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Nächster Twist: Elon Musk lehnt Vorstandsposten bei Twitter ab
© Joshua Hoehne (Unsplash), Duncan.Hull (eigenes Werk) - Wikipedia.de, CC BY-SA 3.0 (Änderungen wurden vorgenommen via Canva)

Nächster Twist: Elon Musk lehnt Vorstandsposten bei Twitter ab

Niklas Lewanczik | 11.04.22

Tesla-Chef Elon Musk ist nun Twitters größter Shareholder und teilt auf der Plattform fleißig Ideen für das Unternehmen. Die vorgesehene Rolle im Vorstand lehnt er jedoch ab.

Die Entscheidungen, die bei Twitter fallen, liegen in den Händen des Managements – und in niemandes sonst. Das erklärt der CEO Parag Agrawal in einer Mitteilung an seine Mitarbeiter:innen, in der er sie darüber informiert, das Elon Musk dem Vorstand des Unternehmens nicht beitreten wird. Das war bis vor kurzem der Plan gewesen, Agrawal hatte Musk bereits via Twitter öffentlich im Vorstand begrüßt.

Nun hat der Tesla-Chef diesen Posten jedoch abgelehnt. Dabei hatte er noch vor wenigen Tagen kritische Tweets zur Plattform geteilt, die als Verbesserungsvorschläge aufgefasst werden könnten.

Elon Musk nun doch nicht im Twitter-Vorstand

Mit seinem Ankauf von über neun Prozent der Anteile an Twitter wurde Elon Musk im März 2022 zum größten Shareholder des Unternehmens. Die Aufnahme in den Vorstand sollte folgen, war beschlossene Sache. Parag Agrawal schreibt in seiner Botschaft ans Team jedoch, dass der Multimilliardär Musk nun doch nicht auf das Angebot eingeht. In seiner Nachricht heißt es:

[…] Elon’s appointment to the board was to become officially effective 4/9, but Elon shared that same morning that he will no longer be joining the board. I believe this is for the best […]

Den Input von Elon Musk als Sharedholder – und von Shareholdern allgemein – werde man aber weiterhin sehr schätzen und berücksichtigen.

Im Fall von Elon Musk handelt es sich indes um sehr viel Input. Denn der bekannte Entrepreneur nutzt die Plattform oft und viel, häufig auch für Kritik an Twitter.

Musk nutzt Twitter für Kritik an der und Vorschläge für die Plattform

Vor wenigen Wochen hatte Elon Musk bereits via Tweet angezweifelt, dass Twitters Richtlinien einen demokratischen Meinungsaustausch möglich machen. Das war nicht das erste Mal, dass er auf der Plattform Kritik an Twitter übte. Kurze Zeit nach dem Bekanntwerden seines Aktienkaufs beim Unternehmen – und nach der ersten Verkündung, dass er im Vorstand aktiv sein soll – gab Musk in weiteren Tweets Bedenken gegenüber der Plattform Ausdruck. So führte er einige Accounts mit extrem hohen Follower-Zahlen auf, die allerdings wenig Content teilen und kaum twittern. Dieser Feststellung schloss er die Frage an: „Is Twitter dying?“.

Zudem berichtet Andrew Hutchinson bei Social Media Today von Tweets – die inzwischen nicht mehr online sind –, in denen Musk vorschlägt, Twitter Blue-Abonnent:innen keine Ads zu zeigen und ihnen eine Authentifizierungs-Checkmark zu geben sowie das Twitter-Gebäude in San Francisco als Unterkunft für Geflüchtete zu nutzen, da ohnehin kaum jemand vor Ort sei.

Vor wenigen Tagen hatte Elon Musk bei Twitter Usern zudem für Furore gesorgt, weil er eine Abstimmung über den langersehnten Edit Button veröffentlicht hatte. Diesen testet Twitter nun tatsächlich, allerdings zunächst nur im Bezahlbereich Twitter Blue.

Welchen Einfluss Musk letztlich auf die Entscheidungsfindung bei Twitter hat, das dürfte der Öffentlichkeit verborgen und damit eher Spekulation bleiben. Dass seine Stimme aber gehört wird, davon ist auszugehen; nicht zuletzt aufgrund seiner mehr als 80 Millionen Follower auf Twitter. Und das hatte Parag Agrawal ihm ohnehin zugesagt. Allerdings betont der CEO auch, dass das Twitter Team sich dem Aufruhr rund um den Tesla-Chef und den Ablenkungen entziehen wolle, um sich auf die Verbesserung der Plattform zu konzentrieren. Ein Edit Button könnte dabei ein großer Schritt sein.

Doch unabhängig davon führt Twitter stets viele Neuerungen ein. Zuletzt wurden die Professional Accounts für alle User weltweit ausgerollt, Twitter-Nutzer:innen können dank der neuen Themen-Funktion jetzt aktiv Interessen folgen und eine „Co-Autor“-Funktion wie bei Instagram ist ebenfalls im Test.

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