Social Media Marketing

Instagram Engagement steigern: Mit diesen 9 Grundregeln zu mehr Erfolg

Stagnierendes Engagement auf Instagram ist ärgerlich. Befolgst du einige wichtige Regeln, kannst du diesen Zustand aber schnell ändern.

© Jakob Owens - Unsplash

Instagram hat sich als festes Instrument im Social Media Marketing etabliert. Mit über 1 Milliarde Usern, von denen mehr als 500 Millionen täglich in der App aktiv sind, gibt es neben Facebook und YouTube derzeit wohl keinen besseren Weg die Zielgruppe zu erreichen.

Instagram ist die Plattform für Engagement

2017 gab es bereits mehr als 15 Millionen deutsche Instagram User. Dabei verwendeten zu diesem Zeitpunkt mit 58 Prozent mehr als die Hälfte der 20- bis 29-jährigen Internetnutzer die App. Instagram User sind demnach vergleichsweise jung. Die Plattform gilt als das Engagament-freudigste Social Network, doch was zählt eigentlich als ein solches? Der Marketingerfolg auf Instagram kann anhand der folgenden Engagement-Metriken gemessen werden:

  • Likes
  • Kommentare
  • Views
  • Interaktionen
  • Klicks

Engagement zu erzeugen, ist von einer Vielzahl an Faktoren abhängig und stellt sich auf Instagram erfahrungsgemäß nicht von allein ein. Neil Patel hat auf quicksprout einige Tipps und Tricks gesammelt, mit denen sich das Engagement steigern lässt. Wir haben sie für euch kuratiert und um weitere Punkte ergänzt.

9 Wege, um das Engagement zu steigern

#1 Engagement ist keine Einbahnstraße

Erste und wichtigste Regel für deinen organischen Erfolg auf der Plattform: Du erwartest, dass andere User mit deinen Beiträgen interagieren? Dann solltest du das auch tun. Instagram ist leider ein zeitintensives Unterfangen, das muss dir klar sein. Es macht daher wenig Sinn, regelmäßig Bilder zu posten, der Plattform ansonsten aber fernzubleiben. Du willst Engagement, also engagiere dich in deiner Zielgruppe und Community, schreibe Kommentare und verteile Likes. Am besten tust du dies kurz vor und nach dem Posten eines eigenen Beitrages.

Und auch, wenn das manchmal nervig und zeitraubend sein mag, solltest du dringend auf eine Automatisierung deines Engagements verzichten. Denn das mag keiner und die User kommen schneller dahinter, als dir lieb ist. Was bei ihnen bleibt, ist dann lediglich ein sehr fader Beigeschmack. Bots sind vielleicht auf den ersten Blick nützliche Helfer, auf lange Sicht tust du dir damit aber keinen Gefallen. Egal, was so mancher Möchtegern-Profi dir erzählt. Es kommt nicht darauf an, das schnellste Wachstum hinzulegen, sondern eine loyale Community aufzubauen.

#2 Hashtags nutzen

Hängt dir das Hashtag-Thema zu den Ohren raus? Das ist gut so, denn nach wie vor sind sie von hoher Relevanz, auch wenn du es nicht mehr hören kannst. Solang du keine Big Brand mit Millionen von Followern bist, solltest du auf die Nutzung nicht verzichten. Und selbst die großen Player verwenden sie überwiegend noch, zwar in geringer Anzahl, aber sie finden dennoch Einsatz.

Die meisten Beiträge von großen Brands sind mit Hashtags versehen. © Sproutsocial

Laut einer Studie sind mehr als 70 Prozent der Hashtags gebranded und allein die Verwendung eines einzigen Tags lässt die Engagement Rate um 12,6 Prozent ansteigen. Weiterhin zeigen Untersuchungen, dass die höchste Engagement Rate mit neun Hashtags erreicht wird.

Das höchste Engagement wird bei dem Einsatz von neun Hashtags erzielt. © Smart Insights

Die maximale Anzahl an Hashtags in einem Beitrag beträgt 30. Aktuell geht man allerdings davon aus, dass Instagram Posts, die die volle Anzahl verwenden, eher als Spam einstufen könnte. Es bietet sich daher an, sich ein Set aus 30 oder mehr relevanter Tags anzulegen, in jedem Beitrag aber nur eine Auswahl der passendsten einzusetzen. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass die Tags nicht wiedergeben sollen, was sich aktuell auf einem Foto befindet. Stattdessen sollen sie in erster Linie das Thema deines Accounts widerspiegeln. Darüber hinaus sollten die verwendeten Hashtags ein Volumen von unter eine Million haben. Ist das Tag zu populär, gehen deine Beiträge zu schnell in der Masse unter.

Auch wenn Hashtags hierzulande einen aus unerfindlichen Gründen eher schlechten Ruf haben: Sich aus vermeintlich ästhetischen Gründen zu zieren welche einzusetzen, ist demnach keine sehr kluge Entscheidung. Alles Weitere zur richtigen Hashtag-Strategie erfährst du in unserem ultimativen Hashtag Guide 2018 sowie im Artikel zu den aktuellen Top Hashtags auf Instagram. In Letzterem findest du auch detaillierte Erklärungen zu Hashtags ansich und deren Verwendung.

