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Performance Marketing
Googles Werberevolution: Produkt-Feeds in Shorts, 3D-Produkte in Search und eine neue Anzeigendarstellung

Googles Werberevolution: Produkt-Feeds in Shorts, 3D-Produkte in Search und eine neue Anzeigendarstellung

Niklas Lewanczik | 24.05.22

Auf der Google Marketing Live stellte Google neue Ad-Innovationen vor. Besonders aufregend für Marketer dürften die Integration von 3D-Produkten in der Suche und die Anzeige von ganzen Produktkatalogen bei YouTube Shorts sein.

Technologie bestimmt mehr und mehr auch die Werbelandschaft. Auf der einen Seite denken Marketer über die Potentiale des Metaverse nach, auf der anderen Seite entwickeln diverse Plattformen immer neue Lösungen, basierend auf AR-Elementen, neuen Videoformaten und Webdesign-Trends. Google bietet das größte digitale Werbenetzwerk und hat im Rahmen der Google Marketing Live Werbeneuerungen für diverse Bereiche vorgestellt: von der Suche bis hin zu Shorts. Für Nutzer:innen von YouTube, Google Search und Co. wird die Produktsuche bald nicht mehr sein, wie sie einmal war (und noch heute ist). Und das sind insbesondere für Brands und Marketer gute Nachrichten.

Es folgt eine Übersicht über Googles Ad-Innovationen, die Googles Jerry Dischler, Vice President und General Manager für den Bereich Ads, im Blogpost vorstellt.

Kaufentscheidungen über Google: Neue Shopping-Anzeigen und 3D-Integration für Produkte bei Search

Über eine Milliarde Einkäufe verzeichnet Google täglich über die eigene Suchmaschine. Und das Shopping über Google und die Plattformen der Alphabet-Tochter soll künftig noch intuitiver gestaltet werden. Insbesondere hinsichtlich der visuellen Aspekte. Immerhin hat Google in diesem Jahr bereits die Multisearch eingeführt, um das Suchen mit Bildern und Text parallel möglich zu machen und Nutzer:innen ganze Szenen mit Lens erkunden lassen zu können.

Aufgrund der großen Relevanz von Bildern und Videos können Branchen wie Fashion und Interior im E-Commerce über Suchmaschinen Erfolge verbuchen. Das bestätigt auch Dischler. Eine Neuerung Googles, die sich auf diesen Kontext bezieht, betrifft die Shopping-Anzeigen in der Suche. Im Verlauf des Jahres können Advertiser – zunächst nur in den USA – neue, visuell ansprechende Shopping-Anzeigen für Konsument:innen schalten. Die Anzeigen geben Suchenden deutlich mehr Einblick in Produkte. Sie befinden sich in spezifischen Anzeigenflächen und erhalten eine deutliche Markierung, wie das folgende GIF zeigt:

Googles neue US-Shopping-Anzeigen
© Google

Als noch hilfreicher für die Produktsuche könnte sich ein AR Feature erweisen, das Google einführen wird. Laut Dischler nutzen die Käufer:innen in den USA zu 90 Prozent AR-Funktionen beim Einkauf – oder sind zumindest offen für diese Technologie. Deshalb ermöglicht das Suchmaschinenunternehmen künftig die Integration von dreidimensionalen Produktmodellen, direkt in der Google-Suche. Auf diese Weise können Suchende Produkte wie Möbel und Accessoires unmittelbar in ihrer Wohn- oder Büroumgebung und dergleichen sehen.

3D-Produkte bei Google integrieren
© Google

Solch eine AR-Integration kann Nutzer:innen bei der Kaufentscheidung helfen. Brands wiederum können ihre Produkte schlichtweg schon vorab zu den potentiellen Konsument:innen nach Hause bringen.

Neue Ad-Optionen für YouTube Shorts: Produkt-Feeds direkt im Kurzvideo

Auf YouTube werden neuerdings Video-Aktionskampagnen und App-Kampagnen automatisch auf YouTube Shorts skaliert. Shorts können inzwischen über 30 Milliarden Views täglich verbuchen – viermal mehr Aufrufe als noch vor einem Jahr. Werbeoptionen bei Shorts werden bei Google nach ersten Tests nun weiter gepusht. Die Lösungen für Advertiser werden ab jetzt weltweit nach und nach für alle Advertiser zur Verfügung gestellt.

Eine der Möglichkeiten, die die Werbetreibenden dann haben, bezieht sich auf die Integration ganzer Produkt-Feeds direkt im Kurzvideo. Mit dem CTA „Shop Now“ können User dann direkt in der App Experience zu den Produkten gelangen – und wieder zu den Shorts zurück. So werden diese shoppable.

Auch App-Install-Kampagnen werden bei Shorts möglich sein. Die Shorts Ads sind ein spannender Weg für Marken, um im Umfeld populärer Kurzvideo-Creator ihre Produkte und Dienste zu präsentieren. Dabei sollen die Ads für Nutzer:innen direkt skippable sein – ähnlich wie bei TikTok. Google möchte eine native Einbindung der Werbung gewährleisten. Deshalb kann die Werbung dann auch zwischen zehn und 60 Sekunden lang sein.

