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Disney+ denkt über günstigeres Abo mit Ads nach

Disney+ denkt über günstigeres Abo mit Ads nach

Niklas Lewanczik | 04.03.22

Im hart umkämpften Streaming-Markt hat sich Disney+ inzwischen etabliert. Doch um mehr User und Einnahmen zu generieren, könnte ein günstigeres Abonnement eingeführt werden – das jedoch Werbung beinhaltet.

Als Disney vor wenigen Jahren einen eigenen Streaming-Dienst ankündigte, war kaum zu erwarten, dass dieser den Platzhirschen Netflix und Amazon Prime Video so schnell so starke Konkurrenz machen würde. Inzwischen ist Disney+ hinsichtlich des Marktanteils in Deutschland nah an die beiden etablierten Dienste herangerückt – und weist laut JustWatch ein besonders starkes Wachstum auf. In Deutschland müssen User 8,99 Euro, in den USA 7,99 US-Dollar für den Streaming Service zahlen. Doch der Abonnementpreis könnte künftig sogar sinken. Denn Disney+ denkt über die Einführung von Werbung nach.

Disney+ mit anderem Modell als Netflix: Kommt bald auch Werbung dazu?

Entertainment-Unternehmen wie Warner Media und Paramount Global bieten in den USA werbegestützte Abonnements für ihre Streaming-Dienste an. Davon berichtet Jessica Toonkel bei The Information. Sie schreibt, dass Disney+, zunächst in den USA, ebenfalls ein solches Modell als günstigere Alternative zum Standardabonnement anbieten könnte. Eine mit der Entwicklung dieser Option vertraute Person hatte die Informationen mit dem Publisher geteilt, der des Öfteren Insights aus der Tech-Welt publik macht. Disney selbst hat zu den möglichen Plänen noch nicht offiziell Stellung bezogen.

Anders als etwa Netflix bietet Disney für den eigenen Streaming-Dienst bisher nur eine Abonnementoption an. Statt verschiedener Preismodelle, die sich auf die Streaming-Qualität und die Anzahl der gleichzeitig möglichen Streams auf verschiedenen Geräten bezieht, möchte Disney+ womöglich User mit günstigeren Preisen locken. Diese müssten jedoch gegenfinanziert werden, weshalb die Einbindung von Werbung im Gespräch ist. Wie diese eingebettet würde, ist noch unklar. Vorstellbar ist dabei, dass ähnlich wie bei Amazon Prime vor dem Start von Filmen und Serien Ads eingespielt werden. Auch die Integration von Werbebannern in der App könnte lukrativ sein.

Millionenpublikum als Chance für Advertiser

Nicht nur für Disney+ hätte die Einführung von Werbung Vorteile. Auch diverse Brands und Advertiser könnten die Plattform und damit neues und populäres Inventar nutzen, um ihre Botschaften an eine große Zielgruppe auszuspielen. Immerhin hat Disneys Streaming-Dienst stetig und rasch an Bezahlkund:innen zugenommen. Der Dienst war erst Ende 2019 gestartet, zunächst nur in den USA. Schon nach fünf Monaten aber waren über 50 Millionen Bezahlabos abgeschlossen worden, Anfang 2021 waren es bereits rund 95 Millionen. Inzwischen verzeichnet Disney+ laut dem jüngsten Quartalsbericht der Walt Disney Company 129,8 Millionen zahlende User.

Ob das Unternehmen tatsächlich eine werbefinanzierte Version des Streaming Service einführt, bleibt unterdessen unklar. Auch Netflix hatte vor Jahren mit Werbung experimentiert, allerdings nur für eigene Inhalte. Das Feedback fiel negativ aus. Um aber im Wettbewerb mit Netflix, Amazon Prime Video und Co. noch besser abzuschneiden, könnte sich ein werbegestütztes Abomodell für Disney lohnen. Finanziell wäre es ohnehin eine verlockende Variante für User wie für das Unternehmen. Fraglich bleibt, ob eine Integration gelingen kann, die die Experience nicht zu sehr beeinträchtigt.

Auch ohne eine günstigere und werbefinanzierte Alternative dürfte sich Disney+ aber international als einer der relevantesten Streaming-Dienste halten. Denn der Service bietet exklusiv jegliche Disney- und Pixar-Filme an, darüber hinaus auch sämtliche Inhalte aus dem Star Wars-Universum und alle Marvel-Filme und -Serien. Zudem liefert der Dienst zahlreiche Dokumentationen (etwa von National Geographic), Serien und Filme.

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