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Microsoft Q2-Zahlen: Durchwachsene Ergebnisse inmitten von OpenAI-Milliardeninvestitionen und angekündigten Entlassungen
Microsoft-Zentrale in Schwabing, © Microsoft

Microsoft Q2-Zahlen: Durchwachsene Ergebnisse inmitten von OpenAI-Milliardeninvestitionen und angekündigten Entlassungen

Larissa Ceccio | 25.01.23

Im zweiten Quartal machte Microsoft einen Umsatz von 52,7 Milliarden US-Dollar. Damit verfehlte das Unternehmen die Erwartungen. Diese Ankündigung erfolgt inmitten von Plänen, 11.000 Mitarbeiter:innen zu entlassen.

Zuerst Amazon, dann Microsoft und schließlich Google: Bereits seit vergangenem Jahr machen die größten Unternehmen der Tech-Branche durch erhebliche Entlassungen auf sich aufmerksam. Im Fall Microsoft verkündete der Tech-Konzern kürzlich, in naher Zukunft womöglich rund fünf Prozent der globalen Belegschaft zu entlassen, da sich das Unternehmen bereits auf schwache Leistungsergebnisse im zweiten Quartal und in den folgenden vorbereitet. Es stellte sich heraus, dass die Ergebnisse für das am 31. Dezember 2022 endende Quartal im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des vorangegangenen Geschäftsjahres, wie erwartet, durchwachsen für Microsoft ausfielen. Da die Geschäftsjahre bei Microsoft am 1. Juli beginnen, geht das vierte Quartal eines Geschäftsjahres jeweils am 30. Juni zu Ende.

Der Tech-Konzern erwirtschaftete einen Umsatz von 52,7 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, aber leicht hinter den von Analyst:innen erwarteten 52,9 Milliarden US-Dollar zurückbleibt. Die Gewinne gingen um zwölf Prozent auf 16,4 Milliarden US-Dollar zurück, ein Trend, der sich laut Prognosen das ganze Jahr über fortsetzen könnte.

Die wichtigsten Microsoft-Ergebnisse für das zweite Quartal im Überblick

  • Der Umsatz lag bei 52,7 Milliarden US-Dollar (plus zwei Prozent) 
  • Das Betriebsergebnis betrug 20,4 Milliarden US-Dollar nach GAAP und 21,6 Milliarden US-Dollar nach Non-GAAP (minus acht Prozent beziehungsweise minus drei Prozent)
  • Der Nettogewinn belief sich auf 16,4 Milliarden US-Dollar nach GAAP und 17,4 Milliarden US-Dollar nach Non-GAAP (minus zwölf Prozent beziehungsweise minus sieben Prozent)
  • Der verwässerte Gewinn pro Aktie betrug 2,20 US-Dollar nach GAAP und 2,32 US-Dollar nach Non-GAAP (minus elf Prozent beziehungsweise minus sechs Prozent)

Microsofts Q2: Cloud-Geschäft steigt und PC-Sparte sinkt weiterhin

Trotz des schwächelnden PC-Marktes ist Microsoft seit Jahren stark von den Cloud-Einnahmen abhängig, und das vermutlich auch weiterhin. Der Umsatz des Cloud-Geschäfts stieg laut aktueller Quartalszahlen gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 21,5 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz der More Personal Computing-Sparte von Microsoft, die Windows, Xbox und PC Hardware umfasst, fiel im Jahresvergleich um 19 Prozent und erreichte 14,2 Milliarden US-Dollar. Das ist die direkte Folge des Abschwungs auf dem PC-Markt. Das Unternehmen sagt, dass die Windows-Einnahmen für Hersteller:innen um 39 Prozent zurückgegangen sind, während Xbox-Inhalte und -Dienste ebenfalls um zwölf Prozent zurückgegangen sind. Der Geräteumsatz fiel ebenfalls um 39 Prozent – unter anderem, weil Surface-Geräte im vergangenen Weihnachtsgeschäft weniger Umsätze als erhofft brachten.

Inmitten von Kündigungen und verfehlter ökonomischer Ziele: Microsoft investierte Milliarden in KI-Systeme

„Trotz verfehlter Umsatzziele und der geplanten Entlassungen investiert Microsoft weitere Milliarden US-Dollar in OpenAI, das Unternehmen hinter der revolutionären Sprach-KI ChatGPT.“ Erst kürzlich hatte Microsoft CEO Satya Nadella bestätigt, dass das populäre KI-Tool ChatGPT in Microsofts Azure OpenAI Service integriert wird. Zudem überlegt der Tech-Konzern Berichten zufolge, das derzeit hochpopuläre Tool in die eigene Suchmaschine Bing zu integrieren, um Google mehr Konkurrenz zu machen. Des Weiteren könnte Microsoft ChatGPT auch in Office-Anwendungen wie Word und sogar Outlook integrieren.


Das Unternehmen OpenAI hat die Erweiterung der Zusammenarbeit mit Microsoft bekanntgegeben. Im Rahmen der Kooperation soll ChatGPT in verschiedene Microsoft-Dienste integriert werden. Der Vertrag läuft mehrere Jahre und ist Milliarden US-Dollar schwer.

ChatGPT im Fokus: OpenAI und Microsoft erweitern milliardenschwere Kooperation

© OpenAI

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