Human Resources
Global Hiring Trends: Warum Gen Z und Buchhalter:innen jetzt gefragt sind

Global Hiring Trends: Warum Gen Z und Buchhalter:innen jetzt gefragt sind

Marié Detlefsen | 27.02.25

Moderne Techniken, globale Trends und neue Strategien entwickeln, um Talente zu gewinnen und zu halten – Personaler:innen müssen immer die aktuellsten Entwicklungen vor Augen haben. Erfahre, welche Trends auf dem Arbeitsmarkt entscheidend und welche Berufe jetzt besonders gefragt sind.

Unternehmen kämpfen um Talente, traditionelle Rekrutierungsmodelle werden auf den Kopf gestellt, und neue Berufsbilder entstehen in rasantem Tempo. Wer heute die richtigen Strategien wählt, kann sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern. Doch welche Trends dominieren die Arbeitswelt wirklich? Der aktuelle Global Hiring Report von Deel liefert Einblicke in die bedeutendsten Entwicklungen des Jahres 2024 und zeigt, worauf Unternehmen jetzt achten müssen.

Generation Z setzt weiterhin die Trends

Obwohl Führungskräfte regelmäßig die Arbeitsmoral und Leistungsfähigkeit der Generation Z hinterfragen, beweist die Studie, dass diese junge Altersgruppe gefragter ist denn je. Im vergangenen Jahr verzeichnete sie das höchste Gehaltswachstum aller Generationen – rund neun Prozent. Zum Vergleich: Die Gen X und die Babyboomers hatten nur ein Gehaltswachstum von etwa fünf Prozent.

Gen Z Trends: Im Laufe des Jahres 2024 verzeichnete die Generation Z einen Anstieg der Gehälter um neun Prozent, die größte Veränderung im Vergleich zu anderen Generationen.
Im Laufe des Jahres 2024 verzeichnete die Generation Z einen Anstieg der Gehälter um neun Prozent, die größte Veränderung im Vergleich zu anderen Generationen (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Deel

Zudem war der Anteil an unfreiwilligen Kündigungen mit nur 36 Prozent vergleichsweise niedrig. Unternehmen setzen verstärkt auf junge Talente, insbesondere wegen ihrer hohen digitalen Affinität und ihrer Vertrautheit mit innovativen Technologien wie Künstlicher Intelligenz.

Lokale Einstellungen boomen – weniger Entlassungen weltweit

Weiter zeigt die Studie eine deutliche Verschiebung hin zur Inlandsrekrutierung im Rahmen der Trends für 2025. Während grenzüberschreitende Arbeitsmodelle weiterhin eine Rolle spielen, entschieden sich Unternehmen zunehmend für die Einstellung von Mitarbeiter:innen aus dem eigenen Land. Global stieg die Inlandsrekrutierung um satte 104 Prozent, während internationale Einstellungen lediglich um 42 Prozent zunahmen.

In Deutschland nahm die Inlandsrekrutierung um 159 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.
In Deutschland nahm die Inlandsrekrutierung um 159 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Deel

In Deutschland ist dieser Trend noch ausgeprägter: Hier nahm die Inlandsrekrutierung um 159 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, während die internationalen Neueinstellungen lediglich um 49 Prozent anstiegen. Ein gutes Zeichen für den hierzulande schwächelnden Arbeitsmarkt. Einer der Hauptgründe liegt laut dem Report in der wachsenden Bedeutung einheitlicher Arbeitszeiten. So lebten 41 Prozent der international eingestellten Fachkräfte in Zeitzonen, die maximal eine Stunde vom Unternehmensstandort entfernt sind. Gleichzeitig zeigt sich eine globale Stabilisierung des Arbeitsmarktes: Die Zahl der Entlassungen nimmt weltweit kontinuierlich ab.

KI-Trends weiter an vorderster Front, aber nicht auf Platz eins

Mit der Automatisierung von Büroaufgaben werden Stellen wie Dateneingabe, administrative Unterstützung oder Spezialist:innen für Künstliche Intelligenz immer wichtiger. Doch laut Report sind dies nicht die meistgesuchten Arbeitskräfte: Während in der Vergangenheit Software-Entwickler:innen die begehrtesten Talente waren, sind nun Buchhalter:innen in den Fokus der Unternehmen gerückt. Die Nachfrage nach Fachkräften aus dem Finanz- und Steuerbereich ist stark gestiegen – insbesondere aufgrund wachsender regulatorischer Anforderungen und der zunehmenden internationalen Vernetzung von Geschäftsmodellen.

Laut dem Report wurden über Deel 74 Prozent mehr Buchhalter:innen eingestellt als im Vorjahr. Auch die Gehälter in diesem Bereich stiegen um beeindruckende 15 Prozent – stärker als in jeder anderen Berufsgruppe. Besonders in den USA, Australien und Großbritannien suchten Unternehmen verstärkt nach Buchhalter:innen aus dem Ausland. Ein Grund für die hohe Nachfrage an Buchhalter:innen könnte darin liegen, die Budgetierung in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten langfristig und mit Fachpersonal zu optimieren.

Im vergangenen Jahr stiegen die Einstellungen (74 Prozent) und Gehälter (15 Prozent) bei Buchhalter:innen schneller als bei jeder anderen Berufsgruppe.
Im vergangenen Jahr stiegen die Einstellungen (74 Prozent) und Gehälter (15 Prozent) bei Buchhalter:innen schneller als bei jeder anderen Berufsgruppe (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Deel

Die Erkenntnisse des Global Hiring Reports 2024 verdeutlichen, dass Unternehmen weltweit ihre Rekrutierungsstrategien anpassen, um sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Der Fokus auf die Generation Z, der Anstieg lokaler Einstellungen, die wachsende Nachfrage nach Buchhalter:innen und eine immer stabiler werdende Mitarbeiter:innenbindung zeigen, wie sich der globale Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr transformiert hat. In einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt wird es entscheidend sein, flexibel zu bleiben und auf neue Trends schnell zu reagieren. Jessica Pillow, Director of Global Compensation at Deel, macht darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, die eigenen Mitarbeiter:innen zu halten und entsprechend zu entlohnen:

People are staying in their roles longer, and that has implications for global compensation. For people you’ve already hired, think about introducing ‘pay-for-performance’ programs to keep top talent engaged and to drive long term-retention. If you’re hiring, offering higher compensation goes further now.


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