Mobile Marketing

Google bringt AMP Stories: Visuelles Storytelling für News in der mobilen Suche

Publisher haben jetzt mobil die Chance ihre Inhalte über AMP Stories visuell optimiert darzustellen, und geradezu Storytelling zu betreiben.

Screenshot YouTube, © Google

Über Mobile werden News sehr viel rezipiert, zu einem Gutteil auch dank der Apps der Publisher. Doch nun etabliert Google für die mobile Suche ein Format, um visuelles Storytelling für Publisher zu ermöglichen: die AMP Stories. Mit ihnen entwickelt sich die mobile Newsrezeption dort in eine Social Media-esque Richtung.

AMP Stories: Visueller Content, der schnell, offen und User-first bedeutet

Im offiziellen Blogpost gab Rudy Galfi, Product Manager für AMP bei Google, bekannt, dass das AMP Story-Format als Ergänzung zum AMP Projekt gelauncht wurde. Dabei sei das Ziel des Features vor allem, Publishern die Möglichkeit zu geben die Nutzer mit starken visuell aufbereiteten Inhalten zu überzeugen. Demnach soll in der mobilen Suche nun auf umfassende visuelle Darstellungen, ja auf regelrechtes visuelles Storytelling gesetzt werden.

Das Beispiel von People, © Google

Das Format der AMP Stories ermöglicht nach den Aussagen auf der Seite des Projekts die Kreation von Inhalten, die nicht nur schnell und offen, sondern auch User-first-orientiert sind. Mit ihnen soll die Aufmerksamkeit der Nutzer unmittelbar erlangt werden. Denn die einfach zu konsumierenden visuellen Darstellungen von News bieten ihnen direkt klickbare Full Screen-Inhalte.

AMP Stories erstellen leicht gemacht?

Das neue Stories-Format operiert gewissermaßen im Kielwasser des Erfolgs der Stories bei Snapchat und vor allem Instagram usw. Da die Nutzer diese Art des digitalen Storytelling gewöhnt sind, kann eben diese als Blickfänger oder Aufmerksamkeitsoption für News instrumentalisiert werden. Und Publisher tun gut daran, ihre Inhalte in der mobilen Suche für die Nutzer zu optimieren.

Das kann über die AMP Stories geschehen, welche laut Google voreingestellte, aber flexible Layouts mit sich bringen. Dazu kommen standardisierte UI-Kontrollen und bestimmte Komponenten, die zum Teilen animieren oder nachfolgende Inhalte hinzufügen können. Dass das Design dabei jedoch große Freiräume bei der Erstellung der Stories und des Contents lässt, sollen einige Beispiel belegen. Darunter jene von CNN oder der Washington Post …

AMP Stories von Publishern bei Google, darunter CNN (mit einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur größeren Ansicht), © Google

… von Cosmopolitan oder Mashable.

Auch Wired und Co. arbeiten in den AMP Stories mit visuellen Komponenten zur Newsdarstellung, © Google

Diese Publisher waren Teil der Zusammenarbeit mit Google, die das neue Format in dieser Form hervorgebracht hat.

Ab jetzt kann jeder AMP Stories für seine Websites testen

Seit gestern sind die Stories als Teil des AMP Projekts für jeden frei zu nutzen. Auf der Seite des Projekts könnt ihr ein Tutorial zu dem neuen Format absolvieren. Zudem gibt es für das experimentelle Format eine Seite zur Dokumentation, die euch zum Beispiel Markups dazu anzeigt.

Tatsächlich lassen sich in der mobilen Suche nun bereits die im Story-Format angezeigten News der Publisher wie CNN oder Wired erkennen. Suchst du unter g.co/ampstories mit deinem mobilen Endgerät nach News von CNN, siehst du ein Bild wie das folgende.

AMP Stories sind nun in der mobilen Suche vorhanden, © Google

Damit hält das visuelle Storytelling bei der Suchfunktion zu den News der Suchmaschine Einzug. Und künftig plant Google laut Galfi die AMP Stories auf verschiedene Produkte Googles auszuweiten, sodass deren Präsentation in der Suche sich verändert.

Dabei wirkt dieser Schritt von Darstellungs-, aber auch Werbemustern in Social Media inspiriert. Kein Wunder, dass bei deren sozialer Relevanz – und immerhin werden die Plattformen ebenso zur Newsrezeptioin genutzt – kulturelle Wahrnehmungsformen mit ihnen in Verbindung stehen.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.