Social Media Marketing

Snapchat Ad Manager Update: Feineres Targeting und einfachere Buchungen

Mit Audience Filtern setzt Snapchat auf konkreteres Targeting. Das Redesign des Ad Managers soll Marketern darüber hinaus die Buchung der Anzeigen vereinfachen.

Snap Targeting, Screenshot YouTube, © Snapchat

Zusätzlich zu Geo Filtern sind bei Snapchat nun Audience Filter als Werbeoption vorhanden. Diese ermöglichen ein engeres Targeting und sollen Snaps noch defizitäres Advertisingangebot auf Vordermann bringen. Dabei soll auch ein übersichtlicherer Ad Manager helfen.

Audience Filter zielen auf Alter, Geschlecht, Interessen und mehr ab

Die Geo Filter von Snapchat sind in der Tat ein erfolgreiches Modell, zumindest für die User. Nach Unternehmensangaben werden insgesamt pro Tag mehr als eine Milliarde Filter angesehen. Doch das Problem bei den Geo Filtern ist, dass deren lokales Targeting nur bedingt spezifisch und damit nur bedingt erfolgversprechend ist.

Mit den Audience Filtern können Unternehmen nun verschiedenste Zielgruppen gezielt ansprechen:

Whether you’re looking to reach sports fans, film buffs, foodies, or more, you can use any of our audience capabilities to reach the audience that matters most to you and your business objectives,

heißt es im Blogpost dazu. Erreicht werden die Snapchatter demnach abhängig von:

  • Alter
  • (Tages)Zeit
  • Geschlecht
  • Lifestyle-Kategorien bei Snap
  • Sprache
  • Gerätetyp
  • Ort (Postleitzahl, Land etc.)

Damit dürften Advertiser in Snapchats Filterfunktionen nun mehr Möglichkeiten sehen ihre Werbebotschaft effektiv zu distribuieren. Abhishek Jadon, Director Digital Strategy bei Pepsi North America Nutrition, meint gegenüber Ad Age:

Geofilters allow you to target very granular geographic areas, whereas audience filters can be targeted based on a host of behavioral attributes.

Ein Beispiel für die Audience Filter bei Snapchat liefert der Ad Age-Bericht Garett Sloanes auch. Quaker Oats hat Sponsored Audience Filter abhängig nach der Tageszeit in Umlauf gebracht.

Audience Filter bei Snap, Quelle: Ad Age

Vorteile, die diese Filter ebenso bieten, sind das Tracking der Kampagnenziele in Echtzeit und die Funktion „Own a moment“.

Snapchats Optionen bei den Filtern, © Snap

Ein weiteres Feature in Zusammenhang mit dieser neuen Werbeoption ist das Goal Based Bidding für Shares der Filter. Damit können Advertiser auf Shares bieten und Snapchat versucht zu ermöglichen, dass dieses Ziel zum besten Preis erreicht wird.

Ad Manager wurde optimiert, um mehr Advertiser zu gewinnen

Noch immer hinkt Snapchat in Sachen Werbeeinkünfte hinterher. Daher sucht man inzwischen, durch verschiedenste Ad-Optionen Boden gutzumachen. Audience Filter gehören ebenso dazu wie Snap Pixel oder die Context Cards.

Während CEO Evan Spiegel unlängst ein Re-Design der App insgesamt angekündigt hat:

One thing that we have heard over the years is that Snapchat is difficult to understand or hard to use, and our team has been working on responding to this feedback. As a result, we are currently redesigning our application to make it easier to use,

ist diese Woche eine Optimierung des Ad Managers bekannt gemacht worden. So heißt es im Post:

Today, we’re making it easier to use our self-service ad buying platform and access some of its most advanced features.

Ein Eindruck des neuen Ad Managers bei Snapchat, © Snap

Darunter ist eine Zusammenlegung der Tools für das Kampagnenmanagement zu verstehen sowie die Vereinfachung von Arbeitsabläufen beim Kauf von Ads.

Der Ad Manager wurde bei Snapchat optimiert, © Snap

Snapchat verspricht einen besseren Workflow bei der Ad-Erstellung, © Snap

Nach Angaben von Ad Age möchte Snapchat auch ein Online-Tutorial anbieten. Dabei sollen Agenturen und Marken erfahren können, wie genau Snapchat und vor allem der Advertisingbereich funktioniert.

Letzten Endes sind all die Neuerungen bei Snapchat weitere Indikatoren, dass das Unternehmen darauf aus ist, verlorene Zeit im hart umkämpften Online Marketing-Bereich wettzumachen. Die verspätete Fokussierung auf die Bedürfnisse der Marketer könnte dank der andauernden Beliebtheit der App dennoch einen künftigen Anstieg der Werbeeinkünfte bedingen. Zumindest dürften die Audience Filter und ein vereinfachtes Verfahren im Ad Manager einen starken Impuls setzen.

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