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Spotify erreicht neues Level im Audio-Marketing

Spotify erreicht neues Level im Audio-Marketing

Niklas Lewanczik | 18.02.22

Mit der Übernahme von Podsights und Chartable zementiert Spotify die eigene Rolle als zentrale Anlaufstelle für das Audio-Marketing – und dürfte noch mehr Advertiser für Podcasts gewinnen können.

Bei den Worten Audio und Podcast dürfte vielen Menschen zuerst Spotify in den Sinn kommen. Das schwedische Streaming-Unternehmen dominiert den Markt, muss sich aber gegen die erstarkende Konkurrenz durch Apple Music und Apple Podcast, Amazon Music, YouTube Music (und in China Tencent Music und NetEase) behaupten. Dennoch hat Spotify laut MIDiA Research zuletzt 31 Prozent Marktanteil weltweit bei Abonnements für Streaming-Dienste aufweisen können. Das ist mit Abstand der größte Anteil.

Diese starke Stellung möchte Spotify nutzen, um Werbetreibende für sich zu gewinnen. Seit 2020 ist das Werben in der Playlist dank des Ad Studios in Deutschland möglich, vergangenes Jahr launchte das Business auch die Podcast Ads hierzulande. Immer neue Werbeoptionen und die Marktmacht Spotifys machen das Unternehmen für Audio-Advertiser zu einer kaum zu vernachlässigenden Option. Dementsprechend konnte Spotify den eigenen Umsatz im vierten Quartal 2021 nicht zuletzt aufgrund starker Entwicklungen bei den Ads deutlich steigern. Der Werbeumsatz sprang im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 394 Millionen Euro. Nun hat der Streaming-Dienst zwei Unternehmen übernommen, die die Vormachtstellung im Audio-Marketing-Bereich weiter ausbauen könnten.

Mit Podsights und Chartable zu besseren Ad-Optionen für Advertiser bei Spotify

In einem Blogpost gibt Spotify die Übernahmen der Unternehmen bekannt. Mit Podsights übernimmt man ein relevantes Business für das Podcast Advertising Measurement. Zusätzlich kauft Spotify mit Chartable eine für die Branche wichtige Analytics-Plattform samt diverser Insights Tools, Chartable. Die Zukäufe stellt das Unternehmen auch in den Kontext des wachsenden Audiowerbemarkts. Dieser soll laut eMarketer allein in den USA bis 2025 auf acht Milliarden US-Dollar anwachsen.

Und damit Werbetreibende diesen Kanal nicht nur für sich nutzen, sondern dabei auf den schwedischen Streaming-Dienst zurückgreifen – der aufgrund der Joe Rogan/Neil Young-Affäre jüngst in die Kritik geraten ist und mit Image-Problemen zu kämpfen hat –, bietet Spotify diesen eine umfassende Ad Experience. Denn die Advertiser können etwa dank Podsights im Detail nachvollziehen, welche Interaktionen der Hörer:innen der Werbung durch diese hervorgerufen wurden. Und diese Daten lassen sich dediziert auslesen und verwerten. Sie sollen zunächst für den Podcast-Bereich, später aber ebenso für Audio-Ads im Musik-Kontext, für Video-Ads und für Display Ads zur Verfügung stehen.

Noch mehr Optionen, um auf Insights und Promotion Tools zuzugreifen, erhalten Werbetreibende durch die Kombination von Chartables Angebot und den Services, die das 2020 von Spotify übernommene Megaphone bietet. Mit Tools wie SmartLink und SmartPromos etwa sollen auch die Publisher besser versorgt werden, sodass sie anhand ihrer Insights die Zahl der Zuhörer:innen erhöhen können.

Spotifys Ökosytem rund um Podcast- und Audio-Angebote, Werbung und Insights in diesem Bereich und die Zusammenführung von Advertisern, Publishern und Usern wächst stetig weiter. So konnte das Streaming-Unternehmen im Herbst 2021 auch Platz eins bei der Buzzsprout-Analyse einnehmen, die sich auf die Podcast-Hörerschaft bezog. Die Untersuchung zeigte, dass etwas mehr als ein Drittel (31,7 Prozent) aller Podcasts über den schwedischen Streaming-Dienst gehört wurden. Im August 2021 generierte Spotify nahezu 25 Milliarden Podcast Downloads.

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