 Prozent der Pinterest-Nutzer:innen ist die Plattform ein Ort zum Einkaufen. Dabei sind sogar 96 Prozent der Top-Suchanfragen markenfrei. Nach eigenen Angaben geben Käufer:innen auf Pinterest zwei Mal mehr Geld aus als auf anderen Plattformen – das ist für Marken und Advertiser ein Ansporn. Immerhin verzeichnet die Plattform über 465 Millionen monatlich aktive User. Diese suchen nach den verschiedensten Dingen und Ansätzen, von Rezepten über Halloween-Kostüme bis hin zu Gartengestaltung und Makeup. Marken können also diverse Zielgruppen erreichen, oft auch mit saisonalen Highlights, Pinterest kann gar als Seasonal Search Engine gelten. Und:

Bei uns sind User mit einer Intention und Kaufabsicht unterwegs,

ergänzt Bardeleben. Deshalb möchte die Plattform mehr Pins shoppable machen und zugleich die Actionability erhöhen. Das gelingt beispielsweise mit den neuen Werbelösungen der Showcase-Anzeigen und der Quiz-Anzeigen. Erstere stellen ein neues interaktives Anzeigenformat dar, mit dem User einen ersten Einblick in den Content einer Marke erhalten können. Marken können mit dem Format durch den Einsatz von Karten und empfohlenen Links interaktive Erlebnisse schaffen, die einen Brand-Kontext abbilden.

So sieht eine Showcase Ad auf Pinterest aus (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Pinterest, Smartphone Mockup, gelber Hintergrund, Ad mit Personen
So sieht eine Showcase Ad auf Pinterest aus (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Pinterest

Die Quiz-Anzeigen wiederum ermöglichen eine stärkere Personalisierung, fördern das Engagement und die von Bardeleben betonte Actionability. Brands können pro Quiz bis zu drei Fragen einsetzen, um ein interaktives Erlebnis zu schaffen, Verbraucher:innen personalisierte Ideen zu bieten und ihnen diverse Informationen für eine fundierte Kaufentscheidung bieten.

(mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Pinterest, Smartphone Mockups mit Quiz und Pin-Übersicht, grüner Hintergrund
Quiz Ads können im Bereich Für dich für mehr Engagement der User sorgen (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Pinterest

Diese beiden Anzeigentypen sind in einer Reihe von Märkten, darunter die USA, Deutschland und die Schweiz, verfügbar. Weitere Länder kommen im Laufe des Jahres dazu.

Premiere Spotlight jetzt auch im Home Feed

Darüber hinaus optimiert Pinterest auch das im Juni eingeführte Awareness Brand Feature Premiere Spotlight. Die Anzeigen, die in Premiumpositionen ausgespielt werden können, sind jetzt in der Suche und im Home Feed verfügbar. Mit Premiere Spotlight können Marken auf Pinterest exklusive Premiumplatzierungen für ihre Kampagnen nutzen und so maximale Sichtbarkeit erzielen. Die Erweiterung von Premiere Spotlight steht auch schon in Deutschland zur Verfügung.

Wenn sich Marken dieser Ad-Optionen bedienen, sollten sie dabei eine diverse Repräsentation von Personen in ihren Creatives beachten, die der Plattform gerecht wird. Schließlich setzt Pinterest proaktiv auf Diversität, hat sogar ein Inclusive Product Team und zum Beispiel kürzlich eine Körpertyptechnologie für mehr Repräsentation eingeführt, die inklusive Produktfunktionen wie die Hauttonauswahl oder Haarmustersuche ergänzt. Martin Bardeleben meint:

Was inklusive Produktfunktionen angeht, sind wir auch oft die ersten, die entsprechende Lösungen bieten.

Direkt-Links und neue E-Commerce-Integrationen sollen den Shopping-Prozess vorantreiben

Für die Förderung direkter Verkäufe und Conversions über Pinterest hat das Unternehmen ebenfalls neue Möglichkeiten bereitgestellt. Zum einen werden die Mobile Deep-Links um die Option der Direct-Links erweitert. Im Frühjahr weitete Pinterest bereits die Verlinkungsoption aus, sodass inzwischen alle Nutzer:innen – nicht nur Advertiser – Links in ihre Pins integrieren können. Jetzt leiten Mobile Deep-Links die User sofort an eine bestimmte Stelle in der App von Händler:innen weiter. So können Produkte nach dem Öffnen einer Shopping-Anzeige einfacher gekauft werden. Direct-Links wiederum führen Nutzer:innen mit nur einem Klick von einer Pinterest-Anzeige zur Website der Händler:innen. So kommen interessierte User schneller zum Checkout, Marken schneller zu Conversions.

