Social Media Marketing

25 Prozent mehr Umsatz bei LinkedIn – auch Engagement wächst enorm

LinkedIn hat im vierten Quartal des eigenen Finanzjahres 2019 25 Prozent mehr Umsatz gemacht, während das Engagement weiter steigt. Und das sogar in China.

© LinkedIn

Die jüngsten Quartalszahlen von Microsoft haben auch über das soziale Karrierenetzwerk LinkedIn Aufschluss gegeben. Dabei wird deutlich, wie stark die Plattform wächst. Die Entwicklung ist für Microsoft bares Geld wert, auch, weil man in China investiert. Für Advertiser dürfte sie jedoch ebenso von Interesse sein.

LinkedIn mit starkem Wachstum beim Engagement

Microsofts Quartalszahlen hätten besser kaum aussehen können. 13,2 Milliarden US-Dollar Gewinn im letzten Quartal sprechen für sich. In den Angaben zur Entwicklung wurde selbstverständlich auch LinkedIn als eines der Aushängeschilder des Unternehmens genannt. Zu verzeichnen war ein Umsatzwachstum um satte 371 Millionen US-Dollar oder 25 Prozent. Immer wieder wird im Quartalsbericht erwähnt, dass die Ausgaben auch ob der Investments bei LinkedIn ansteigen. Doch das macht sich beim Engagement inzwischen längst bezahlt. Denn die LinkedIn Sessions wuchsen um 22 Prozent und zeigten laut Bericht erneut „record levels of engagement“.

In diesem Kontext lässt sich ebenso auf Aussagen von LinkedIn in einem Blogpost vom Herbst 2018 referieren, in denen es schon hieß, dass die Zahl von Likes, Kommentaren und Re-Shares YoY um 50 Prozent gewachsen war. LinkedIn hat inzwischen über 610 Millionen User weltweit. Dabei sind die USA mit 159 Millionen verständlicherweise der stärkste Markt. Doch neben Indien (59 Millionen) oder Brasilien (37 Millionen) hat LinkedIn auch in China (50 Millionen) eine sehr große Nutzerbasis.

Die Länder mit den meisten LinkedIn-Nutzern (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht),© Statista

Aber wie Inkstone berichtet, muss LinkedIn sich der Zensur der chinesischen Regierung beugen, um das Netzwerk vor Ort betreiben zu können. Fengsuo Zhou, ein Menschenrechtler aus China, kritisierte das Unternehmen dafür.

Von dieser politisch problematischen Entscheidung profitieren LinkedIn und Microsoft jedoch. Und das Wachstum der Plattform soll neben Nutzern Werbetreibende anlocken.

Neuer Algorithmus soll die Plattform diverser machen

Eine Problem bei LinkedIn bestand im Kontext des Engagements darin, dass sehr viele Aktionen in Zusammenhang mit wenigen Top Usern standen, deren Beiträge besondere Relevanz und Sichtbarkeit erlangt hatten. Mit dem neuen Algorithmus soll der Feed persönlicher werden und noch stärker die Interaktionen mit den Usern fördern. Dazu soll der aktuelle Claim beitragen:

People You Know, Talking About Things You Care About.

Das erhöhte Engagement, die stetig wachsenden Nutzerzahlen und das relativ einzigartige Business-Umfeld im Social Media-Bereich machen LinkedIn auch für Advertiser als Plattform immer interessanter. Daher setzt die Plattform zusehends auf neue Lösungen im Werbebereich. So gibt es nun monatlich Insights zu erfolgreicher Werbung im Format Ad Review, während LinkedIn Research Aufschluss über Zahlen zur Plattform gibt.

LinkedIn Insights zu Though Leadership, © LinkedIn

Darüber hinaus hat LinkedIn erst kürzlich seinen Campaign Manager überholt und mit drei neuen Kampagnenzielen ausgestattet. Neue Targeting-Optionen wie Lookalike Audiences waren bereits im März ausgerollt worden.

Die Kombination von wachsendem und insbesondere seriösem Umfeld – bei einer tendenziell kaufkräftigen Nutzergruppe – und innovativen Marketing-Optionen dürfte für verschiedene Marken von besonderem Interesse sein. Vor allem, da LinkedIn so global relevant ist. Und je mehr Werbetreibende sich für Ads bei der Plattform entscheiden, die das Engagement der User für sich nutzen wollen, desto mehr Umsatz wird Microsoft bei den nächsten Quartalszahlen für LinkedIn angeben können. Der Kreislauf eines erfolgreichen sozialen Mediums. Wie das die UX auf LinkedIn selbst langfristig beeinflussen wird, gilt es für die Nutzer zu beobachten.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.