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Technologie
Bringt Microsoft ChatGPT zu Word, PowerPoint und Outlook?
Microsoft-Zentrale in Schwabing, © Microsoft

Bringt Microsoft ChatGPT zu Word, PowerPoint und Outlook?

Larissa Ceccio | 09.01.23

Microsoft möchte womöglich die Chatbot-Technologie von OpenAI zu Word- und E-Mail-Anwendungen hinzufügen. Im Artikel erfährst du, welche Chancen und Risiken sich daraus für Marketer ergeben.

Diese Entwicklung könnte verändern, wie mehr als eine Milliarde Menschen Dokumente, Präsentationen und E-Mails schreiben! Microsoft soll laut Angaben von The Information kürzlich die Integration der künstlichen Intelligenz von OpenAI in Word, PowerPoint, Outlook und andere Apps diskutiert haben. Office-Kund:innen sollen so Texte mithilfe einfacher Eingabeaufforderungen automatisch generieren können.

Bing soll mithilfe von ChatGPT der Google-Suche Konkurrenz machen

Seit kurzem erst kursiert das Gerücht, dass eine neue Bing-Version mit ChatGPT die Suchmaschine revolutionieren soll.

ChatGPT ist ein KI-Chatbot, der auf menschliche Texteingaben reagieren kann und diese möglichst natürlich beantwortet. Der Chatbot kann vielerlei Texte und sogar Codes ausgeben und die New York Times schreibt der KI sogar „Brilliance and Weirdness“ zu. Zwar funktioniert die Technologie bereits erstaunlich gut, produziert jedoch nicht immer korrekte Inhalte. Google attestiert ihr beispielsweise Voreingenommenheit, einen Mangel an Sachlichkeit und weist auf die Neigung von Chatbots hin, Informationen einfach zu erfinden. ChatGPT steht derzeit allen für Testzwecke offen.

Das neue Bing soll mithilfe der Sprach-KI Suchanfragen direkt im Dialog beantworten, statt nur informative Links dazu auszuspielen. Microsoft hat bereits zuvor in das Mutterunternehmen von ChatGPT investiert. Jetzt berichtet The Information, dass Microsoft sogar noch größere Pläne für das KI-Tool hat. Unter Berufung auf verschiedene Quellen behauptet der US Publisher, dass das Tech-Unternehmen derzeit Gespräche über eine etwaige Integration von ChatGPT-Funktionen in Word, PowerPoint, Outlook und anderen Apps führt, „damit Kund:innen mithilfe einfacher Eingabeaufforderungen automatisch Text generieren können.“ Diese Bemühungen folgen einer verwandten – und anscheinend ins Stocken geratenen oder erfolglosen – Anstrengung, KI-Tools zum Erstellen von E-Mails und Dokumenten unter Verwendung der OpenAI-Modelle für maschinelles Lernen hinzuzufügen, auf denen ChatGPT ebenfalls basiert.


Die Sprach-KI ChatGPT ist seit Wochen in aller Munde und lässt sich für diverse Marketing- und Business-Zwecke einsetzen. Wir zeigen dir in unserem Artikel auf OnlineMarketing.de, wie du die KI für deine SEO-Aktivitäten nutzen kannst. Außerdem haben wir mit Michael Witzenleiter von Conversion Maker über das leistungsstärkste KI-Sprachsystem aller Zeiten gesprochen. Seine Insights und Aussagen kannst du in einem weiteren Artikel auf OnlineMarketing.de nachlesen.

© OpenAI

Microsoft arbeitet bereits seit 2 Jahren mit OpenAI zusammen

Microsoft investierte bereits im Juli 2019 etwa eine Milliarde US-Dollar in OpenAI, um beim Aufbau von künstlicher allgemeiner Intelligenz (AGI) zu unterstützen, was auf einen langfristigen Plan zur Integration von KI des Unternehmens hinweist. Doch diese ambitionierten Ziele Microsofts werden nicht leicht zu erreichen sein. Bereits seit mehr als einem Jahr arbeiten die Ingenieur:innen und Forscher:innen von Microsoft daran, personalisierte KI-Tools zum Verfassen von E-Mails und Dokumenten zu entwickeln, indem sie die maschinellen Lernmodelle von OpenAI auf die privaten Daten von Kund:innen anwenden, erklärte eine andere Person mit direkter Kenntnis des Plans. Ingenieur:innen sollen Methoden entwickeln, um diese Modelle mit den Kund:innendaten zu trainieren. Die KI-gestützten Schreib- und Bearbeitungs-Tools laufen jedoch Gefahr, Nutzer:innen abzuschrecken, wenn diese Funktionen Fehler begünstigen würden.

