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6 Google Ads Profi-Hacks für ein erfolgreiches B2B Marketing in 2021
© Tyler Franta - Unsplash

6 Google Ads Profi-Hacks für ein erfolgreiches B2B Marketing in 2021

Ein Gastbeitrag von Daniel Rakus | 10.02.21

LinkedIn und Xing gelten als die optimalen Online-Kanäle für erfolgreiches B2B Marketing. Dabei haben auch Google Ads das Potential, Leads und Conversions bei der gewünschten Zielgruppe zu generieren und das oft zu weitaus geringeren Kosten.

Die Ansprache von B2B-Kund:innen auf Marketing-Kanälen ist oft mit hohen Streuverlusten und Kosten verbunden, da es auf wenigen Online-Plattformen möglich ist, potentielle Neukund:innen anhand des Job-Titels zu erreichen. Des Weiteren sind die Aktualität sowie die Richtigkeit der dortigen Angaben nicht immer gewährleistet. Allerdings gibt es hier Möglichkeiten, diese Hürden zu umgehen und auch ohne Hilfe des Job Targetings, die gewünschte Zielgruppe anzusprechen. Mit unseren sechs Profi-Hacks wollen wir dir deine digitalen Marketing-Maßnahmen etwas erleichtern und dein Kampagnenbudget schonen.

1. Mit benutzerdefinierten Zielgruppenlisten die Kund:innen der Wettbewerber:innen erreichen

Die Kund:innen der Wettbewerber:innen zu stehlen, war noch nie so einfach, ohne dabei gegen geltende Datenschutzbestimmungen zu verstoßen. Gerade die Option über die URLs ist bei den benutzerdefinierten Zielgruppen von Google besonders interessant. Denn hier kannst du die Domains deiner Wettbewerber:innen hinterlegen und dadurch genau diese Kund:innen ansprechen, welche du sonst nur über viele Umwege und mehr Budgetausgaben erreichen würdest. Die benutzerdefinierten Zielgruppen sind für die Anzeigenformate Display, Discovery und Video verfügbar und neben der Eingrenzung von URLs, kannst du ebenfalls Apps oder Keywords als Grundlage verwenden. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass du hier keine eigenen Kund:innendaten hochladen oder anderweitige Voraussetzungen erfüllen musst. Du kannst somit direkt starten.

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2. Lookalike-Zielgruppen nicht nur für Facebook und Instagram

Lookalike Audiences sind bei Facebook sowie Instagram Ads nicht mehr wegzudenken und deshalb ein fester Bestsandteil jeder erfolgreichen Social-Media-Kampagne. Aber warum nicht diese Komponente ebenfalls für Google Ads nutzen? Gerade für B2B-Kampagnen sind Lookalikes sehr interessant, da hier deine Werbeanzeigen an potentielle Neukund:innen ausgespielt werden, welche deinem bestehenden Kund:innenstamm fast zu 100 Prozent ähnlich sind. Diese Funktion wird bei Google kaum von Werbetreibenden verwendet, da sie noch recht unbekannt ist. Um jedoch deine Lookalike Audience zu erhalten, musst du erstmal mit Hilfe von Google, wie bei Facebook und Instagram, eine Custom Audience einrichten. Das erfolgt über die Funktion „Kundenliste“ unter dem Punkt „Zielgruppenverwaltung“ in dem Reiter „Gemeinsam genutzte Bibliothek“ deines Google-Werbekontos. Auf Basis der errichteten Custom Audience kannst du dann deine Lookalikes generieren und diese für künftige Google Ads im Such- oder Displaynetzwerk nutzen. Jedoch muss diese Funktion durch Antragstellung bei Google manuell freigegeben werden und ist nicht von Anfang an im Werbekonto verfügbar. Hier kannst du prüfen, ob du die Voraussetzungen erfüllst und wie du dich dafür bewerben kannst.

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3. Remarketing ist bei einer langen B2B Customer Journey Pflicht

B2B-Produkte oder -Dienstleistungen sind selten für einen spontanen Impulskauf bekannt. Deshalb ist der Einsatz von Remarketing ein wichtiger und essentieller Baustein in deiner Online-Marketingstrategie. Analysiere detailliert die Customer Journey deiner Kund:innen und prüfe, welche Abschnitte sich am besten für einen Einsatz eignen. Denn der erfolgreiche Abschluss eines Leads oder einer Conversion erfolgt selten beim ersten Touchpoint mit deiner Zielgruppe. Deshalb wäre es ein großer Fehler, potentielle Neukund:innen nicht erneut anzusprechen, wenn diese bereits mit deiner Website oder einer anderen Anzeige interagiert haben. Hierunter fallen zum Beispiel Warenkorbabbrecher:innen, Besucher:innen von wichtigen Kategorieseiten, Besucher:innen mit einer hohen Verweildauer auf deiner Website oder Besucher:innen, welche mit einem Video, Anzeige oder Formular in der Vergangenheit interagiert haben. Die Einrichtung ist nicht schwer und der Google Remarketing Tag lässt sich zum Beispiel mit dem Google Tag Manager leicht auf allen Websites implementieren.

