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Triller verbannt Content von QAnon-Anhängern
© Solen Feyissa - Unsplash

Triller verbannt Content von QAnon-Anhängern

Nadine von Piechowski | 14.10.20

Auch der TikTok-Konkurrent entfernt jetzt Inhalte, die mit der Verschwörungsgruppe QAnon in Verbindung stehen.

Die Kurzvideo-App Triller löscht jeglichen Content der Verschwörungsgruppe QAnon. Dies teilte ein Sprecher der App dem Online-Magazin Insider mit. Triller CEO Mark Lu sagte gegenüber dem News-Portal:

We are a platform that believes in freedom of speech, expression, open discussion and freedom of opinion, however when the government classifies something as a terrorist threat we must take action to protect our community.

Triller folgt damit dem Beispiel von zahlreichen anderen Social-Media-Plattformen, die die Inhalte der Verschwörungsgruppe verbannten. So löschten bereits Twitter und Facebook derartigen Content. Auch TikTok – der direkte Konkurrent der Kurzvideo-App – schränkte bereits die Reichweite der Gruppe und dazugehöriger Hashtags ein.

QAnon-Verschwörungstheoretiker waren vermehrt auf Triller vertreten

Nachdem die QAnon-Anhänger ihren Content nicht mehr auf TikTok und Co. verbreiten konnten, fluteten die Inhalte der Verschwörungsgruppe Triller. Ryan Kavanaugh, Hauptanteilseigner der Kurzvideo-App, sagte erst kürzlich gegenüber der New York Times, dass Triller keinerlei Intention hätte, derartigen Content zu entfernen. Kavanaugh erklärte:

[…] if it’s not illegal, if it’s not unethical, it doesn’t harm a group, and it’s not against our terms of service, we’re not going to filter or ban it.

Nun scheint sich die Lage geändert zu haben. Die hanebüchenen Theorien der Verschwörungsgruppe führten in der Vergangenheit bereits zu einer Schießerei in einer Pizzeria und zu mehreren Gewalttaten.

Fraglich ist, was US-Präsident Donald Trump über den QAnon-Bann auf Triller hält. Schließlich wird dem Staatsoberhaupt immer wieder eine gewisse Nähe zu der Verschwörungsgruppe zugeschrieben. Nach dem Streit um das Verbot von TikTok in den USA und einem Konflikt mit Twitter, wendete sich Trump vermehrt über Triller an seine Follower.