Conversion Optimierung

Google Analytics Hands-On: Search Console mit Analytics verbinden

Die Search Console von Google hält wertvolle Insights für den organischen Google Traffic und für die Suchmaschinenoptimierung bereit. Wir zeigen, wie ihr Google Analytics mit der Search Console verbindet.

Dieser Artikel ist Teil der “Google Analytics Hands-On”-Reihe auf OnlineMarketing.de. In den nächsten Wochen erfahrt Ihr hier pragmatisch und praxisnah, wie Ihr das meistgenutzte Web Analyse Tool der Welt effektiv für euch einsetzen könnt. Bei dem gezeigten Analytics Account handelt es sich um eine private Website. Heute: Google Analytics und die Search Console miteinander verbinden und für die Web Analyse nutzen.

Search Console & Google Analytics – Das Beste aus zwei Systemen

Jedem Suchmaschinenoptimierer dürfte sie wohl bekannt sein: die Search Console von Google. Das kleine Online-Tool (früher: Google Webmaster Tools) liefert neben Informationen zum Thema Crawling, Indexierung und Backlinks auch Daten, wie eine Website aktuell in den Suchergebnissen performt.

Auch für viele Google Analytics-Anwender sind diese Daten wertvoll. Analytics bietet zudem vielfältige weitere Daten aus den Bereichen Zielgruppe, Akquisition, Verhalten und Conversion. Genau diese Daten sind auch für viele Webmaster und Suchmaschinenoptimierer interessant.

Praktischerweise ermöglichst Google deshalb die Möglichkeit, Search Console und Analytics miteinander zu verbinden, um die Search Console-Daten in Analytics zu plotten, analysieren und reporten. Genau dieser Verbindung widmen wir uns im heutigen Google Analytics Hands-On zur Search Console!

Google Analytics Hands-On: Die Search Console mit Analytics verbinden

Bevor wir die Search Console-Daten einsehen können, müssen wir zunächst die Verbindung von Analytics und der Console herstellen. Unter Akquisition > Search Console > Zielseitensehen wir dazu zunächst die Meldung, dass “für diesen Bericht […] die Search Console-Integration aktiviert sein” muss.

Search Console in Google Analytics einrichten

Aufruf der Search Console ohne vorherige Integration der Daten (Quelle: Screenshot Google Analytics)

Mit einem Klick auf den Button gelangen wir in den Administrationsbereich von Google Analytics (Verwaltung > Konto > Property > Property-Einstellungen). Im Abschnitt Search Console (ganz unten) gelangen wir über “Search Console anpassen” in die Search Console-Einstellungen.

Property Einstellungen in Google Analytics für Einrichtung Search Console

Ein Blick auf “Bearbeiten” zeigt die zur Verfügung stehenden Properties aus der Search Console (Quelle: Screenshot Google Analytics)

Mit einem Klick auf “Bearbeiten” öffnet sich eine Liste mit allen Properties, die unserem Google Account zugeordnet sind (gegebenenfalls ist ein Login notwendig.)

Wichtig: Dieser Hands-On Guide geht davon aus, dass ihr eure Website in der Search Console bereits als Property hinterlegt habt!

Nachdem die richtige Property ausgewählt ist, ist die Verknüpfung geschaffen: Wir sind nun in der Lage, unsere Search Console-Daten in Google Analytics zu sehen (es kann unter Umständen einige Stunden bis wenige Tage dauern, bis Daten in Google Analytics angezeigt werden).

Analyse konkret: So nutzt ihr die Search Console-Daten

Werfen wir nun einen Blick auf die Daten, die wir in Google Analytics aus der Search Console heraus einsehen können. Unter Akquisition > Search Console stehen dazu bereit:

  • Zielseiten
  • Länder
  • Geräte
  • Suchanfragen

Wir wollen uns hier auf Zielseiten und Suchanfragen fokussieren.

Search Console Daten zu Zielseiten in Google Analytics

(Quelle: Screenshot Google Analytics)

Unter Zielseiten sehen wir, welche Unterseiten unserer Website in der Google Suche angezeigt werden. Die Anzahl der Impressionen gibt Aufschluss darüber, welche Seiten besonders häufig angezeigt werden. Zusammen mit den Klicks berechnet sich hieraus die CTR (Click-Through Rate). Die CTR gilt im SEO als ein Rankingfaktor und gibt zusätzlich einen Hinweis, wie klickstark das von Google in der Suche angezeigte Snippet (häufig die Meta Description) ist – wer hier also niedrige CTRs feststellt, tut gut daran, einfach mal eine Testsuche durchzuführen und zu sehen, welches Snippet Google hier anzeigt – gegebenenfalls kann eine Optimierung in puncto Klicks über eine Anpassung der Meta Description vorgenommen werden.

