Top-Arbeitgeber
Image schlägt Gehalt? Diese 10 Unternehmen überzeugen die Gen Z

Image schlägt Gehalt? Diese 10 Unternehmen überzeugen die Gen Z

Marié Detlefsen | 15.04.26

Wer sind die Arbeitgeber:innen, von denen junge Talente wirklich träumen? Erfahre, welche Unternehmen aktuell das Rennen um Image, Vertrauen und Attraktivität machen.

Der Kampf um die besten Köpfe wird härter – und genau hier entscheidet längst nicht mehr nur das Gehalt. Eine aktuelle Studie von YouGov in Zusammenarbeit mit dem SZ Institut zeigt ziemlich deutlich: Das Image als Arbeitgeber:in ist für Unternehmen inzwischen ein echter Gamechanger. Besonders spannend dabei: Im Fokus der Studie stehen ausschließlich die 18- bis 30-Jährigen – also genau die Generation, um die sich aktuell viele Recruiter reißen.

Und das Ergebnis? Welches Unternehmen hat das beste Image? Überraschend wenig Startups, dafür viele etablierte Schwergewichte. Ganz vorn liegt der Technologiekonzern Bosch mit einem Score von 41,6 von 100 Punkten. Dahinter folgt Samsung mit 40,8, dicht gefolgt von Audi (39,8). Die Zahlen zeigen klar: Vertrauen, Stabilität und Markenstärke zahlen sich aus.

Diese Arbeitgeber:innen haben das beste Image (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht; die Grafik wurde anhand der Daten von YouGov mithilfe von ChatGPT erstellt)
Diese Arbeitgeber:innen haben das beste Image (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht; die Grafik wurde anhand der Daten von YouGov mithilfe von ChatGPT erstellt)

Ein Blick auf die Plätze vier bis zehn zeigt, wie dicht das Feld hinter der Spitze tatsächlich ist: BMW (39,3) sichert sich den vierten Rang und wird von Mercedes-Benz (39,2) dicht verfolgt – ein Kopf-an-Kopf-Rennen der deutschen Automobilriesen. Dahinter reihen sich mit Netflix (39,0) ein Vertreter der digitalen Unterhaltungswelt sowie adidas (38,4) und LEGO (37,8) ein. Komplettiert wird das Ranking durch Nike mit 37,4 Punkten sowie IKEA, das mit 33,4 Punkten zwar etwas Abstand hat, aber dennoch klar zu den attraktivsten Arbeitgeber:innen zählt – insgesamt ein Tableau, das von minimalen Punktunterschieden und maximalem Wettbewerb geprägt ist.

Wie die Ergebnisse zustande kommen

Die gesamten Ergebnisse des Arbeitgeber-Rankings 2026 basieren auf über einer Million Online Interviews, die YouGov i zwischen dem 1. Februar 2025 und 31. Januar 2026 täglich für den YouGov BrandIndex repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren durchgeführt hat. Zur Methodologie der Image-Bewertung erklärt YouGov:

Insgesamt über 900 Marken (aufgeteilt in 34 Kategorien) konnten in diesem Zeitraum von Personen zwischen 18 und 30 Jahren täglich bewertet werden, pro Online-Interview waren es bis zu 30 bekannte Marken. Für dieses Ranking betrachten wir dabei lediglich diejenigen Marken, die gemäß der jungen Zielgruppe (18-30 Jahre) mindestens von 1.000 Personen im Auswertungszeitraum bewertet wurden, mindestens 200 Tage getrackt wurden und weiterhin im Tracking aktiv erhoben werden.

Folgende Fragen stellte YouGov dabei, um speziell das Image von Unternehmen bewerten zu lassen:

  • „Stellen Sie sich vor, Sie befänden sich auf Jobsuche (oder helfen einem Freund bei der Jobsuche). Für welche der folgenden Marken wären Sie STOLZ zu arbeiten? Gehen Sie davon aus, dass Sie sich auf eine Position bewerben, die Ihrem aktuellen Job entspricht bzw. auf die Sie sich tatsächlich bewerben würden.“
  • „Und für welche der folgenden Marken wäre es Ihnen UNANGENEHM zu arbeiten? Gehen Sie davon aus, dass Sie sich auf eine Position bewerben, die Ihrem aktuellen Job entspricht bzw. auf die Sie sich tatsächlich bewerben würden.“

Das mit Punkten angegebenen Ergebnis für die einzelnen Unternehmen entspricht dem Saldo sämtlicher positiver und negativer Bewertungen. GougGov bezeichnet das als Score. Der Score einer Marke kann laut YouGov auf einer Skala von -100, sofern alle Befragten ein negatives Bewertungsurteil abgeben, bis +100, falls alle Befragten ein positives Bewertungsurteil abgeben, liegen. Die Score-Werte wurden auf eine Dezimalstelle nach dem Komma gerundet.

Warum das Image von Arbeitgeber:innen immer wichtiger wird

Was sofort auffällt: Die deutsche Industrie ist extrem stark vertreten. Gleich vier Unternehmen aus dem Automotive– und Technologiesektor – Bosch, Audi, BMW und Mercedes-Benz – sichern sich Spitzenplätze. Das spricht für ein hohes Vertrauen in traditionelle Arbeitgeber:innen und deren Zukunftsfähigkeit. Gleichzeitig mischen globale Lifestyle- und Tech-Marken kräftig mit. Unternehmen wie Netflix oder Samsung zeigen, dass moderne Arbeitswelten, Innovation und internationale Strahlkraft ebenfalls entscheidende Faktoren sind. Marken wie adidas, Nike oder LEGO bringen zusätzlich einen emotionalen Lifestyle-Faktor ins Spiel.

Ein starkes Image ist dabei längst mehr als nur „nice to have“. Es wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Denn: Wer als Arbeitgeber:in überzeugt, gewinnt nicht nur Talente, sondern sichert sich langfristig auch Innovationskraft und Wachstum. Felix Leiendecker, Head of Data Products DACH bei YouGov, sagt hierzu:

Der Arbeitsmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Globale Krisen, veränderte Kundenbedürfnisse, neue Absatzmärkte und falsche strategische Entscheidungen stellen viele Unternehmen vor Herausforderungen. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an Arbeitgeber in rasantem Tempo und in nahezu allen Bereichen. In dieser Dynamik entscheiden die richtigen Mitarbeiter über die Zukunft von Unternehmen und Marken – und genau dafür braucht es ein überzeugendes Arbeitgeberimage.

Große, etablierte Marken mit klarer Positionierung und stabiler Reputation liegen im Ranking daher vorn. Doch die Mischung aus Tradition und Innovation scheint ein möglicher Schlüssel zu sein. Ob sich das in den kommenden Jahren ändert? Gut möglich. Denn die Erwartungen der jungen Generation entwickeln sich mindestens genauso schnell wie der Arbeitsmarkt selbst.


Top-Gehälter ohne Studium:

Wo sich eine Ausbildung 2026 besonders lohnt

Top-Gehälter ohne Studium: Wo sich eine Ausbildung 2026 besonders lohnt
© Willfried Wende – Pexels

Kommentare aus der Community

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*
*

Melde dich jetzt zu unserem HR-Update an und erhalte regelmäßig spannende Artikel, Interviews und Hintergrundberichte aus dem Bereich Human Resources.