#3 Verwende Emojis 

Nicht nur, dass du dir beim Schreiben deiner Captions (Bildunterschrift) Mühe geben solltest, auch kann das Verwenden von Emojis dein Engagement verbessern. Emojis in der Bildunterschrift führen laut einer Untersuchung zu einem um 2,07 Prozent gesteigerten Engagement.

#4 Instagram Buttons everywhere

Um mehr Follower zu gewinnen, solltest du deinen Instagram Account auf all den Plattformen, auf denen du präsent bist, distribuieren. Implementiere dazu etwa einen Button auf deiner Website, in deinem Newsletter und füge deiner Facebook Fanpage einen Instagram Tab hinzu (mit Iconosquare beispielsweise).

Promotions kannst du auf anderen Plattformen teilen („Drüben bei Instagram läuft gerade eine Verlosung!“; „Folge uns auch auf Instagram, um nichts zu verpassen!“). Was sich hingegen nicht empfiehlt, ist das Crossposten von Beiträgen, auch wenn Instagram diese Funktion anbietet („Teilen mit Facebook Account“). User wollen nicht plattformübergreifend die gleichen Inhalte zu sehen bekommen. Es gibt keinen Grund dir auf Instagram zu folgen, wenn du dieselben Beiträge ständig auf Facebook teilst.

#5 Veröffentliche Text Posts

Zitate in Form von Text Posts können zu einem um 41 Prozent höheren Engagement führen. Zudem sorgen sie für Abwechslung und können branchenübergreifend Einsatz finden. Wer nicht den höchsten Wert auf ein absolut sauberes Profil legt, was Ästhetik oder das Lightroom Preset angeht, der sollte sich unbedingt an Text Postings versuchen.

#6 Teile Videos

Was auf Facebook quasi zur Pflicht erwachsen ist, um heute noch User erreichen zu können, kann beim erfolgreichen Side Kick des Konzerns ebenfalls nicht schaden. Bewegtbild gerät zu einem immer wichtiger werdenen Stilmittel für organische Sichtbarkeit. Du brauchst nicht mehr zwingend teure Programme, um Videos herzustellen. Unsere Technik, die sich allzeit bereit in den Hosentaschen findet, verfügt heute sogar schon über Standardsoftware, mit der sich Videos gar nicht mal so schlecht aufbereiten lassen. Im Feed kannst du bis zu 60 Sekunden lange Videos posten. Videos erzeugen nicht nur ein höheres Engagement in Form von Kommentaren, wie die folgende Grafik zeigt.

Videos auf Instagram erzeugen im Schnitt mehr als doppelt so viele Kommentare wie Bilder. Bei Likes hingegen liegen sie ein wenig zurück.

Auch erhöht ein Video die Verweildauer auf deinem Content im überladenen Newsfeed. Und das sendet ein für den Algorithmus wichtiges Signal: Mit dem Scrollen zu pausieren bedeutet, dass es sich bei deinem Content um etwas Relevantes handeln muss. Entsprechend wertet Instagram diesen als positiv und stellt ihn im Newsfeed im besten Falle voran.

Und nicht zu vergessen: Wenn du Videos teilst, solltest du diesen Untertitel hinzufügen.

#7 Poste Stories 

Stories bieten dir eine wunderbar einfache, zusätzliche Möglichkeit, dein Publikum zu erreichen. Sieht deine Zielgruppe deine Stories, stehen die Chancen gut, dass sie sich auch deinen Feed ansehen und mit deinem Content interagieren. Erscheinst du mit deinen Stories regelmäßig vorn, wenn User die App öffnen, bist du erstens präsent. Zweitens senden viele Views ebenfalls ein positives Signal an den Algorithmus.

#8 Nutze die Insights für die besten Posting-Zeiten

In deinem Unternehmensprofil kannst du unter dem Zielgruppen-Reiter einsehen, zu welchen Zeiten deine Follower täglich online sind. Nutze die Peaks zum Posten deiner Beiträge für mehr Engagement. Generell solltest du täglich mindestens und gleichzeitig maximal zwei Beiträge posten. Für alles Weitere steht dir das Story Feature zur Verfügung.

Neben weiteren demographischen Daten, geben die Insights auch Informationen zur Aktivität deiner Follower. So findest du schnell die richtigen Zeiten zum Posten.

#9 Location Tag

Wenn du deine Beiträge mit einem Location Tag versiehst, machst du sie damit gleich einem weit größeren potentiellen Publikum zugängig. Da du die Sichtbarkeit mit dem Tag erhöhst, kannst du laut Untersuchungen dein Engagement um bis zu 79 Prozent steigern. Wir halten die Zahl für etwas hoch gegriffen, allerdings ist der Post allein durch den Location Tag ja tatsächlich besser sichtbar und das wirkt sich im Zweifel positiv auf die Interaktionen aus.

Effektives Marketing Tool, das Grundverständnis erfordert

Dies sind bei Weitem nicht alle Faktoren, die auf das Engagement einzahlen. Die genannten Grundregeln aber geben dir eine Richtung vor, mit dem sich die Interaktionen in jedem Fall steigern lassen. Instagram ist ein relevantes und effektives Marketing Tool, das allerdings verstanden werden will. Nutzt du es richtig, kannst du nicht nur mehr potentielle Kunden erreichen und deinem Account zum Wachstum verhelfen. Auf lange Sicht lassen sich so Leads generieren und Umsätze steigern.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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