Interstitial

Ein Interstitial (engl.= in den Zwischenräumen liegend) ist eine variable Form der Online-Werbung, die auch im Mobile-Bereich Anwendung findet. Interstitials werden als Unterbrecherwerbung bezeichnet, da sie sich im aktuellen oder in einem neuen Fenster öffnen, sobald der Nutzer eine Seite lädt, einen Link oder einen anderen Bereich der Website anklickt. Sie befinden sich zwischen verschiedenem Content. Der Nutzer sieht die Werbebotschaft damit prompt. Schließen lassen sie sich manuell oder sie blenden sich nach kurzer Zeit automatisch aus.

Dabei können Interstitials verschiedenartig auftreten:

  • Als Pop-up, das sich in einem neuen Fenster vor dem angewählten Content öffnet
  • Als Pop-under, das sich anders als das Pop-up in einem neuen Fenster im Hintergrund öffnet. Pop-unders werden zumeist als unseriös betrachtet, da sie häufig mit dubiosen Werbern in Verbindung stehen
  • Als Flash Layer, der (frei skalierbar) den Content transparent mit einer Ebene überlagert
  • Als Video-Interstitial (wie z.B. bei Youtube-Videos), das vor das Video geschaltet wird, meist aber nach einigen Sekunden übersprungen werden kann
  • Als Prestitial, das vor allem bei Startseiten und Programmstarts auftritt und besonders für Mobile Apps genutzt wird
  • Als Superstitial, das von der Firma Unicast geschützt und durch seine Multimedialität (Ton-, Text- und Bildeinsatz) videoähnlich ist
  • Als IntelliTXT (intelligent text) der Firma Vibrant Media, wobei relevante Begriffe des dargestellten Contents deutlich markiert werden, sodass ein Berühren mit der Maus automatisch ein transparentes Werbefenster mit Bezug zum Begriff und Link zum Werbenden öffnet

Die Variabilität und Unmittelbarkeit der Interstitials wirken einer Banner Blindness, einem Abstumpfen der Nutzer gegenüber herkömmlicher Bannerwerbung, entgegen. Dennoch kann häufiges Auftreten störend wirken, zumal diese Form der Werbung die Ladezeiten von Websites verlängern kann. Deshalb ist ein umsichtiger Einsatz für den Erfolg von Interstitials trotz der hohen Auffäligkeit nötig.

Google selbst macht Angaben zu Interstitials, die nach Ansicht des Unternehmens akzeptabel oder inakzeptabel in Bezug auf die User Experience sind. Die angeführten Negativbeispiele sollen vom 10.01.2017 an das mobile Ranking beeinträchtigen.

Diese Interstitials sind zukünftig verboten, © Google

Der Einsatz solcher Interstitials wird zukünftig von Google bestraft, © Google