Potenziale und Risiken für Microsoft User und Marketer

Für Marketer und Microsoft-Nutzer:innen allgemein birgt diese Entwicklung Chancen, aber gleichzeitig auf Wagnisse. Workflows dürften beispielsweise aufgrund der Automatisierungsoptionen durch die Sprach-KI in Microsoft-Anwendungen optimiert und verschnellert werden. Doch die Nutzung von ChatGPT setzt bei einer Anwendung im Business-Kontext eine manuelle Prüfung voraus. Andernfalls bestünde womöglich die Gefahr, inhaltlich und formell inkorrekte Texte in Umlauf zu bringen. Dadurch ergibt sich, dass Aufgaben statt wie erhofft schneller sogar langsamer als ohne KI-Tool umgesetzt werden, weil die Inhalte erst gegengeprüft werden müssen. Ein weiterer bedenklicher Umstand ist, dass heutige KI-Funktionen den einfacheren Technologien, die Microsoft vor etwa 20 Jahren für Clippy und andere Office-Assistent:innen implementierte, weit voraus sind – und viele Office-Kund:innen erinnern sich immer noch daran, wie kompliziert und unwillkommen die damals neue Funktionalität war. Einige befürchten, dass eine Integration von ChatGPT in Microsoft Tools die damaligen Probleme replizieren und sogar neue Herausforderungen wie Schreibfehler hervorrufen könnte. Solche Probleme bestehen schon jetzt bei dem Tech-Unternehmen: Die Microsoft-Editor-Technologie, die in Office und im Web verwendet wird, schneidet schlechter ab als überlegene Lösungen wie Grammarly.

Eine Entscheidung Microsofts für die Einführung von ChatGPT in Office-Programme und Bing könnte Teil größerer Ambitionen sein, Office einer Generalüberholung zu unterziehen – und insgesamt moderner zu werden.

Microsoft has worked on incorporating OpenAI’s language-understanding model, GPT, to provide more useful search results when Outlook email customers look for information in their inboxes,

behauptet The Information. Zwei Personen, die Kenntnis über Microsofts Pläne haben sollen, fügen an:

For instance, GPT has the ability to figure out what emails the customer might be searching for even if they don’t type the exact keywords that are in the relevant emails, two people with direct knowledge of the plan said.

Die KI-Technologie könnte Microsoft-Anwendungen verbessern, etwa um automatische Antworten auf E-Mails zu verfassen, empfohlene Änderungen an Dokumenten vorzunehmen oder Fachjargon oder Umgangssprache zu entfernen, um das Geschriebene für andere leichter verständlich zu machen. ChatGPT in Word, Excel, PowerPoint und Co. könnte sogar dabei nützen, „ganze Textabschnitte als Antwort auf eine Eingabeaufforderung zu schreiben“, ähnlich wie ChatGPT allein funktioniert. Ob und wann Microsoft ChatGPT für Office-Anwendungen einführen könnte, ist noch unklar. Eine Stellungnahme vonseiten Microsofts blieb bislang aus.


Auch im Bereich der Kurzvideoproduktion sowie der Bildkreation setzten KI-Tools neue Maßstäbe. Mit QuickVid können inzwischen sogar erste User kurze Clips für TikTok und Co. von einer KI generieren lassen. Mehr darüber – und wie das Ganze mit ChatGPT zusammenhängt, erfährst du in unserem Artikel.

Generative KI für Kurzvideos – QuickVid macht es möglich!

© Joey Huang – Unsplash

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