Targeting

Als Targeting bezeichnet man im Online-Marketing-Kontext alle Strategien, Werbekampagnen möglichst genau bestimmten passenden Nutzern zu zeigen und damit Streuverluste zu vermeiden und Conversionwahrscheinlichkeiten zu erhöhen. Im Folgenden die 3 wichtigsten Targetingstrategien:

1. Content- oder Umfeldtargeting

Das Content- oder Umfeldtargeting ist die einzige Targetingvariante, die es auch schon in der prä-Internet-Ära gab. Dieser Targetingstrategie liegt die Annahme zugrunde, dass bestimmte Inhalte bestimmte Nutzerzielgruppen anziehen und dementsprechend im Umfeld dieser Inhalte auch Anzeigen platziert werden sollte, die sich an die entsprechenden Zielgruppen richten. Beispielsweise wirbt also Maggi in der Zeitschrift Brigitte für Tütensuppen, weil diese Zeitschrift überwiegend von Hausfrauen gelesen wird, die wiederum die eindeutigste Käuferzielgruppe für Tütensuppen darstellen.

2. Such- oder Keyword-Targeting

Das Keyword-Targeting ist mit den Suchmaschinen im Internet entstanden. Die Verknüpfung von Anzeige und Nutzer erfolgt dabei über die Suchanfrage des Nutzers. Beispielsweise werben also Schuhhändler auf den Suchergebnisseiten zu Suchbegriffen wie “Schuhe” oder gern auch noch spezieller, “rote Damenstiefel”. Das Search-Targeting hat im allgemeinen die besten Conversionraten, weil Nutzer, die nach bestimmten Produkten oder Dienstleistungen aktiv suchen, eine hohe Wahrscheinlichkeit aufweisen, diese auch kaufen zu wollen.

3. Personalisiertes Targeting

Die neueste Form des Targeting ist die auf (üblicherweise anonym erhobene) Nutzerprofile zugeschnittene Auslieferung von Werbeanzeigen. Die am weitesten verbreitete Variante dieser Targetingform ist das Retargeting. Hierbei werden Nutzerprofile erstellt, die beispielsweise beinhalten, welche Produkte sich ein bestimmter Nutzer in Online-Shops angesehen aber nicht gekauft hat, um ihm diese später mittels Werbebannern erneut zum Kauf vorzuschlagen.