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Human Resources
Wie sinnvoll ist Recruiting über TikTok?

Wie sinnvoll ist Recruiting über TikTok?

Selina Beck | 19.12.22

Der Fachkräftemangel bleibt ein Problem. Eine Lösung dafür sind neue Recruiting-Wege – beispielsweise die Mitarbeiter:innenanwerbung über TikTok.

Die Suche nach Personal wird zu einem immer größeren Problem für Unternehmen, denn der Fachkräftemangel setzt sich weiter fort. Active Sourcing ist bei den Firmen bisher noch kaum verbreitet, bietet aber eine gute Ergänzung zum konventionellen Recruiting. Eine Möglichkeit für die aktive Talentsuche bietet auch die populäre Plattform TikTok.

Darum wird die aktive Personalsuche immer wichtiger

Trotz der fehlenden Arbeitskräfte in vielen Bereichen werden neue Beschäftigte überwiegend noch über klassische Wege wie Stellenausschreibungen angeworben. Die Relevanz von Active Sourcing und neuen Recruiting-Wegen wie Reverse Recruiting scheint bei den meisten Unternehmen noch nicht angekommen zu sein – nur für 38 Prozent der Unternehmer:innen spielt Active Sourcing eine hohe beziehungsweise mittlere Rolle. Allerdings befindet sich der Arbeitsmarkt im Wandel und gerade für die Talentsuche bei der jüngeren Generation sind neue Rekrutierungsprozesse unerlässlich.

Active Sourcing über die sozialen Medien

Beim aktiven Recruiting gibt es auch den Vorteil der persönlichen Empfehlungen aus dem Team, die über die sozialen Medien wie LinkedIn, Xing oder Instagram geteilt werden. Soziale Kanäle sind nur für 17 Prozent der Personaler:innen ein wichtiger Rekrutierungsweg. Diese Lücke können die Unternehmen für ihr Recruiting nutzen.

Neben der persönlichen Ansprache potenzieller neuer Beschäftigter – auch über Live Streaming – bietet das Social Media Recruiting außerdem den Vorteil, dass zeitgleich auch die Unternehmenskultur authentisch nach außen getragen werden kann. Davon kann auch das Image des Unternehmens profitieren. Außerdem zeigt der moderne Rekrutierungsweg den Bewerber:innen, dass sich die Firma modernisiert und digitalisiert hat.

@jochenschweizer

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Durch die Social-Media-Daten findet direkt auch eine Vorselektierung der erreichten Personen statt. Zudem können auch User erreicht werden, die gerade nicht nach einem Job suchen, aber für einen Stellenwechsel bereit sind. Mithilfe der Messungs-Tools auf den Plattformen kann gleich der Erfolg der Kampagne überprüft werden.

@depot_online

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Da das Recruiting laut einer Umfrage für viele Personaler:innen jährlich schwieriger wird, bieten sich kreative Lösungen an, um direkt die richtigen Bewerber:innen anzusprechen:

TikTok wird immer beliebter

Wenn du dich fragst, welches soziale Medium das richtige für deine Recruiting-Strategie ist, findest du Hilfe in diesem Artikel. TikTok bietet sich für das Recruiting an, da die Plattform immer populärer wird. Weltweit gibt es weit über eine Milliarde monatlich aktive User. Insbesondere die Generation Z, also die 16- bis 24-Jährigen, ist dort zu finden.

Mit den Target-Optionen der kostenpflichtigen Werbeanzeigen kann die Zielgruppe detailliert festgelegt werden. So können die Kampagnen zielgerichtet nach Keywords, demografischen Daten und Interessen angepasst werden. Als Inspiration für Recruiting-Videos kannst du dir unseren ausführlichen TikTok SEO Guide zu Gemüte führen. Da TikTok für viele auch immer mehr als Such-App fungiert, ist es umso wichtiger, sich mit den Paramatern auseinanderzusetzen, die auf eine gute Sichtbarkeit der eigenen Accounts und Clips einzahlen.







Personal-Marketing mit TikTok

Ein Beispiel für Recruiting-Videos sind kurze Clips, die vom Unternehmensalltag berichten und auf einzelne Berufsbilder zugeschnitten sind:

Dadurch werden User auf die Unternehmen und eventuell unbekannte Berufsbilder aufmerksam. Erfolgreich auf dem Gebiet TikTok-Personal-Marketing ist beispielsweise das Klinikum Dortmund. Sie erzielten mit ihren berufsspezifischen Kurzvideos herausragende Erfolge mit knapp 80.000 Followern und 1,4 Millionen Likes. Dafür bekamen sie sogar den Personalmanagement Award. Der wichtigste Pluspunkt für das Klinikum dabei: Sie hatten viele junge Bewerber:innen erreicht, die in Zeiten des Pflegenotstands sehr gefragt sind.

Eine weitere Möglichkeit für Content sind TikTok Challenges. Insbesondere Tanz- und Karaokewettbewerbe erregen das Interesse der Nutzer:innen. In der USA hat das Pilotprojekt TikTok Resume gestartet, bei dem sich User per Videobewerbung auf TikTok direkt auf eine freie Stelle bewerben können. Das Experiment verläuft bisher erfolgreich, weswegen es gut sein kann, dass das Feature auch bald in Deutschland verfügbar sein wird.

Nachteile beim Social Media Recruiting

Natürlich gibt es auch beim Social Media Recruiting einige Nachteile – beispielsweise der Zeitaufwand, die Gefahr eines Shitstorms und Probleme bei der Einhaltung der Datenschutzbestimmungen. Auch TikTok steht immer häufiger in der Kritik aufgrund des nicht gewährleisteten Datenschutzes. So wurde im Sommer 2022 der Zugriff auf sensible US-User-Daten in China bekannt. Vor Fake News und zensierten Keywords in der Suche wird ebenfalls gewarnt – ein Problem, das jedoch bei anderen Kanälen ebenfalls besteht.

Allerdings kann sich der Aufwand lohnen, denn potenzielle Bewerber:innen werden persönlich und zielgerichtet angesprochen und das Image des Unternehmens kann zeitgleich verbessert werden. In Zeiten des Personalmangels sollte dieser Recruiting-Weg nicht unversucht bleiben.

Am Ende siehst du noch ein Beispiel dafür, dass auch Oldschool-Stellenanzeigen auf TikTok ihren Platz finden:

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