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ChatGPT Ads: OpenAI stellt die Gebotsstrategien um – das ändert sich

ChatGPT Ads: OpenAI stellt die Gebotsstrategien um – das ändert sich

Larissa Ceccio | 06.11.26

OpenAI stellt die Gebotsstrategien für ChatGPT Ads um. Ab dem 9. November können Advertiser Zielkosten für Klicks und Conversions festlegen. Anfang 2027 fallen die bisherigen Optionen weg.

100.000 Advertiser weltweit nutzen ChatGPT Ads. Jetzt gibt es neue Optionen für die Kampagnenoptimierung. Werbetreibende können künftig festlegen, wie viel sie durchschnittlich für einen Klick oder eine Conversion ausgeben möchten. OpenAI passt die Gebote automatisch an, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Die Änderungen gelten ab dem 9. November 2026. Wie Search Engine Roundtable berichtet, hat OpenAI Advertiser bereits per E-Mail informiert. Im Help Center erklärt das Unternehmen die neuen Gebotsstrategien.



ChatGPT Ads hat schon über 100.000 Advertiser:
Erste Insights und Zahlen aus Deutschland

rötlich-orangefarbener Hintergrund mit Smartphone Mockup samt ChatGPT Chat und Ad
© OpenAI


ChatGPT Ads: Das ändert sich bei den Geboten

Mit dem Update führt OpenAI zwei neue Optionen im Ads Manager ein:

  • Target CPA (Cost per Action): Bei Conversion-Kampagnen können Advertiser festlegen, wie viel sie durchschnittlich für eine Conversion, etwa einen Kauf oder Lead, zahlen möchten. OpenAI optimiert die Gebote daraufhin automatisch. Die Option ersetzt Max Bid bei neuen Conversion-Kampagnen.
  • Target CPC (Cost per Click): Bei Klickkampagnen können Werbetreibende einen durchschnittlichen Klickpreis als Ziel festlegen. OpenAI kann bei einzelnen Auktionen auch mehr oder weniger bieten, um möglichst viele Klicks innerhalb des Budgets zu erzielen. Die Option ersetzt Max CPC bei neuen Klickkampagnen.

Anders als bei den bisherigen Gebotsobergrenzen sind die neuen Zielwerte keine festen Preislimits. Einzelne Klicks können also teurer ausfallen als der festgelegte Target CPC. Auch die tatsächlichen Durchschnittskosten können vom gewünschten Wert abweichen.

Bestehende Kampagnen mit Max Bid oder Max CPC laufen zunächst wie gewohnt weiter. Advertiser können ab dem 9. November freiwillig zu den neuen Optionen wechseln. Ab dem 1. Januar 2027 ersetzt OpenAI die bisherigen Gebotsstrategien dann vollständig.

Auch die automatische Gebotsstrategie Maximize Results (Autobid) erhält einen neuen Namen: Intelligent Bidding. Dabei optimiert OpenAI die Gebote weiterhin automatisch, um möglichst viele Ergebnisse aus dem verfügbaren Budget herauszuholen.

ChatGPT Ads: Das sollten Advertiser bei der Umstellung beachten

Mit den neuen Gebotsstrategien können Advertiser festlegen, welche durchschnittlichen Kosten sie für Klicks oder Conversions anstreben. Entscheidend ist dabei, realistische Zielwerte zu wählen. Denn wer die Kosten zu niedrig ansetzt, riskiert, dass die eigenen Ads seltener ausgespielt werden und ein Teil des Werbebudgets ungenutzt bleibt. OpenAI empfiehlt deshalb, sich an den bisherigen Kampagnenergebnissen zu orientieren.

Wer seine Kampagnen auf Conversions ausrichtet, sollte außerdem das Tracking überprüfen. Dafür müssen der OpenAI Pixel oder die Conversions API die gewünschten Aktionen, etwa Käufe oder Leads, korrekt erfassen. Ob die übermittelten Daten für die Erfolgsmessung geeignet sind, können Advertiser anhand des Event Quality Score (EQS) im Ads Manager überprüfen. Fehlende oder unzureichende Conversion-Daten können dazu führen, dass Ads seltener ausgespielt und Budgets nicht vollständig genutzt werden.

Wie wichtig es ist, dabei nicht nur auf Klickzahlen zu schauen, zeigen erste Erfahrungswerte mit ChatGPT Ads aus Deutschland. Robin Heintze, Gründer und Geschäftsführer der Agentur morefire, berichtete gegenüber OnlineMarketing.de von CPCs zwischen 0,87 und 2,57 Euro sowie CPMs zwischen 26,37 und 48,38 Euro. Während einzelne B2B-SaaS-Kampagnen gute Ergebnisse erzielten, brachte eine E-Commerce-Kampagne zwar Traffic, aber keine Conversions.

Heintze empfiehlt Advertisern deshalb, ChatGPT Ads zunächst mit kleinen Budgets zu testen und gemeldete Conversions mit den eigenen Daten abzugleichen. Denn auch mit den neuen Gebotsstrategien gilt: Günstige Klicks allein machen noch keine erfolgreiche Kampagne aus.



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