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Social Media Marketing
Gegen Auswirkungen von Apples IDFA Update: Facebook führt automatische Targeting-Ausweitung ein

Gegen Auswirkungen von Apples IDFA Update: Facebook führt automatische Targeting-Ausweitung ein

Caroline Immer | 16.09.21

Um den Folgen von Apples IDFA Update entgegenzuwirken, hat Facebook eine weitere Maßnahme für Advertiser bekanntgegeben: Die automatische Targeting-Ausweitung bei detailliertem Targeting. Doch diese hat ihre Grenzen.

Nachdem Apple im Rahmen des iOS 14.5 Updates die obligatorische Abfrage zur Tracking-Erlaubnis einführte, gab es von vielen Seiten Kritik und Sorgen. Weite Teile der Werbebranche und auch Datenschützer:innen kritisierten, dass Apple seine eigenen Dienste von den neuen Tracking-Regelungen ausnahm, was dem Unternehmen einen unfairen Vorteil schaffte. Mittlerweile fragt Apple zwar auch bei den eigenen Diensten nach der Tracking-Erlaubnis, das Pop-up sieht hier jedoch deutlich anders aus. Auch Plattformen wie Facebook kritisierten Apple, und versuchten dem entstandenen Nachteil mit verschiedenen Maßnahmen entgegenzuwirken. Hierzu gehört auch der neueste Schritt, den Facebook im Rahmen seines neuen API Updates verkündet. Die Plattform will beim detaillierten Targeting automatisch die Targeting-Ausweitung aktivieren:

To help advertisers find additional opportunities that weren’t originally available to them, when advertisers leverage Detailed Targeting and optimize for conversions, value or app events using the conversions objective they will be automatically included into Targeting Expansion.

Erfolgreiche Kampagnen trotz weniger Insights

Bereits im Juli verkündete Facebook die Einführung einer Reihe von Updates, die Advertisern den Umgang mit Apples IDFA Update erleichtern sollten. Die Maßnahmen zur Schadensbegrenzung umfassten neue Optimierungsmöglichkeiten und geschätzte Performance-Werte. Nun soll auch die Targeting-Ausweitung Abhilfe schaffen. Bei dieser handelt es sich um die Option, Facebooks Algorithmus nach einer erweiterten Zielgruppe suchen zu lassen, die auch Personen umfasst, die zuvor nicht angesprochen wurden. Dies kann zu günstigeren Ergebnissen führen, wie Facebook erklärt:

Wähle diese Option, wenn du deine Anzeige zusätzlichen Personen zeigen möchtest, von denen wir annehmen, dass sie dir mehr und/oder günstigere Ergebnisse bringen. Übrigens nehmen wir die Ausweitung nur vor, wenn wir davon ausgehen, dass wir diese Ergebnisse für dich erzielen können.

Targeting-Ausweitung ist für bestimmte Merkmale nicht anwendbar

Auch wenn die Targeting-Ausweitung ein interessantes Hilfsmittel für Advertiser sein kann, hat auch sie ihre Einschränkungen. So ist die Ausweitung speziell für das detaillierte Targeting gedacht. Das bedeutet, dass die Merkmale Standort, Geschlecht und Alter vom Targeting ausgenommen sind. Facebook kann lediglich innerhalb der vorher festgelegten Gruppe – etwa Frauen im Alter von 30 bis 40 Jahren in Berlin – zusätzliche User auswählen. Diese können andere spezifische Merkmale oder Interessen haben, als zuvor im detaillierten Targeting ausgewählt. Dies kann in manchen Fällen hilfreich sein, in anderen Fällen ist es sinnvoller, die Zielgruppe so spezifisch wie möglich zu halten.

Wie viele Advertiser und Unternehmen tatsächlich von dieser Option profitieren werden, wird sich erst noch zeigen. Die Targeting-Ausweitung wird in vielen Fällen automatisch aktiviert. Wer bestimmte Gruppen vom Targeting ausschließen möchte, kann dies über den Ads Manager tun.

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