Social Media Marketing

LinkedIn liefert neue Targeting-Optionen samt Lookalike Audiences

Das Karrierenetzwerk LinkedIn liefert hilfreiche neue Features fürs Targeting wie Bing-Suchdaten, Lookalike Audiences oder Audience Templates.

© LinkedIn

Mit LinkedIn hat sich ein international bedeutendes soziales Karrierenetzwerk etabliert, das für die Distribution von Content und Ads gewichtig ist. Dort finden Advertiser relevante Zielgruppen, weil diese nach Interessen und ihren Jobs segmentiert werden können. Nun liefert die Plattform drei neue Targeting-Optionen, die dank Insights von Bing oder voreingestellter Zielgruppen für mehr Effektivität der Werbung sorgen sollen.

Millionen Professionals mit dem richtigen Targeting erreichen

Bei LinkedIn finden sich inzwischen nach eigenen Angaben 610 Millionen Nutzer wieder, die gern als Professionals angeführt werden. Genau wegen der Informationen über ihre Jobs und auch berufliche Interessen sind diese User für Werbetreibende so interessant. Um diese gezielt zu erreichen, bedarf es ausgefeilten Targetings. Daher bietet LinkedIn selbst den Advertisern jetzt drei neue Funktionen, die dieses effektiv unterstützen können. Dabei handelt es sich um Lookalike Audiences, Audience Templates und die Integration von Bing-Suchdaten bei der Lösung Interest Targeting. Mit diesen Optionen sollen die Marketingaktivitäten bei LinkedIn gestärkt und der jeweilige ROI der Werbetreibenden erhöht werden.

Besonders die Lookalike Audiences dürften Marketer hellhörig werden lassen. Diese kombinieren die Anforderungen der Advertiser an ideale Zielgruppen mit der Datenbank der LinkedIn-Nutzer. So können Personen erreicht werden, die eindeutig den bestehenden Kunden ähneln. Das Unternehmen liefert im Blogpost drei Möglichkeiten, die die Lookalike Audiences bieten. Es lassen sich die Zielgruppen identifizieren, die ein hohes Engagment zeigen, etwa durch Likes oder Besuche der eigenen Seite, und damit wahrscheinlicher zu einer Conversion gebracht werden können. Weiterhin hilft das Feature, qualifiziertere potentielle Kunden zu finden. Im Test konnten Advertiser ihre Kampagnenreichweite um das Fünf- bis Zehnfache erhöhen und hatten dennoch Zugriff auf die hochqualitativen Zielgruppen, die für ihre Marke relevant sind.

We use lookalike audiences as one part of our strategy to drive lower funnel conversions. We were able to reach a highly relevant audience that generated more contacts and leads in a way that was profitable for our clients.

erklärt Harold Christensen, Digital Account Director von Labelium, zum Test.

Im Kontext von B2B Marketing können Werbetreibende mit Lookalike Audiences auch neue, noch nicht fokussierte Unternehmen als Ziel ihrer Ads integrieren. Dabei enstprechen die Unternehmen dann den idealen Kundengruppen ebenfalls.

Lookalike Audience bei LinkedIn (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © LinkedIn

Eine Lookalike Audience lässt sich erstellen, indem im Audience Manager eine Matched Audience erstellt wird. Hier können Listen mit Target Accounts oder CRM-Kontakte genutzt werden. Auch Zielgruppen, die deine Website besucht haben, sind für die Audience-Kreation vorgesehen.

Interest Targeting mit Bing-Daten verfeinern

Das Karrierenetzwerk hatte erst im Januar die Lösung Interest Targeting vorgestellt. Hiermit sollen User erreicht werden, die für die jeweilige Kampagne relevante Interessen aufweisen. Diese werden durch Content, den sie auf LinkedIn teilen, liken usw. ermittelt. Ergänzt wird dieses Interest Targeting nun um Daten aus Microsofts Suchmaschine Bing. Dadurch werden die Zielgruppen noch detaillierter analysiert. Denn nun werden durch das Verhalten auf LinkedIn vermittelte Interessen außerdem mit Interessen kombiniert, die sich aus Suchanfragen und Content ergeben, mit denen die entsprechenden Nutzer bei Bing in Berührung kommen. Dabei soll jedoch die Datensicherheit dieser Nutzer streng überwacht werden.

Interest Targeting ist ein relevanter Faktor bei LinkedIn, © LinkedIn

Audience Templates helfen beim Start neuer Kampagnen

Wer bei LinkedIn wirbt, sich aber noch nicht völlig im Klaren darüber ist, welche Zielgruppe optimal für die Kampagne ist, kann mit Audience Templates auf ein Feature zurückgreifen, das Abhilfe schafft. Immerhin liefert dieses vorerst 20 – weitere sollen folgen – voreingestellte B2B-Zielgruppen, die für die Ad ausgewählt werden können.

Audience Templates bieten voreingestellte Zielgruppenoptionen, (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © LinkedIn

Bei diesen Zielgruppen werden Charakteristika wie Gruppen und Jobtitel oder angegebene Skills der User berücksichtigt. Diese können mit einem Klick angewählt werden, wenn sie für die Kampagne relevant sind. Auf diese Weise möchte LinkedIn den Advertisern Zeit beim Setup der Kampagnen ersparen. In den kommenden zwei Wochen sollen die neuen Targeting-Optionen für alle Marketer bei LinkedIn verfügbar gemacht werden. Wer mehr über starkes Targeting und Marketing überhaupt auf LinkedIn erfahren möchte, kann auch auf das ausführliche E-Book des Unternehmens zurückgreifen.

Jedenfalls unterscheiden sich Netzwerke wie XING und LinkedIn von Facebook und Instagram und bieten Marketern, gerade im Bereich B2B, ganz eigene Möglichkeiten, um qualifizierte und wertvolle Zielgruppen zu erreichen, die weniger bloß Engagement, als vielmehr auch Conversions und eine längerfristige Markenbindung versprechen.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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