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So viel soll Netflix’ werbegestütztes Abonnement kosten

So viel soll Netflix’ werbegestütztes Abonnement kosten

Larissa Ceccio | 29.08.22

Netflixs werbegestützes Abonnenement, das noch dieses Jahr kommen soll, soll zwischen sieben und neun US-Dollar pro Monat kosten.

Kürzlich wurde bekannt gegeben, dass Netflix den Start eines günstigeren Abonnementsmodells mit Werbung erst für 2023 plant – laut einem neuen Bericht von Bloomberg könnte es jedoch in einigen Märkten bereits dieses Jahr kommen. Jetzt wurden zudem erstmals mögliche Preise veröffentlicht: User, die bereit sind, Werbung während ihres Streaming-Erlebnisses in Kauf zu nehmen, müssen mit Kosten zwischen sieben und neun US-Dollar pro Monat rechnet.

Das könnte, je nach Abonnement, eine erhebliche Ersparnis sein: Derzeit bietet das Unternehmen Nutzer:innen Streaming-Modelle für 9,99 US-Dollar, 15,49 US-Dollar und 19,99 US-Dollar pro Monat an. In Deutschland liegen die Kosten bei 7,99 Euro (Basis), 12,99 Euro (Standard) oder 17,99 Euro (Premium) pro Monat. Beim Basis-Abonnement können User lediglich Filme und Serien in SD-Qualität auf einem Gerät schauen, beim Standard-Abonnement hingegen bereits in HD-Auflösung und auf zwei Geräten streamen und beim Premium-Abonnement in 4K/HDR auf bis zu vier Geräten Streaming-Inhalte schauen.

So viel Werbung plant Netflix für das neue Abonnement

Der Bericht beleuchtet außerdem weitere Details zum neuen werbefinanzierten Abonnement: Netflix möchte etwa vier Minuten Werbung pro Stunde zeigen und plant, diese vor und in der Mitte des Streaming-Inhalts zu spielen. Lediglich Inhalte für Kinder sowie Netflix Originals (Eigenproduktionen) sollen von Werbung ausgenommen sein. Laut Bloomberg möchte der Streaming-Dienst die neue werbegestützte Variante doch noch im letzten Quartal dieses Jahres in sechs Märkten einführen. Anfang 2023 könnte dann ein breiterer Roll-out stattfinden.

Das kostengünstigere, jedoch werbefinanzierte Abonnement könnte jedoch noch einen weiteren Haken haben: Tech-Experte Mark Gurman schrieb kürzlich, dass diese Variante eine sehr populäre Funktion des aktuellen Angebots vermissen lassen dürfte. Denn der Code in der App deutet darauf hin, dass das günstigere Abonnement keine Downloads und damit keine Offline-Rezeption ermöglicht. So könnte Netflix User dazu animieren wollen, sich eher für das Premiumabonnement zu entscheiden – dessen Preis möglicherweise erneut angehoben wird.

Das Streaming-Spektrum wird immer größer

Nachdem Netflix erklärt hatte, dass es zum ersten Mal seit über zehn Jahren zahlende User verloren hat, deutete Co-CEO Reed Hastings bereits im April an, dass der Streaming-Dienst trotz jahrelanger Ablehnung von der Idee, ein werbegestütztes Modell anzubieten, doch noch ein durch Anzeigen gestütztes Abonnement bringen könnte. Dass der Start dieses jetzt sicher ist, liegt an verschiedenen Gründen. Einerseits wird die Konkurrenz durch etwa Disneys+ und Amazon Prime immer größer: Disney hat beispielsweise mit den gesammelten Streaming-Diensten nach Daten von JustWatch gerade Netflix überholt, was zahlende Kund:innen weltweit angeht. Amazon hat zudem den kostenlosen Streaming-Dienst Freevee auf den Markt gebracht und der Start von Paramount+ steht in Deutschland ebenfalls bereits in den Startlöchern.

Andererseits hat Netflix auch immer noch das Problem, dass laut eigener Schätzungen etwa 100 Millionen Haushalte weltweit durch Account Sharing kostenfrei auf den Streaming-Dienst zugreifen können. Geteilte Accounts sollen in anderen Haushalten daher künftig nur über den Extra Member Account möglich sein; die Alternative ist ein eigener Account für die Person, die vom Passwort-Sharing profitiert (hat).

Auch die in vielen Ländern steigenden Lebenshaltungskosten könnten dazu führen, dass womöglich weniger User auf sehr viele Angebote parallel zugreifen und sich stattdessen lieber für das für sie beste Angebot entscheiden.

Könnten nicht-werbegestützte Netflix-Abonnements noch teurer werden?

Disney+ hat ähnlich wie Netflix ein günstigeres Abonnement angekündigt, das durch Werbung finanziert wird. Dieses startet in den USA am 8. Dezember, kostet allerdings genauso viel wie das Premiumabonnement aktuell – das wiederum deutlich teurer wird. Daher liegt es nahe, dass auch Netflix die Preise für die Abonnementmodelle ohne Werbung anziehen könnte, sobald die etwas günstigere Option gelauncht wird.

In einer E-Mail an The Verge erklärte die Netflix-Sprecherin Kumiko Hidaka, dass der Bericht von Bloomberg jedoch „zu diesem Zeitpunkt nur Spekulation“ sei. Sie sagte, dass das Unternehmen „noch in den Anfängen der Entscheidung steht, wie es eine preisgünstigere, werbeunterstützte Stufe einführen kann, und, dass noch keine Entscheidungen getroffen wurden“.

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