Mobile Marketing

Googles AMP Stories 1.0 – Monetarisierung mit Werbeformaten für alle verfügbar

Die AMP Stories sind nun für alle Nutzer verfügbar und bieten neue Features zu Metadaten, Monetarisierung und Co. Dazu werden Updates wie Paywalls entwickelt.

Ads in den AMP Stories, © AMP

Nachdem Google im Februar die AMP Stories gelauncht hat, wurden jetzt ganz neue Optionen für die Kreation derselben eingeführt. AMP Stories v1.0 ist nicht nur für alle Entwickler selbst ohne Origin Trial und Whitelisting verfügbar, sondern liefert Publishern konkrete Monetarisierungschancen. Darüber hinaus werden Metadaten bereitgestellt und die Integration von Calls-to-Action oder Textfeldern erleichtert. Für die nahe Zukunft verspricht AMP den Nutzern sogar weitere spannende Features.

Die AMP Stories v1.0: Das visuelle Storytelling monetarisieren

Mit den AMP Stories hatte es Google Publishern schon vor Monaten ermöglicht, News mobil visuell ganz besonders aufzubereiten. Dabei war das Stichwort visuelles Storytelling gefallen.

AMP Stories von Publishern bei Google, darunter CNN, © Google

Die Entwicklung beim Accelerated Mobile Pages Project ließ darauf schließen, dass sich Publisher am mobilen Rezeptionsverhalten der Nutzer orientieren sollten. Dieses ist durch bildbasierte Social Media wie Instagram geprägt; weshalb auch für Mobile optimierte News einen visuellen Fokus brauchen können.

Doch wie in Social Media, suchen Publisher Vermarktungs- oder Monetarisierungsmöglichkeiten für ihre Inhalte auch über AMP. Genau diese bieten ihnen die Stories in der aktualisierten Version. Ein Blogpost des AMP-Projekts stellt dar, dass Optionen für die Monetarisierung der Stories geboten werden. Dazu gehören etwa Ads, die über DoubleClick for Publishers (bald unter dem Namen Google Ads Manager) ausgespielt werden. Für dieses Feature, dass allerdings erst in der Betaphase steckt, braucht es die sogenannte amp-story-auto-ads-Extension. Eine Dokumentation zu dieser findet sich bei Github.

Dort werden dann auch die Prinzipien für derlei Ads vorgestellt. Darunter fallen:

  • Visual first: hier sollen einladende, vielleicht gewagte, aber kontextualisierte Elemente genutzt werden
  • Native: die Werbeseite hat die gleichen Abmessungen wie die Seite einer Story
  • Same interaction model: Nutzer müssen bei Ads genau wie bei anderen Seiten der Story zur nächsten Seite gelangen können
  • Fast: die Werbeanzeige erscheint für die Nutzer niemals in nur halb geladenem Zustand

Die richtige Platzierung, Anzeigentypen und Calls-to-Action

Wo eine Werbeanzeige in der Story platziert werden kann, hängt von der Laufzeit der Story selbst ab. Dabei determiniert die amp-story-auto-ads-Extension diese Positionierung.

Zwei Typen von Ads werden bei den AMP Stories unterstützt. Das sind die Single Page Ads, bei denen die Werbeanzeige als eine Seite in der Story erscheint. Und die Sponsored Story Ads, bei denen die Ad allein als mehrseitige Story fungiert.

Ads als Monetarisierungsmöglichkeit in den AMP Stories, © AMP, Github

Bei den Single Page Ads findet sich ein vorgefertigtes Set an CTA. Über einen CTA-Button mit der URL kann eine solche Werbeanzeige auch auf die Sponsored Story Ad verweisen, die bisher als URL im Web funktioniert. Womöglich lässt sie sich später komplett in Stories bei AMP integrieren; das hängt jedoch von der Testphase ab.

Zu den Calls-to-Action gehören bislang die folgenden:

  • EXPLORE
  • SHOP
  • READ
  • INSTALL

Die Art der Landing Page kann ebenfalls impliziert werden. Dafür steht diese Aufzählung zu Verfügung:

  • STORY: die Landing Page ist eine Sponsored Story
  • AMP: die Landing Page ist eine valide AMP-Seite
  • NOAMP: die Landing Page ist jede andere Art der Website

Publisher können sich für die Ausführung von Werbelösungen an ihren Ad Server richten. Bislang wird jedoch bloß DoubleClick (der Google Ads Manager) unterstützt. Außerdem lassen sich über eine Custom Ad-Extension ebenso Werbeanzeigen von den Publishern selbst platzieren. Diese Lösung soll nur vorübergehend sein, bis der Support durch Ad Server stärker ausgeweitet wird.

Im Übrigen lassen sich die Stories, die dynamische Ads integrieren, zum Tracking der Ad Views nutzen. Publisher, die Interesse am Test haben, können sich an Googles AMP-Projekt wenden.

Neue Anforderungen für Metadaten und mehr Komponenten fürs visuelle Layout

Weitere neue Features für die AMP Stories stellen zum einen die neuen Anforderungen für die Metadaten dar. Es wurden Attribute zum Element der Metadaten hinzugefügt. Diese werden verwendet, um Previews für die Stories im Ökosystem von AMP erstellen zu können. Das kann sich dann beispielsweise bei einem Preview Link in einer verwandten Story auszahlen. Außerdem stellt das Implementieren dieser Attribute sicher, dass die Stories für die künftigen Erfahrungen im AMP-System gewappnet sind. Dabei ersetzen die Metadaten keine Strukturierte Daten, die zusätzlich ergänzt werden sollten. Hier sind die neuen Attribute im Überblick:

Neue Attribute für die AMP Stories, © AMP

Neben diesen Anforderungen im Kontext der Metadaten sind neue Optionen für das Bookend der Stories verfügbar. Diese Elemente sollen die Stories dann visuell und inhaltlich aufwerten können. Es handelt sich um:

  • Links zu Calls-to-Action
  • Textfelder
  • Portrait Cards und Landscape Cards

Mehr Informationen zu diesen neuen Möglichkeiten der Implementierung finden sich bei der Veröffentlichung zum Update der AMP Stories auf Version 1.0.

Neue Features schon in der Planung

Letztlich kündigt das AMP-Projekt an, dass das Team an weiteren neuen Features arbeitet. So sollen künftig Paywalls in den AMP Stories unterstützt werden können. Zudem stehen sowohl responsives Skalieren als auch zusätzliche klickbare Elemente in der Story zur Debatte und könnten schon bald Einzug in die AMP Stories halten.

Während sich das AMP-Projekt mehr Publisher wünscht, die auf die Stories setzen, dürften diese dank der neuen wie auch der geplanten Features nun mehr Anreize dafür haben. Vor allem die aktualisierten Monetarisierungsoptionen dank der möglichen Integration von Ads – vorerst besonders über den Google Ads Manager – sollten dafür sorgen, dass mehr Publisher das mehrdimensionale Potential der AMP Stories erkennen: die optimierte mobile Erfahrung von News für den Nutzer und die lukrativen Vermarktungsmöglichkeiten der eigenen Inhalte und in der Folge auch der Erfahrung der Nutzer, die sich in den Ads in der Story widerspiegeln. Werden diese Optionen zur mobilen Newsrezeption von Nutzern vermehrt wahrgenommen, profitieren die Publisher; letzten Endes aber besonders das AMP-Projekt respektive Google, das auch sein Werbesystem in diesen Kreislauf integriert.

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