Achtung: Der Inhalt der Meta Description gilt heute aufgrund von Keyword Stuffing in der Vergangenheit nicht mehr als relevantes Ranking Kriterium. Die Erfahrung zeigt, dass die Meta Description zudem nicht immer als Snippet übernommen wird – häufig generiert sich Google aus dem Text einer Website dynmamisch ein eigenes Snippet, das besser zur Suchanfrage passt.

Die durchschnittliche Position liefert einen groben Indikator, wie gut eine Zielseite in den SERPs (Search Engine Result Pages) performt. Die durchschnittliche Position einer Zielseite kann als Metrik genommen werden, um den Erfolg von SEO-Maßnahmen für einzelne Unterseiten zu messen.

Google Analytics Search Console Daten Suchanfragen

(Quelle: Screenshot Google Analytics)

Der zweite Bericht, auf den wir hier genauer eingehen wollen, ist der Bericht zu Suchanfragen. Charakteristisch für diesen Bericht ist häufig ein hoher Anteil an Keywords, die “(not set”) oder “not provided)” sind, also Suchanfragen, die von der Suchmaschine nicht an Google Analytics übergeben werden.

Das Interessante an diesem Bericht ist die Möglichkeit, zu überprüfen, für welche Suchanfrage eine Website überhaupt bei Google im Ranking auftaucht. Dieser Bericht liefert dabei wertvolle Insights, wenn SEO-Maßnahmen für einzelne Keywords vorgenommen werden – auch ihr Erfolg lässt sich über die durchschnittliche Position als Indikator messen.

Gerade für Keywords, die zwar gute Positionen, jedoch im Verhältnis schlechte CTRs erzielen, können Optimierungen über die Meta Description vorgenommen werden, um die Snippets klickstärker zu gestalten.

Sekundäre Dimension liefert Erkenntnisse zum Erfolg im Zeitverlauf

Sowohl für den Bericht Zielseiten als auch für den Bericht Suchanfragen gilt: Wer mit gezielten SEO-Maßnahmen seine Position verbessern will, kann den Effekt dieser Maßnahmen noch besser einsehen, wenn als sekundäre Dimension eine Zeitangabe im Bericht eingestellt wird. So lassen sich möglicherweise Steigerungen (oder auch Verschlechterungen) im Ranking im Zeitverlauf feststellen.

Zusammenfassend ist die Verbindung der Search Console mit Google Analytics gerade für SEOs (beziehungsweise Websitebetreiber, für die organischer Traffic eine wichtige Rolle spielt oder spielen soll) ein absolutes Must-have und ein guter Einstieg in die datengetriebene Suchmaschinenoptimierung.

Weitere Informationen zur Search Console in Analytics bietet die Google Analytics Hilfe hier.

Nutzt ihr die Search Console bereits in Google Analytics? Welche konkrete SEO-Maßnahmen konntet ihr aus euren Daten bisher ableiten?


Hat der Artikel euer Interesse geweckt? Hier findet ihr die weiteren bislang erschienenen Teile der Analytics Hands-On-Reihe:

  1. Segmente anlegen und effektiv einsetzen
  2. Zielvorhaben definieren und analysieren
  3. Dashboards im täglichen Monitoring nutzen
  4. Event Tracking – Möglichkeiten und Einrichtung
  5. Customer Journey Analyse
  6. Site Search – Einrichtung und Analyse
  7. Grundlegende Einrichtung
  8. Kampagnentracking mit utm-Parametern
  9. Lifetime-Wert verstehen und nutzen
  10. Personalisierte Berichte erstellen

Über Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe

Fokusthemen auf OnlineMarketing.de: CRM, (Web) Analytics & E-Mail Marketing. Studium: B. A. in Business Administration, M. Sc. in E-Commerce. Mitglied der Digital Analytics Association Germany. Schnittstelle zwischen Marketing & IT mit einem Herz für Analytics. Derzeit tätig im Digital Push Marketing bei OTTO (GmbH & Co KG). Vorher im Solution Consulting der netnomics GmbH.

Ein Gedanke zu „Google Analytics Hands-On: Search Console mit Analytics verbinden

  1. Hubert Lörner

    Bei all den Tools von Xovi, Sistrix, Majestic, Semrush und wie sie alle heißen vergisst man leicht, dass Google selbst wertvolle Informationen zur Verfügung stellt.
    Auf jeden Fall hat Google einen großen Vorteil, von dem man mit den Google Tools auch profitieren kann. Während alle anderen nur raten können, wo und wieoft die Seite in den SERPs angezeigt wurde, weiß Google das zu 100%.
    Besonders interessant sind natürlich die Suchanfragen für die man rankt, aber nicht geklickt wird. Bevor man Geld in andere Tools investiert, sollte man auf jeden Fall die Search Console und Analytics ausreizen!

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