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Digitalpolitik
Wegen Kartellrechtsverletzung: Das US Justice Department bereitet nächste Klage gegen Google vor

Wegen Kartellrechtsverletzung: Das US Justice Department bereitet nächste Klage gegen Google vor

Niklas Lewanczik | 10.08.22

Schon im September möchte das DOJ Google wegen der unlauteren Kontrolle des Werbemarktes verklagen. Bereits 2020 reichte die Behörde eine Kartellrechtsklage gegen das Unternehmen ein.

Auf Google kommt die nächste Kartellrechtsklage vonseiten der US-Regierung zu. Das Justizministerium der Vereinigten Staaten bereitet nach Bloomberg-Informationen eine entsprechende Klage für September 2022 vor. Der Alphabet-Tochter wird vorgeworfen, die eigene Vormachtstellung im digitalen Werbemarkt für die Kontrolle und Manipulation desselben auszunutzen. Die Untersuchung des Department of Justice (DOJ) läuft seit über einem Jahr; und kürzlich haben die Anwält:innen des Ministeriums neue Informationen von Publishern aus Interviews erhalten, die ihre Vorwürfe stützen sollen. Im Jahr 2020 hatte das DOJ Google wegen wettbewerbsfeindlichem Verhalten zur Wahrung einer Monopolstellung in der Suche – insbesondere mobil – verklagt und dem Unternehmen eine Monopolstellung attestiert.

Google ist ein „Gatekeeper“: Diverse Untersuchungen und Klagen schränken das Unternehmen nur bedingt ein

Google is the monopoly gatekeeper to the internet for billions of users and countless advertisers worldwide,

heißt es in der Klage aus dem Jahr 2020. Das Department of Justice hat dem Unternehmen bereits eine Monopolstellung zugeschrieben und auch das Bundeskartellamt Deutschlands hat Google aus diesem Grund Anfang des Jahres unter erweiterte Missbrauchsaufsicht gestellt. Schon im Mai 2021 hatte das Amt Google wegen unlauterer Marktmachtausnutzung angeklagt.

Trotz diverser Klagen gegen und Untersuchungen von Google floriert das Unternehmen weiterhin, vor allem dank immenser Werbeeinnahmen. Im zweiten Quartal 2022 waren es über 56 Milliarden US-Dollar. Allerdings gibt es erste Auswirkungen auf Googles Properties infolge von Untersuchungen in der EU. So möchte Google künftig konkurrierenden Werbevermittlungsunternehmen erlauben, Ads auf YouTube zu platzieren, um einer massiven Geldstrafe im Rahmen der EU-Untersuchung zu entgehen.

Die neue Klage des DOJ ist noch nicht offiziell eingereicht worden, dürfte das Suchmaschinenunternehmen aber ab September weiter unter Druck setzen. Google-Sprecher Peter Schottenfels erklärte in einem Statement gegenüber Bloomberg:

Our advertising technologies help websites and apps fund their content, and enable small businesses to reach customers around the world. The enormous competition in online advertising has made online ads more relevant, reduced ad tech fees, and expanded options for publishers and advertisers.

All die positiven Aspekte aus Googles Werbenetzwerk können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung hat, die – erwiesenermaßen – schon missbraucht worden ist.

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Kommentare aus der Community

Peter Schaefer am 11.08.2022 um 13:56 Uhr

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