So sehen die Mobile Deep-Links auf Pinterest aus (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Pinterest, Smartphone Mockup mit Ads
So sehen die Mobile Deep-Links auf Pinterest aus (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Pinterest

Und die Plattform hat noch mehr neue E-Commerce-Integrationen parat. Wer auf Pinterest Produktkataloge hochlädt, um User von den eigenen Waren zu überzeugen, hat dank neuer Integrationen für die Salesforce Commerce Cloud und Adobe Commerce jetzt mehr Spielraum. Mit diesen Integrationen können Händler:innen ihre Pinterest-Produktkataloge verwalten und direkt in den Apps einrichten, die sie bereits für Salesforce oder Adobe verwenden. Chief Revenue Officer Bill Watkins ist sich sicher, dass Pinterest vom Entdecken bis zum Abverkauf eine umfassende Experience im Shopping-Kontext zu bieten hat:

Wir entwickeln Innovationen schneller als je zuvor. Mit unserem Angebot aus vielfältigen und  personalisierten Werbeformaten erreichen Marken und Werbetreibende Verbraucher*innen, die neue Ideen haben und sie umsetzen wollen. Unser Ziel ist es, die branchenweit beste Full-Funnel-Lösung anzubieten.

Shopability wird positiv wahrgenommen

Da die Inspirationsplattform so eng mit der Suche auch nach Produkten verbunden ist und nicht selten mit einer Kaufintention besucht wird, erweist sich der Ausbau der Shopability für die User nicht als negativ konnotierter Effekt, meint Martin Bardeleben. Er sagt:

Menschen kommen schon immer zum Shoppen zu Pinterest und wir verbessern die Shopping-Funktionen für sie kontinuierlich.

Indes weitet das Unternehmen die Verwaltungs- und Messfunktionen für Unternehmen auf Pinterest aus.

Updates für die Messbarkeit und Produkterstellung

Der Business Manager von Pinterest ist eine zentrale Anlaufstelle zur umfassenden Verwaltung für Agenturen und Werbetreibende. Pinterest wird das Tool um fünf neue Funktionen erweitern. Dazu gehören detaillierte Unternehmens-Dashboards, die den Impact von Kampagnen anzeigen, und neue Funktionen beim Zielgruppen-Sharing, um auf erfolgreichen Targeting-Taktiken aufzubauen und Zeit zu sparen. Der Business Manager ist im Herbst in allen Ländern verfügbar, die Pinterest Ads anbieten. Zudem sollen die Prozesse zur Kund:innenverwaltung sowie komplexe Arbeitsabläufe über den Business Manager effizient automatisiert werden können.

Pinterest lieferte des Weiteren einen ersten Blick in das neue Feature Creative Studio. Mit diesem können Marken schnell und einfach Lifestyle-Bilder für ihre Produkt-Pins erstellen, indem sie einfach ihren Pin-Link hinzufügen, die passenden Prompts auswählen und Creative Studio erstellt dann eine Auswahl an benutzer:innendefinierten Hintergrundbildern, die aus Pinterests eigener visueller Content-Bibliothek stammen. Creative Studio steht im Laufe des Jahres aber zunächst nur ausgewählten US-Werbetreibenden zum Testen zur Verfügung.

Wir haben dafür gesorgt, dass es mehr Measurement-Möglichkeiten auf Pinterest gibt – von der ersten Impression bis zum letzten Klick. Wir freuen uns, die neuen Produkte heute vorzustellen, mit der wir die Customer Journey und Pinterest als Plattform zu einem noch positiveren Ort entwickeln,

erklärt Bill Watkins. Detaillierte Messungen stehen zum Beispiel über die API für Conversions zur Verfügung.

Auch die User kommen nicht zu kurz: Das Collages Feature erinnert an Shuffles

Im März dieses Jahres führte Pinterest die kreative Standalone App Shuffles ein. Diese erlaubt es, Collagen aus Milliarden von Bildelementen zu erstellen, dich kreativ auszuleben und digitale Kunst zu schaffen. Eine an Shuffles angelehnte Funktion erhalten die User Pinterests jetzt mit dem Collages (Collagen)-Feature. Die Funktion hilft Nutzer:innen dabei, Ideen zu personalisieren, zu visualisieren und kreativ zum Leben zu erwecken. User können Objekte aus einem Pin schneiden und sie mit anderen Cutouts kombinieren. Sie können jetzt zusätzlich zu Pins und Pinnwänden selbst visuelle Inhalte in Form von Collagen erstellen und damit andere inspirieren. Und die Collagen ergänzen das Shopping auf Pinterest um ein interaktives Element. Interessierte Marken aktualisieren zunächst ihre Kataloge, damit Nutzer:innen ihre Produkte zu Collagen hinzufügen können. Dieses Feature befindet sich gerade in der frühen Testphase und wird in Kürze global zur Verfügung stehen.

Kreative Cutouts sind mit Collagen möglich (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Pinterest, Smartphone Mockup mit Collages Cutouts, Lampen freigestellt, Hintergrund rosafarben
Kreative Cutouts sind mit Collagen möglich (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Pinterest


5 Dimensionen für erfolgreiches Pinterest Marketing:

Deutschlandchef Martin Bardeleben im Interview

© Africa images, Pinterest (Lichtliebe Volksdorf) via Canva, Martin Bardeleben vor Smartphone mit Pinterest App darauf, Farnblatt im Hintergrund
© Africa images, Pinterest (Lichtliebe Volksdorf) via Canva

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