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Elon Musk wird Teil des Twitter-Vorstands – und hat erste Änderungsvorschläge
© Brett Jordan (Unsplash), Duncan.Hull (eigenes Werk) - Wikipedia.de, CC BY-SA 3.0 (Änderungen wurden vorgenommen via Canva)

Elon Musk wird Teil des Twitter-Vorstands – und hat erste Änderungsvorschläge

Niklas Lewanczik | 05.04.22

Der Tesla-Chef ist gerade zum größten Shareholder bei Twitter aufgestiegen, jetzt wird er mit CEO Parag Agrawal im Vorstand zusammenarbeiten. Was kann er bewirken?

In einer Reihe von Tweets haben sowohl Elon Musk als auch Twitters CEO Parag Agrawal und Gründer Jack Dorsey bestätigt, dass Musk künftig im Vorstand des Unternehmens sitzen wird. Diese Nachricht folgt auf die Verkündung der Tatsache, dass der Tesla-Chef mit 9,2 Prozent Anteilen am Unternehmen nun der größte Shareholder von Twitter ist. In seiner neuen Rolle möchte Elon Musk Veränderungen für Twitter voranbringen – eine Übernahme der Plattform ist ihm vorerst jedoch noch nicht möglich.

Elon Musk wird Teil des Vorstands, darf aber nur noch ein paar Prozent mehr Anteile kaufen

Die US-Börsenaufsicht United States Security and Exchange Commission (SEC) gibt in einer öffentlichen Nachricht bekannt, dass Musk zu einem sogenannten Class II Director im Twitter-Vorstand ernannt wird. Dieser spezielle Status bedeutet, dass er – zumindest bis 2024 – nicht mehr als 14,9 Prozent am Unternehmen erstehen kann. Auf diese Weise möchte Twitter womöglich verhindern, dass Elon Musk das Unternehmen komplett übernimmt und verwaltet.

The Company will appoint Mr. Musk to the Company’s Board of Directors (the ‚Board‘) to serve as a Class II director with a term expiring at the Company’s 2024 Annual Meeting of Stockholders. For so long as Mr. Musk is serving on the Board and for 90 days thereafter, Mr. Musk will not, either alone or as a member of a group, become the beneficial owner of more than 14.9% of the Company’s common stock outstanding at such time, including for these purposes economic exposure through derivative securities, swaps, or hedging transactions.

Elon Musk ist kürzlich mit seinem milliardenschweren Ankauf von über neun Prozent der Anteile an Twitter mit einem Schlag zum größten einzelnen Shareholder, mit Abstand vor Ex-CEO Jack Dorsey (2,25 Prozent Anteile), aufgestiegen. Dorsey selbst begrüßte in einem Tweet, dass Musk sein Führungs-Know-how Twitter zugute kommen lassen wird.

Was Musk bei Twitter verändern könnte

Zwei Kernaspekte, die Elon Musk bei Twitter demnächst zusammen mit dem Management um Parag Agrawal verändern könnte, sind die Meinungsäußerung und der Edit Button. Über einen möglichen Mangel an Strukturen, die die absolut freie Meinungsäußerung auf Twitter erlauben, hatte sich der Multimilliardär zuletzt öffentlich beschwert – ironischerweise via Tweet. Ob er Ideen dazu hat, wie Twitter, das gegenüber Facebook, Instagram und TikTok als vergleichsweise rigorose Plattform gilt, wenn es um den Umgang mit Hate Speech geht, sich hinsichtlich der Free-Speech-Thematik ändern könnte, bleibt vorerst Spekulation.

Eine einfacher umzusetzende Änderung würde den Edit Button betreffen. Diesen wünschen sich User seit Jahren. Elon Musk, der über 80 Millionen Follower auf Twitter hat, hatte mit einer Umfrage bereits ein klares Bild geschaffen, das zeigt, wie viele Menschen auf diese Funktion gern zurückgreifen würden. Über 73 Prozent der mehr als zwei Millionen Umfrageteilnehmer:innen möchten den Edit Button gern nutzen. Vielleicht kommt diese Funktion, gegen die sich Jack Dorsey stets ausgesprochen hatte und deren ähnlichstes Feature auf der Plattform das im Bezahlmodell Twitter Blue verankerte Undo Tweet ist, also doch bald zu Twitter.

Zunächst muss Elon Musk womöglich aber eine Strafe an die SEC zahlen. Er hatte die Anteile an Twitter am 14. März 2022 erworben, das aber nicht innerhalb von zehn Tagen öffentlich gemacht. Wie The Verge berichtet, könnte das eine Strafzahlung in Höhe von etwa 100.000 US-Dollar nach sich ziehen. Musks Vermögen wird derzeit auf über 280 Milliarden US-Dollar geschätzt, was ihn zum reichsten Menschen der Welt macht. Sein Kauf der Twitter-Anteile ließ die Aktie des Unternehmens zeitweise um 25 Prozent steigen.

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