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Technologie
Das ist das Metaverse: Die wichtigsten Player und Chancen

Das ist das Metaverse: Die wichtigsten Player und Chancen

Caroline Immer | 22.02.22

Ist das Metaverse die nächste große Entwicklungsstufe nach dem Switch von Desktop zu Mobile? Es tummeln sich Mythen und Fragen rund um den Begriff. Wir bringen Licht ins Dunkel.

Metaverse hier, Metaverse da: Doch was ist das Metaversum denn nun genau und welche neuen Möglichkeiten bringt es mit sich? Diese Frage stellen sich aktuell eine Menge Menschen, die sich unter dem Begriff vielleicht noch nicht allzu viel vorstellen können. Doch auch wenn du dich schon etwas eingelesen hast, gibt es bestimmt Aspekte zur Geschichte oder den Potentialen des Metaversums für die Arbeitswelt, die dir noch unbekannt sind. Im Artikel gehen wir den Hintergründen und Zukunftsaussichten des Metaverse auf die Spur.

Begriffsursprung und das Metaverse vor Meta

Zunächst lässt sich sagen, dass der Begriff Metaverse – oder auch Metaversum – sehr weitgefasst ist und nicht erst mit Facebooks Umbenennung in Meta das Licht der Welt erblickte. Tatsächlich stammt der Begriff aus dem 1992 von Neal Stephenson verfassten Science-Fiction-Roman Snow Crash. Er bezeichnet einen virtuellen, dreidimensionalen Raum, in welchem Menschen als Avatare miteinander interagieren. Dabei schafft das Metaversum eine Konvergenz zwischen physischer Realität und virtuellem Raum im Kontext des vernetzten Digitalraums. Der Ausdruck Metaversum ist ein Kofferwort aus „Meta“ (lat.: Grenze; Präfix für eine übergeordnete Ebene) und „Universum“.

Die Idee des Metaversums wurde in den darauffolgenden Jahren sowohl in der Literatur, wie im Roman Ready Player One, als auch als Grundlage verschiedener Spielwelten aufgegriffen. Das Spiel Second Life gilt als Pionierprojekt für die Umsetzung eines Metaverse in der Spielwelt. Mittlerweile haben auch neuere Spiele – zum Beispiel Fortnite – Elemente des Metaverse inne. Das mutmaßliche Metaversum der Zukunft könnte, im Vergleich zu virtuellen Spielwelten, in seinen Anwendungsgebieten jedoch noch einmal deutlich komplexer und vielfältiger sein.

Das sind die wichtigsten Player im Metaverse

Der eigentliche Kern der Idee des Metaversums liegt in seiner Dezentralität – es soll komplett unabhängig von großen Tech-Unternehmen sein. In diesem Sinne sollen viele Elemente im Metaversum auf der Blockchain gespeichert werden – etwa NFTs und auch Kryptowährungen. Die großen Tech-Player – allen voran Meta – investieren aktuell allerdings große Summen in die Entwicklung des Metaverse. Für Facebook steht nach seiner Namensänderung zu Meta das Metaverse im Zentrum seiner Zukunftspläne, denn das Unternehmen denkt:

The metaverse is the next evolution of social connection.

Social Media könnte zur Einstiegsplattform für das Metaversum avancieren und die Social-Landschaft sich somit nachhaltig verändern.



Meta ist mit seiner Begeisterung nicht allein: Auch zahlreiche andere Unternehmen investieren in eine Zukunft im Metaversum. So sieht etwa Microsoft vor allem im Bereich der virtuellen Arbeitswelt großes Potenzial. Kürzlich stellte das Unternehmen die Kollaborationsplattform „Mesh“ vor, die die Nutzung von digitalen Avataren in Meetings ermöglicht. Microsoft CEO Satya Nadella beschreibt seine Sicht auf das Metaversum wie folgt:

When we talk about the metaverse, we’re describing both a new platform and a new application type, similar to how we talked about the web and websites in the early ’90s.

Microsoft Teams Avatare
Microsoft Teams Avatare, © Microsoft

Auch Epic Games, das Software-Unternehmen hinter Fortnite, investiert in den Aufbau des Metaverse und arbeitet an der Entwicklung verschiedener Spieluniversen. Eine bereits bestehende Art von Metaversum ist die Virtual-Reality-Plattform Decentraland, welche über die Ethereum-Blockchain läuft und aus über 90.000 Parzellen virtuellen Landes besteht. Diese können als NFTs erworben werden. User können hier Content und Apps kreieren, monetarisieren und selbst nutzen. Ein Unternehmen, was sich im Gegensatz dazu bei einer Metaverse-Integration bislang zurückhält, ist Apple. Eine virtuelle Plattform zum Entfliehen der Realität ist – zumindest vorerst – „off limits“ für das Unternehmen.

Spielen, Reisen, Arbeiten: Was im Metaverse möglich sein wird

Der Unterschied zu traditionellen Websites und sozialen Netzwerken liegt in der immersiven Erfahrung, die das Metaverse bietet. Verschiedenste Aktivitäten, wie arbeiten, einkaufen, spielen oder auch reisen sind im Metaversum möglich. Viele Expert:innen sehen hierin eine große Entwicklung des Internets. Nach dem Sprung vom Desktop zum Smartphone könnte der Sprung vom Smartphone ins Metaversum bevorstehen. Selbst große Events sind in dem virtuellen Raum denkbar. So kündigte etwa Manchester City in Zusammenarbeit mit SONY an, das erste Fußballstadion im Metaverse bauen zu wollen.


Auch ganz alltägliche Dinge werden im Metaverse möglich sein – zum Beispiel essen gehen im Restaurant. Demnach ist es kaum überraschend, dass auch McDonald’s plant, im Metaverse präsent zu sein. Die Fast-Food-Kette will den Aufenthalt im virtuellen Restaurant mit der Essenslieferung nach Hause verbinden.


Potentiale für Arbeitswelt und Marketing

Das Metaverse birgt sowohl für die Marketing-Branche als auch die Arbeitswelt im Allgemeinen viel Potenzial. So bietet es Marketern enorm viel neues Inventar, auch exklusive Partnerschaften sind denkbar. Verschiedenste neue Jobs, wie Ecosystem-Entwickler:in, Hardware-Ersteller:in, Sicherheitsbeauftragte:r und Weltenerschaffer:in, könnte das Metaverse ebenfalls hervorrufen. Meta kündigte an, in den kommenden fünf Jahren ganze 10.000 Arbeitsplätze in Europa für die Entwicklung des Metaverse schaffen zu wollen.

Ein Wirtschaftszweig, der voraussichtlich stark von der Entwicklung des Metaverse profitieren wird, ist die Creator Economy. Der neue virtuelle Raum bietet sowohl Influencern als auch Brands noch mehr Raum zur Entfaltung und könnte allen Beteiligten im Influencer Marketing ungeahnte Möglichkeiten eröffnen.

So spannend eine Zukunft im Metaverse auch klingt – bis zur tatsächlichen Umsetzung eines Metaversums (zumindest in der Form, wie es sich Unternehmen wie Meta vorstellen), wird es wohl noch etwas dauern. Bis die benötigte Technologie entwickelt ist, könnten, so Meta, noch gut fünf bis zehn Jahre ins Land gehen.

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