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Social Media Marketing
Höherer Preis, dafür keine Ads: Twitter plant werbefreies Abo

Höherer Preis, dafür keine Ads: Twitter plant werbefreies Abo

Caroline Immer | 23.01.23

Twitter Blue kostet die User bereits bis zu elf US-Dollar im Monat – doch nun plant Musk ein noch teureres Abonnement, welches ganz ohne Ads auskommen soll. Kann dies den aktuellen Umsatzeinbruch des Unternehmens kompensieren?

Elon Musk findet die Werbeanzeigen auf Twitter zu groß und ihr Vorkommen zu häufig. Das erklärte der CEO der Plattform in einem Tweet – und kündigte sogleich die Einführung eines kostspieligeren Abonnementmodells an, welches gänzlich ohne Ads auskommen soll. Doch auch User, die nicht für eine Premiumversion zahlen möchten, könnten bald weniger Ads auf Twitter sehen. So erklärt Musk, das Unternehmen wolle bereits in den kommenden Wochen an der Häufigkeit und der Größe der angezeigten Werbeanzeigen arbeiten.


Noch teurer als Twitter Blue: Lohnt sich das Abonnement?

Der Twitter-Chef ließ seine Follower bereits im Dezember 2022 von seinen Plänen, ein teureres, werbefreies Abonnement anzubieten, wissen. Dass die Werbeanzeigen auch in der regulären App reduziert und verkleinert werden sollen, kündigte Musk zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht an.


Während sich viele User bereits über den im Juli 2022 angekündigten Preisanstieg von 2,99 US-Dollar auf 4,99 US-Dollar im Monat ärgerten, wurde das Twitter Blue-Abonnement nach der Übernahme der Plattform durch Elon Musk noch einmal deutlich teurer. Der ursprünglich angesetzte Preis von monatlichen 7,99 US-Dollar wurde im Dezember 2022 für iOS User auf elf US-Dollar angehoben.

Mit dem höher angesetzten Preis sind immerhin auch einige neue Features verbunden – das potentiell interessanteste ist der blaue Haken, den sich User nun als Teil des Twitter Blue-Modells erkaufen können. Für eine bessere Differenzierung der Accounts sollen die zusätzlich eingeführten goldenen Haken für Unternehmen und grauen Haken für Regierungs-Accounts und Regierungsorganisationen sorgen.


Neben dem blauen Haken kaufen User von Twitter Blue mit dem Abonnement auch den Zugang zu einigen besonderen Features. So können sie beispielsweise deutlich längeren Video-Content hochladen und werden in den Replies unter Tweets priorisiert. Im Dezember 2022 kündigte Twitter darüber hinaus den baldigen Launch von Twitter Blue for Business an – ein Modell, mit welchem sich Unternehmen mit Partner:innen jeglicher Art verbinden können sollen.

Das Twitter Blue-Abonnement lässt die Nutzer:innen bereits halb so viele Werbeanzeigen wie ohne das Modell sehen. Wie viele User dazu bereit sind, einen womöglich deutlich höheren Preis für das geplante höhergestufte Abonnement zu zahlen, um gar keine Ads mehr zu sehen, wird sich zeigen. Einen genauen Preis für dieses kündigte Musk bislang nicht an. Auch, ob der Twitter CEO für das teurere Modell neben der Werbefreiheit weitere Features geplant hat, ist aktuell nicht bekannt. Falls ja, dürfte dies das allgemeine Interesse an einem solchen Abo noch einmal steigern.

Umsatzeinbruch bei Twitter

Schon kurz nach seiner Amtsübernahme als neuer CEO von Twitter plante Elon Musk, ganze 50 Prozent der Angestellten des Unternehmens zu entlassen, um Kosten einzusparen. Die Konsequenzen der umfassenden Umstrukturierung der Plattform und der Belegschaft waren für Musk jedoch teilweise unerfreulich. So verlor das Unternehmen seit Musks Übernahme mehr als 500 Top Advertiser. Um den damit einhergehenden Umsatzeinbruch zu kompensieren, ist die Einführung eines teureren Abonnements aus wirtschaftlicher Sicht ein sinnvoller Schritt – sofern ein beachtlicher Teil der User an einem solchen Modell auch interessiert ist.



Twitter arbeitet an Video-Chats und Creator Awards, verschiebt den neuen View Counter und bietet eine vorteilhafte Blue-Bezahloption. Doch all die Neuerungen täuschen nicht darüber hinweg, dass der Umsatz einbricht. YOY ging er um 40 Prozent zurück.

Umsatzeinsturz und Kulturschock bei Twitter – trotz Update-Welle für User

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