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Disney+ wird deutlich teurer – und gibt Startdatum für werbefinanziertes Abo bekannt

Disney+ wird deutlich teurer – und gibt Startdatum für werbefinanziertes Abo bekannt

Niklas Lewanczik | 11.08.22

Für Ende des Jahres hat Disney+ den Start des geplanten werbegestützten Abonnementmodells angekündigt. Erfahre, wie viel es kostet, wie hoch der Preis für den Premium Account ausfällt und wo die Wahl zwischen den Modellen überhaupt möglich ist.

Es ist die nächste bittere Pille, die Streaming Fans schlucken müssen: Disney+ wird das Abonnementmodell, bei dem Nutzer:innen keine Werbung sehen, deutlich teurer machen. Gleichzeitig bietet Disney dann aber das schon seit Monaten öffentlich diskutierte werbefinanzierte Modell an, welches eine günstigerer Alternative darstellt. Dabei ist dieses neue Modell nur im Kontext der Preiserhöhung für den Premium Account eine günstigere Alternative. Denn der Preis für das werbegestützte Modell wird bei 7,99 US-Dollar pro Monat liegen – das ist so viel wie das Abonnement aktuell auch ohne Werbung kostet.

Nach Netflix und Amazon Prime: Disney+ erhöht Abonnementkosten

Streaming wird für die Nutzer:innen immer teurer. Zum einen, weil es eine immer größere Zahl an Streaming-Diensten gibt, die mit exklusiven und originären Inhalten locken. Ab Ende 2022 wird beispielsweise auch Paramount+ in Deutschland zur Verfügung stehen und mit Amazon Prime Video, Netflix, Disney+, WOW und Co. konkurrieren. Zum anderen, da viele Streaming-Dienste zuletzt ihre Preise erhöht haben. Netflix zog diese 2021 an, Amazon Prime kündigte kürzlich eine drastische Preiserhöhung für das gesamte Prime-Paket an. Und jetzt folgt Disney+.

Ab dem 8. Dezember 2022 wird der Premium Account (das bisher bekannte Modell ohne Werbung) in den USA 10,99 US-Dollar statt wie bisher 7,99 US-Dollar monatlich kosten. Damit steigert der Dienst den Preis immens; diese Entwicklung war jedoch ab dem Moment absehbar, in dem Disney mit der Einführung einer kostengünstigeren und werbegestützten Abonnementoption geliebäugelt hat. Der 8. Dezember markiert auch das Datum, an dem die neue werbefinanzierte Option an den Start geht – zunächst jedoch nur in den USA. Diese wird 7,99 US-Dollar monatlich kosten, also ebenso viel wie das Standardabonnement derzeit. Kareem Daniel, Vorsitzender der Disney Media & Entertainment Distribution, erklärt auf dem offiziellen Blog der Walt Disney Company:

With our new ad-supported Disney+ offering and an expanded lineup of plans across our entire streaming portfolio, we will be providing greater consumer choice at a variety of price points to cater to the diverse needs of our viewers and appeal to an even broader audience. Disney+, Hulu, and ESPN+ feature unparalleled content and viewing experiences and offer the best value in streaming today, with over 100,000 movie titles, TV episodes, original shows, sports and live events collectively.

Die Kostenübersicht für Disney+, Hulu und ESPN.
Die Kostenübersicht für Disney+, Hulu und ESPN, © Walt Disney Company

Auch für die US-Angebote von Hulu und ESPN werden die Preise erhöht. Die Angaben zur Preiserhöhung und zum neuen werbefinanzierten Abonnementmodell für Disney+ beziehen sich derzeit nur auf die USA. Disney+-Nutzer:innen in Deutschland, die aktuell 8,99 Euro monatlich für den Dienst zahlen müssen, könnten vorerst von der Preiserhöhung verschont bleiben. Allerdings haben sie auch noch keinen Zugriff auf die günstigere Abonnementvariante. Dass diese auch nach Deutschland kommt, einhergehend mit der Preiserhöhung für den Premium Account, ist womöglich aber nur eine Frage der Zeit.

So viel Werbung könnte im Abonnementmodell mit Ads pro Stunde ausgespielt werden

Entscheiden sich Nutzer:innen für das vergünstigte Disney+-Modell mit Ads, müssen sie mit vier Minuten Werbung pro Stunde rechnen. Das hatte das Unternehmen vor einigen Monaten gegenüber dem Wall Street Journal bestätigt. An Kinder im Vorschulalter soll jedoch keine Werbung ausgespielt werden, währen Disney darauf achtet, die Werbeinhalte insgesamt streng zu kuratieren.

Disneys Streaming-Dienst ist trotz großer Konkurrenz sehr populär und konnte im Mai 2022 bereits 137,7 Millionen zahlende User aufweisen – 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch in Deutschland erfreut sich der Dienst großer Beliebtheit. Nach Angaben von JustWatch lag er im ersten Quartal 2022 mit 18 Prozent Marktanteil nicht allzu weit hinter Amazon Prime Video und Netflix. Dabei gilt es zu bedenken, dass Disney+ erst im März 2020 in Deutschland startete. Inzwischen überzeugt der Streaming-Dienst mit dem Angebot von Filmreihen wie Star Wars und den Marvel-Filmen sowie Serien wie Only Murders in the Building, The Walking Dead oder The Mandalorian. Darüber hinaus gibt es sämtliche Disney- und Pixar-Filme sowie Inhalte von National Geographic und Co.

Wer angesichts der steigenden Preise bei diversen Streaming-Diensten nach günstigen Alternativen sucht, muss künftig wohl in den sauren Apfel beißen und ein Modell mit Werbung wählen. Ein solches plant auch Netflix noch für 2022. Amazon Prime hingegen bietet neben Prime Video inzwischen auch Freevee in Deutschland an, das gänzlich kostenlos ist. Werbung wird aber auch auf dieser Plattform gezeigt.

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