Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Cases
Musik-Streaming-Markt im Wandel: Ist Spotify auf dem absteigenden Ast?

Musik-Streaming-Markt im Wandel: Ist Spotify auf dem absteigenden Ast?

Caroline Immer | 24.01.22

Ein Report enthüllt neueste Entwicklungen auf dem Markt der Musik-Streaming-Dienste. Während Branchenprimus Spotify Verluste verzeichnet, sorgen vor allem neue Player für erstaunlichen Erfolg.

Der Musik-Streaming Markt boomt: Wie ein Report von MIDiA Research zeigt, lag die Zahl der Musikabonnent:innen weltweit am Ende des zweiten Quartals 2021 bei 523,9 Millionen. Das sind ganze 109,5 Millionen mehr als noch ein Jahr zuvor, was einem Wachstum von 26,4 Prozent entspricht. Verantwortlich für diesen Erfolg sind nicht nur die großen Streaming-Plattformen.

Spotify auf Platz eins – trotz stetiger Verluste

Den größten Marktanteil unter den Musik-Streaming-Diensten hat, kaum verwunderlich, nach wie vor Spotify mit 31 Prozent. Dieser scheint jedoch langsam, aber sicher zu schrumpfen. So lag Spotifys Anteil in Q2 2020 noch bei 33 Prozent, und im zweiten Quartal 2019 sogar bei 34 Prozent.

© MIDiA Research

Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass Spotify seine hohe Stellung in naher Zukunft verliert. Apple Music liegt mit gerade einmal 15 Prozent noch weit hinter der Konkurrenz auf dem zweiten Platz der Musikplattformen. Darüber hinaus konnte Spotify in den zwölf Monaten vor Q2 2021 mehr Abonnent:innen dazugewinnen als jeder andere Digital Service Provider (DSP).

YouTube Music: Ein Hit bei jüngeren Generationen

In Sachen Wachstum haben andere Dienste die Nase vorn. So konnte etwa Amazon Music ein Wachstum von 25 Prozent verzeichnen – im Vergleich zu 20 Prozent bei Spotify. Ein noch größerer Zuwachs lässt sich zum zweiten Jahr in Folge bei YouTube Music beobachten. Die Plattform konnte innerhalb von zwölf Monaten ein Wachstum von starken 50 Prozent verzeichnen und als einziger DSP ihren Marktanteil in diesem Zeitraum vergrößern. Mitverantwortlich für den Erfolg von YouTube Music ist seine Beliebtheit bei der Generation Z sowie jüngeren Millenials. Insbesondere jene Zielgruppen sollte Spotify im Auge behalten, um mit dem Wachstum der Konkurrenz mithalten zu können.

Aufschwung durch Emerging Markets

Erstaunlichen Erfolg verzeichnen außerdem Dienste, die sich hierzulande noch keinen großen Namen gemacht haben. Tencent Music Entertainment und NetEase Cloud Music konnten zwischen Q2 2020 und Q2 2021 zusammen 37,5 Millionen neue Abonnent:innen dazugewinnen. Beide Dienste sind nur in China verfügbar. Auch die aus Russland stammende Plattform Yandex weist einen Marktanteil von immerhin zwei Prozent auf und konnte ihre Abonnent:innen verdoppeln.

Eine weitere zu beobachtende Entwicklung ist die starke Zunahme von Non-DSP Streaming, worunter unter anderem TikTok fällt. Der Anteil von bis zu einem Drittel des gesamten Streaming-Umsatzes beim Non-DSP Streaming deutet auf einen sich diversifizierenden Markt hin.

Erfahre im kostenlosen Webinar am 26.01.2022, wie du den Covid-19-Impf-, Genesenen- und Teststatus deiner Mitarbeiter einfach und sicher erfassen kannst! Informiere dich jetzt! Zur Anmeldung

Kommentare aus der Community

Michael am 27.01.2022 um 16:58 Uhr

Musik hin Musik her, irgendwann ist bei jedem Verbraucher die Belastungsgrenze erreicht.
Ich nutze lieber die Streaming Apps die fast zu 100% frei sind.
Wenn schon bezahlen dann nehme ich die Eierlegendewollmilchsau von Amazon Prime.
Wir wollen doch mal ganz ehrlich sein 80% hören aus meiner Erfahrung nur ihre Lieblings Titel und das sind in etwa gerade mal 50. Wenn man das aufs Jahr hochrechnet da ist der Kauf von CDs weit aus Billiger

Antworten
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*