Produkt-Feeds bei Shorts
© Google

Sechs Neuerungen für Performance Max-Kampagnen

Wer als Advertiser über diverse Google-Kanäle Menschen ansprechen möchte, hat die Möglichkeit, auf Googles reichhaltigen Datenschatz zuzugreifen, um die Ads zu optimieren. Die auf Automatisierung ausgelegten Performance Max-Kampagnen – die Anfang 2022 auch Smart Shopping- und Local-Kampagnen ablösten – werden nun überholt. Werbetreibende, die auf diesen Kampagnentyp setzen, können laut Google im Durchschnitt eine Gesamtsteigerung der Conversions um 13 Prozent bei vergleichbarem Cost-per-Action erreichen. Neu sind laut Jerry Dischler die folgenden sechs Aspekte:

  1. Mehr Tools für Tests: Es gibt unter anderem neue A/B-Tests, mit denen sich herausfinden lässt, welche Auswirkungen Performance Max-Kampagnen auf inkrementelle Conversions haben
  2. Erweiterte Unterstützung für die Kampagnenverwaltung in Search Ads 360 und in der mobilen App von Google Ads
  3. Unterstützung für Verkaufsziele im Laden zum Optimieren der Ladenverkäufe zusätzlich zu Ladenbesuchen und lokalen Aktionen
  4. Optimierte Wirkung mit Burst-Kampagnen für einen bestimmten Zeitraum, um die Ziele beim Ladenbesuch während saisonaler Ereignisse zu erreichen
  5. Neue Statistiken und Erläuterungen: Diese beziehen sich unter anderem auf Kund:innen, Zielgruppen und Auktionen
  6. Optimierungsfaktoren und Empfehlungen, die darauf hinweisen, welche Kampagnen verbessert werden können oder sollten

Neue Berichte für das Statistiken-Feature

Neben den Performance Max-Kampagnen bekommen auch die Berichte für Statistiken zu Trends und Performance bei Ads ein Upgrade. Das Statistiken-Feature befindet sich noch in der Betaphase und liefert Erkenntnisse, die auf Milliarden von täglichen Suchanfragen und Millionen von Signalen beruhen, die Google für sämtliche Anzeigenauktionen analysiert. In den kommenden Monaten werden dafür drei neue Berichte eingeführt:

  1. Der Bericht mit den Attributionsstatistiken: Dieser Berich zeigt an, wie Anzeigen auf den Google-Plattformen, etwa in der Google-Suche, im Displaynetzwerk und auf YouTube, gemeinsam die Anzahl von Conversions steigern können
  2. Der Bericht zu Budgetstatistiken: In diesem Bericht finden sich neue Möglichkeiten zur Budgetoptimierung und er dokumentiert, wie sich die Ausgaben im Vergleich zu Budgetzielen entwickeln
  3. Der Bericht mit den Zielgruppenstatistiken: Dieser Bericht bezieht sich auf selbst erhobene Daten (First-Party-Daten) und zeigt, wie Kund:innensegmente die Kampagnen-Performance steigern können
Der Bericht zu Budgetstatistiken zeigt, wie sich eure Budgets entwickeln und wie sich Optimierungsmöglichkeiten identifizieren lassen
Beispielbild: Der Bericht zu Budgetstatistiken zeigt, wie sich eure Budgets entwickeln und wie sich Optimierungsmöglichkeiten identifizieren lassen, © Google

Mehr Kontrolle über Ads: User können mit neuem Center noch mehr Präferenzen festlegen

Bei den Neuerungen im Ad-Kontext denkt Google insbesondere an Brands und Advertiser – denn diese zahlen viel Geld, um auf den verschiedenen Plattformen erfolgreich zu werben. Doch auch die Nutzer:innen werden mitbedacht. Sie erhalten mit einem neuen Ad Center die Möglichkeit, Werbeanzeigen personalisierter denn je ausgespielt zu bekommen – oder die Personalisierung und Datenverarbeitung in diesem Bereich auszuschalten.

Noch dieses Jahr führt Google „Mein Anzeigen-Center“ ein, damit Nutzer:innen die Kontrolle über ihre Privatsphäre behalten können. User können in diesem Center entscheiden,, welche Anzeigentypen sie häufiger oder seltener sehen möchten. Außerdem können sie verwalten, welchen Einfluss ihre Daten auf Anzeigen auf YouTube, in der Google-Suche und auf Discover haben.

Googles neues Mein Anzeigen-Center
© Google

Nachdem Google zuletzt bereits die Suche neu zu definieren begonnen hat – die Technologie MUM und Multisearch spielen dabei eine große Rolle –, wird in den kommenden Monaten auch das Advertising via Google in neue Sphären vorstoßen. Wer langfristig erfolgreich über Googles Netzwerk werben möchte, sollte sich schon jetzt mit diesen Neuerungen vertraut machen.

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