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4. Der Werbezeitplaner zur Eingrenzung des besten Zeitraums für Conversion

Dein Conversion Tracking zeigt dir, dass deine Leads und Conversions immer von Dienstag bis Donnerstag erfolgen? Nutze diese wichtigen Informationen unbedingt für das Schalten deiner Google Ads. Der Einsatz des Werbezeitplaners kann dir so viele Kosten sparen und spielt deine Anzeigen nur aus, wenn deine potentielle Zielgruppe auch online ist. Gerade bei B2B Ads sind die Klickpreise meist höher als im B2C-Geschäft, deshalb ist es umso wichtiger, Maßnahmen zu ergreifen, die deine Budgetausgaben auf ein Minimum reduzieren. Damit du jedoch erfolgreich den Werbezeitplaner einsetzen kannst, benötigst du verlässliche Vergangenheitsdaten, welche auf einem funktionierenden Conversion/Lead Tracking basieren sollten. Wenn dir diese nicht vorliegen, ist eine Nachrüstung dringend zu empfehlen. In der Zwischenzeit kannst du zumindest mittels Werbezeitplaner das Wochenende, welches für B2B Ads generell nicht so relevant ist, ausschließen. Einen weiteren Vorteil bieten ebenfalls die Gebotsanpassungen, welche über den Werbezeitplaner aussteuerbar sind. Demnach kannst du automatisiert deine Gebote für Tage und Zeiträume erhöhen oder senken, in denen deine Conversions vermehrt beziehungsweise vermindert auftreten oder beispielsweise der Wettbewerb generell besonders stark ist.

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5. Demografische Gebotsanpassungen und -ausrichtungen für die perfekte Persona-Ansprache

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Du hast deine Buyer Persona ausführlich bis in das kleinste Detail im letzten Unternehmens-Workshop definiert? Perfekt, dann nutze diese Erkenntnisse ebenfalls für deine Google Ads. Hier kannst du nämlich mittels demografischer Gebotsanpassungen und -ausrichtungen die Zielgruppenansprache detailliert eingrenzen. Denn keiner kennt seine Benutzer:innen so gut wie Google. Selbst wenn diese beim Surfen nicht aktiv über Google eingeloggt sind, sammelt der Suchmaschinenriese ständig Daten und hat somit ein genaues Bild und kann diesbezüglich deine Anzeigen gezielt ausspielen. Die demografischen Gebotsanpassungen erlauben bei allen Google-Ads-Formaten einen Spielraum von -90 bis + 900 Prozent und bei der Gebotsausrichtung kannst du zwischen den Faktoren Geschlecht, Alter, Elternstatus und Haushaltseinkommen (nicht in allen Ländern verfügbar) wählen und optimieren.

6. Bing als i-Tüpfelchen zur B2B-Strategie bei Google Ads

Bing Ads heißen eigentlich schon länger Microsoft Ads und sind für ein erfolgreiches B2B Marketing unerlässlich. Viele stürzen sich anfänglich nur auf Google und vergessen dabei oft, dass die zweitgrößte Suchmaschine in Deutschland mit einem derzeitigen Marktanteil von circa fünf Prozent auch erfolgreich viele Leads und Conversions generieren kann. Gerade B2B Ads laufen über Bing so erfolgreich, weil die Unternehmen bei der Ausstattung ihrer IT auf Microsoft setzen. Demnach zeigen Statistiken, dass das Betriebssystem „Microsoft 10“ weltweit einen Marktanteil von circa 62 Prozent einnimmt. Und da hier die Suchmaschine Bing beim Browser Microsoft Edge vorinstalliert ist, und oft aufgrund von Unternehmensvorgaben nicht geändert werden darf, birgt das gerade für B2B Ads große Chancen. Ebenfalls die Einrichtung der Kampagnen ist alles andere als kompliziert. Wenn du bereits ein bestehendes und laufendes Google-Ads-Werbekonto hast, kannst du die Daten ganz leicht mittels der Microsoft-Ads-Importfunktion übertragen. Ein Testlauf lohnt sich hier auf jeden Fall, da die Klickpreise gegenüber den Konkurrenten:innen oft weitaus günstiger sind. Solltest du doch noch offene Fragen haben, steht dir bei Microsoft wie auch bei Google ein deutschsprachiger Support per Telefon, Mail oder Chat zur Verfügung.

Fazit

Gezielt die gewünschten B2B-Kund:innen online anzusprechen ist kanalübergreifend nicht immer leicht und Probleme hinsichtlich zu großer Streuverluste sind allgegenwärtig. Unsere sechs Tipps sind eine Anregung für dich, deine derzeitige Ads-Strategie zu analysieren und die passenden Optimierungsmöglichkeiten gegebenenfalls zu testen sowie anzuwenden. Plattformen wie Xing und LinkedIn bieten auf den ersten Blick ein perfektes Targeting an, jedoch solltest du auch andere günstigere Alternativen wie Google oder Bing nicht direkt ausschließen.

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