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Social Media Marketing
Twitter blockiert Aktivitäten der Verschwörungsgruppe „QAnon“
© Yucel Moran-Unsplash

Twitter blockiert Aktivitäten der Verschwörungsgruppe „QAnon“

Nadine von Piechowski | 22.07.20

Wie bereits angekündigt geht Twitter nun entschiedener gegen Verschwörungstheorien vor und sperrt alle Accounts der Trump-nahen „QAnon"-Bewegung.

Twitter bleibt bei der Durchsetzung der eigenen Richtlinien weiterhin konsequent. Nachdem bereits Tweets von Trump markiert und gelöscht wurden, blockiert die Plattform nun alle Aktivitäten der „QAnon“-Bewegung. Dies verkündete das Social-Media-Unternehmen in einem Tweet:

Accounts, die ihre Zugehörigkeit zu der Gruppe offen kommunizieren und Verschwörungstheorien verbreiten, sperrt Twitter ab sofort. Es handelt sich dabei um ungefähr 150.000 Profile.

Twitter geht härter gegen die Verbreitung von Verschwörungstheorien vor

Twitter kündigte bereits an, stärker gegen die Verbreitung von Verschwörungstheorien vorzugehen. Denn laut des Konzerns könnte diese einen gefährlichen Einfluss auf die Menschen in der realen Welt haben. Daher entschied sich Twitter dazu, künftig alle Konten zu löschen, die Theorien der Gruppe „QAnon“ posten. Diese würden der Plattform zufolge gegen die Multi-Account-Richtlinien verstoßen. Des Weiteren würden derartige Accounts so handeln, dass einzelne User dabei zu Schaden kommen könnten. Die Posts der Verschwörungsgruppe sollen in Zukunft nicht mehr in den Twitter-Empfehlungen oder den Trends angezeigt werden, was deren Reichweite enorm einschränken könnte. Zusätzlich blockiert Twitter alle externen Homepages mit Inhalten der „QAnon“-Gruppe.


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„QAnon“-Theorie führte bereits zu einer Schießerei in Washington

Die „QAnon“-Bewegung entstand ursprünglich auf der Web-Plattform 4Chan. Ein User, der sich „Q“ nannte, verbreitete auf dem Imageboard im Oktober 2017 Verschwörungstheorien über die US-Politikerin und damalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. „Q“ behauptete, dass Clinton einen Kinderpornographie-Ring in einer Washingtoner Pizzeria leiten würde. Diese hanebüchenen Anschuldigungen führten sogar dazu, dass ein Mann den besagten Laden mit einer Waffe stürmte und um sich schoss. Um den User „Q“, der die Verschwörungstheorie in die Welt gesetzt hatte, entstand ein regelrechter Kult. Das „Anon“ im Gruppennamen ist eine Abkürzung für „anonym“, was alle User der Plattform 4Chan sind.

„QAnon“: Die Verschwörungsgruppe zeigt sich auf Trump-Veranstaltungen

Den Verschwörungstheoretikern wird immer wieder eine gewisse Nähe zu Trump nachgesagt. Denn auf Veranstaltungen des US-Präsidenten sind mehrfach Anhänger der Gruppe zu sehen gewesen. Auch übernahm Trump teilweise die Theorien von „QAnon“ teilweise für seinen Wahlkampf. Dass Twitter nun sämtliche Aktivitäten der Verschwörungsgruppe blockiert, könnte der US-Präsident als erneute Provokation auffassen. Schließlich ist das Verhältnis zwischen dem Staatsoberhaupt und Twitter in den vergangenen Monaten angespannt. Trump kündigte an, gegen die Social-Media-Unternehmen vorgehen zu wollen und deren Rechte einzuschränken.

Die neuen Maßnahmen gegen „QAnon“ sollen im Laufe dieser Woche noch durchgesetzt werden. Twitter will unterdessen den Content auf der eigenen Plattform weiterhin prüfen und gegebenenfalls Richtlinien für die Begrenzung von Hate Speech und Desinformationen einführen.

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