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Erfolgskontrolle für lokale Unternehmen mit Google Analytics der Search Console
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Erfolgskontrolle für lokale Unternehmen mit Google Analytics der Search Console

Ein Gastbeitrag von Nicole Mank | 30.11.20

Welche Tools kann man im Einzelhandel für das Tracking verwenden und warum ist Kampagnen-Tracking so wichtig? Das erfährst du in Teil 2 zur Reihe „Digitalisierung im Einzelhandel“.

Einer der wohl entschiedensten Vorteile von Online gegenüber Offline ist, dass man Kunden online oft besser tracken kann als offline. Was haben sie sich angeschaut? Wie kamen sie auf meine Seite? Wo kann ich noch mehr User erreichen? Zahlen sich meine Marketing-Maßnahmen aus? Und das Ganze muss gar nicht kompliziert sein. Das Einrichten von Analytics und der Google Search Console ist kein Hexenwerk und auch für den Laien machbar.

Die Basis: Einrichtung von Google Analytics

Die Einrichtung von Google Analytics ist denkbar einfach. Dazu müssen nur das Konto und die entsprechende Property/Datenansicht angelegt werden. Wenn es bereits ein Google-Konto gibt, über das andere Tools von Google genutzt werden, kann auch dieses Konto dazu verwendet werden. So kann man später die Google Tools untereinander verlinken und die Datenbasis entsprechend vergrößern. Falls nicht, kann mit einem Klick auf „Konto erstellen“ ein neues Google Konto angelegt werden. Seit Oktober hat Google die neue Version Analytics 4 ausgerollt.

Sobald man im Konto ist, kann man eine Property anlegen. Wie du eine Analytics 4 Property erstellst, kannst du in diesen Beitrag nachlesen. Die Property ist im Regelfall die Domain. Es ist möglich, einer Property verschiedene Datenansichten zuzuordnen, um diese wie Filter zu nutzen, also zum Beispiel eine Datenansicht für SEO Traffic und eine für SEA Traffic. Zum Anfang genügt aber meistens die automatische Datenansicht von Google: „Alle Daten“.

Jetzt muss auf der Website nur noch ein Code hinterlegt werden. Auf vielen Baukasten-Seiten gibt es hierfür Plugins und auch Google stellt hierfür eine entsprechende Anleitung zur Verfügung. Wer sich näher mit Google Analytics auseinandersetzt, dem wird auch der Tag Manager bald ins Auge stechen: Dieser ist für den Laien sehr kompliziert, bietet aber bei entsprechendem Verständnis tolle Optionen im Tracking.

Disclaimer: Das Tracking sollte auf jeden Fall anonymisiert passieren (lässt sich bei der Generierung des Tracking Codes einstellen) und auch eine Option zum Opt-out, die Datenschutzerklärung und CookieäHinweise müssen entsprechend auf der Website angepasst werden. Bei Unsicherheit rate ich ausdrücklich zu einer Beratung durch einen Anwalt, den diese Hinweise natürlich nicht ersetzen können.

Ob der Tracking Code funktioniert, sehen wir, sobald wir in den Echtzeitberichten in Analytics Besucher angezeigt bekommen (Echtzeit-Übersicht). Bei Online Shops ist es auch sehr Sinnvoll das Conversion Tracking zu aktivieren. Aber auch für Kontaktanfragen über Formulare kann eine Conversion hinterlegt werden. Eine Conversion kann ein Kauf, eine Kontaktaufnahme, ein Download oder auch ein Newsletter-Abonnement sein – das ist völlig frei zu definieren und auch mehrere Conversions können getrackt werden.

Lokales Tracken: Google My Business und die UTM-Parameter

Da es für den Traffic verschiedene Quellen gibt, sollten wir auch diese vernünftig tracken können. Ein sicherer Weg, Quellen auch zuordnen zu können, wenn diese geteilt werden. Dieses Tracking kann man mit UTM-Parametern umsetzen. Hier werden in der URL dem „normalen“ Ziel-Parameter angehängt, die später in den Google-Analytics-Kampagnen getrennt angezeigt werden.

Als erste Kampagne sollten wir unseren Standortlink in Google My Business (GMB) auszeichnen. Google bietet hierfür das kostenfreie Tool Campaign URL Builder an. Die hier generierte URL verwenden wir dann im GMB Account und können diese dann in Analytics unter den Reitern „Akquisition“, „Kampagnen“ und „Alle Kampagnen“ nachträglich filtern. Als Empfehlung bieten sich folgende Parameter an:

  • Campaign Source (Google)
  • Campaign Medium (Standortname)
  • Campaign Name (Google My Business)

Wo kann man solche URLs noch nutzen? Newsletter? Sponsorings? Social Media? Bei fast jeder geteilten URL ist es sinnvoll, Tags zu verwenden, um die Traffic-Quellen später sauber voneinander trennen zu können und Werbeerfolge einzelner Maßnahmen messbar zu machen. Da die URLs selbst sehr unschön und lang sind, kann man sie auch über Shortener-Dienste verkürzen. So lassen sie sich zum Beispiel auch auf Rechnungen oder auf Gutscheine drucken.

Webmaster lieben sie: Die Google Search Console

Bei der Search Console (früher Google Webmaster Tools) handelt es sich ebenfalls um ein kostenloses Google-Produkt. Hier werden vor allem Daten aus dem organischen Traffic, der über Suchmaschinen – in diesem Fall Google – generiert wird, verwaltet. Neben praktischen Daten zu den Keywords, Klickraten und Rankings gibt es in der Search Console beispielsweise Hinweise zu HTML- und Indexierungsproblemen.

Im Idealfall erfolgt die Verifizierung über eine DNS (Domain-Name-Server)-Bestätigung. Damit kann man die gesamte Domain inklusive aller Präfixe tracken und hat eine hilfreiche Übersicht. Hierfür muss ein generierter TXT in der DNS-Konfiguration des Domainnamen-Anbieters hinterlegt werden. Je nach Anbieter ist die Vorgehensweise hier unterschiedlich. Im Zweifelsfall kann man sich hier aber an den Hoster wenden.

Fazit

Auch mit wenig finanziellem Invest lässt sich für lokale Unternehmen ein sehr gutes Tracking aufsetzen. Auch für Laien ist dies selbst möglich. Bei höheren Ansprüchen empfiehlt es sich natürlich, einen Experten zu Rate zu ziehen.

Nächste Woche werfen wir einen Blick über interessante Marketing-Kanäle für Einzelhändler. Neben den Artikeln bieten wir auch an, Fragen aus dem Einzelhandel direkt zu beantworten – entweder in einem Artikel oder aber direkt per Mail. Wenn du also eine Frage hast, kontaktiere die Redaktion von OnlineMarketing.de oder schreibe sie in die Kommentare.

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