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Technologie
Weder GPT-5 noch Suchmaschine, aber Voice Assistant? OpenAI plant große Ankündigung

Weder GPT-5 noch Suchmaschine, aber Voice Assistant? OpenAI plant große Ankündigung

Niklas Lewanczik | 13.05.24

Ein großes Update steht OpenAI ins Haus, auch wenn es dabei nicht um eine KI-Suchmaschine geht. Vielmehr könnte ein multimodaler Assistant vorgestellt werden, während ein Deal mit Apple vor dem Abschluss steht.

Der OpenAI CEO Sam Altman ist sich sicher, dass die Menschen die Neuheiten des KI-Unternehmens lieben werden. Für Montagabend (13. Mai um 19 Uhr Ortszeit in Deutschland) wurde ein Live Stream angekündigt, der über große AI Updates informieren soll. Dabei hielt Altman in einem X Post die Erwartungen bezüglich einer Suchmaschine und des GPT-5 Launchs zurück. Dazu werde es nicht kommen.

Allerdings gibt es bereits Hinweise auf OpenAIs neuestes Tool – und auf eine immens wichtige Kooperation für die Digitalszene.

Neuer multimodaler Assistant von OpenAI?

Einem Bericht von The Information zufolge soll OpenAI den Launch eines AI Assistant Tools planen, das multimodal arbeiten kann und dabei bessere Ergebnisse in Bezug auf die Logik der Antworten und Hilfsangebote liefert. Das Tool kann demnach Sound und Text nutzen und als Voice Assistant mit Menschen sprechen. Zudem kann es Objekte und Bilder visuell erkennen und für die User einordnen.

Beitrag von @theinformation
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Solch ein multimodales Modell erinnert an die Fähigkeiten, die die Meta AI – etwa über die Smart Glasses von Meta und Ray-Ban – und Googles Gemini liefern sollen. Auch denken einige User sowie Sam Altman selbst dabei an das fiktive Operational System aus Spike Jonzes Science Fiction-Film Her, welches eigenständig agiert und ebenfalls spricht, Objekte erkennen kann und Support in diversen Kontexten liefert. Über die Inspiration sprach Altman bei der Dreamforce im vergangenen Jahr.

OpenAIs Technologie könnte künftig sogar iPhones optimieren.

Deal mit Apple im Gespräch – Optimierungen für ChatGPT absehbar

Apples eigener Assistant Siri ist seit Jahren nicht mehr konkurrenzfähig, was aktuelle KI-Entwicklungen angeht. Deshalb steht Apple seit einiger Zeit in Verhandlungen mit Google und OpenAI, um die AI-Technologie der fortschrittlichen Unternehmen für die eigenen Geräte zu nutzen. Apple und OpenAI sollen bereits die Bedingungen ihrer Zusammenarbeit sowie Details zum Einbau der OpenAI Features in Apples neuem Betriebssystem iOS 18 diskutiert haben. Nach Informationen von Apple-Experte Mark Gurman und Julia Love, die für Bloomberg berichten, könnte ein Deal zwischen den Unternehmen kurz vor dem Abschluss stehen. Demnach könnten ChatGPT Features für das Betriebssystem iOS bereitgestellt werden. Für die KI-gestützte On-Device-Nutzung hat der Tech-Konzern Apple kürzlich bereits eigene kleine KI-Modelle gelauncht. Über die mögliche Kooperation dürfte OpenAIs Stream oder Apples WWDC vom 10. bis zum 14. Juni Aufschluss geben.

Die Optimierungen von OpenAIs eigenen Tools wie ChatGPT könnten wiederum dank der neuen Funktionalitäten etwa auch in Kund:innenservicekontexten zum Vorschein kommen. So entdeckte der Entwickler Ananay Arora im Code von ChatGPT die Möglichkeit, das KI-Tool Telefonate durchführen zu lassen; davon berichtet Wes Davis für The Verge.

Auch Echtzeitdaten soll ChatGPT in verschiedenen Sprachen in die Nutzungskontexte integrieren können, wie Roger Montti für Search Engine Journal schreibt. Mit derlei Funktionen, gepaart mit einem multimodalen Assistant, könnte OpenAI die Business-Kommunikation langfristig verändern.

Datengrundlage wird über Publisher Deals optimiert

Insgesamt setzt das Unternehmen dabei auf immer mehr gesicherte Grundlagendaten, die aus Lizenzierungs-Deals mit großen Publishern stammen. Ein solcher wurde mit der Financial Times abgeschlossen. Ähnlich wie das Axel Springer-Verlagshaus bietet die Financial Times also lizenzierte Inhalte für ChatGPT-Nutzer:innen. Während die New York Times und andere Publisher:innen noch gegen unrechtmäßige Content-Zugriffe für die AI-Optimierung durch OpenAI klagen und manche überlegen müssen, ob sie das AI Crawlern den Zugriff auf die eigenen Inhalte erlauben sollen, könnte dieser Lizenzierungs-Deal ein Zeichen der Zeit sein. Auch Publikationen wie Le Monde und Prisa Media haben bereits einen Deal mit OpenAI abgeschlossen. Wie ADWEEK berichtet, soll OpenAI Publishern finanzielle Anreize, aber auch mehr Brand Expressions in Chats und priorisiertes Placement im KI-Konversationskontext angeboten haben.


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