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Technologie
Mit Bedrock launcht Amazon jetzt eine eigene KI-Plattform

Mit Bedrock launcht Amazon jetzt eine eigene KI-Plattform

Larissa Ceccio | 14.04.23

Mit der KI-Plattform Bedrock möchte Amazon OpenAI Konkurrenz machen. Der AWS-basierte Cloud Service nutzt KI-Modelle von Amazon sowie mehreren AI Start-ups und ermöglicht es Usern, Chatbots, Text oder Bilder zu kreieren.

Die Liste der Unternehmen, die eigene KI-Systeme auf den Markt bringen oder deren Entwicklung ankündigen, wird immer länger. Der jüngste Tech-Konzern, der mitmischen möchte, ist Amazon. Denn seit kurzem wird Kund:innen von Amazon Web Services (AWS) gleich ein ganzes Bündel an eigens entwickelten KI-Programmen sowie bekannten KIs von dritten Unternehmen zugänglich gemacht, wie der Konzern in einem Blogeintrag verkündete. Die KI-Plattform fungiert unter dem Namen Amazon Bedrock. User sollen Bedrock verwenden können, um Chatbots zu erstellen, Text zu generieren und Bilder zu kreieren. Die Ankündigung erfolgt, nachdem der Amazon CEO Andy Jassy gesagt hatte, das Unternehmen werde „massiv“ in KI investieren. Der Cloud-Service soll die Macht des international tätigen Konzerns im Bereich KI stärken.


Das Marketing rund um generative KI-Lösungen verkauft die Utopie des Knopfdruck-Contents – aber besteht dieses Versprechen auch den Praxistest? Der Beitrag liefert einen Blick auf die Chancen der Technologie sowie ihre Grenzen – und erklärt, wie Content-Verantwortliche die neuen KI-Tools sinnvoll in ihre Kreativprozesse einbinden können.

Content-Produktion mit KI
– heute, morgen und in Zukunft

© DeepMind – Unsplash


Bedrock: Amazons Cloud-Service für KI-generierte Texte und Bilder

Bedrock ist eine Suite von generativen KI-Tools, die Kund:innen von Amazon Web Service, also Unternehmen, die ihre Operationen auf den Datenservern von Amazon ausführen, helfen können, Chatbots zu erstellen, Dokumente zusammenzufassen, Bilder zu klassifizieren oder Produkte zu designen.

Bedrock-Ankündigung, © Amazon

Bedrock User können bestimmte Aufgaben ausführen, indem sie aus einer Reihe von Modellen für maschinelles Lernen auswählen, die als „Grundlagenmodelle“ bezeichnet werden, wie etwa Jurassic-2 von AI21, Claude von Anthropic, Stable Diffusion von Stability AI und Amazon Titan. Das geht unter anderem aus dem Ankündigungs-Tweet von Amazon CEO Andy Jassy hervor.

Ein Content Marketing Manager kann beispielsweise Bedrock verwenden, um eine gezielte Werbekampagne für eine neue Handtaschenlinie zu erstellen. Hierfür gibt er Daten ein, damit die Plattform Social-Media-Beiträge, Display-Anzeigen und Webkopien für Produkte erstellen kann.

Das bietet Bedrock laut Amazon CEO Andy Jassy Unternehmen

Die Ankündigung erfolgt, nachdem Jassy in seinem jährlichen Aktionärsbrief geschrieben hatte, dass der Konzern verstärkt auf generative KI setzt. Amazon werde „stark in generative KI und große Sprachmodelle investieren“ – kurz LLMs, sagte er. Jassy nannte sie „transformativ“ und ergänzte:

Let’s just say that LLMs and Generative AI are going to be a big deal for customers, our shareholders, and Amazon.

In einem CNBC-Interview sagte der Amazon CEO laut Engadget außerdem:

Most companies want to use these large language models, but the really good ones take billions of dollars to train and many years and most companies don’t want to go through that. So what they want to do is they want to work off of a foundational model that’s big and great already and then have the ability to customize it for their own purposes. And that’s what Bedrock is.

Amazon ist der jüngste große Tech-Konzern, der generative KI-Tools auf den Markt bringt. Er folgt Konzernen wie Microsoft und Google, die Anfang dieses Jahres eigene Versionen von generativen KI-Chatbots gelauncht haben. Auch Meta will noch dieses Jahr KI-Tools entwickeln, mit denen Werbeanzeigen erstellt werden können. Denn auch für Meta CEO Mark Zuckerberg ist die Arbeit an generativen KI-Modellen mittlerweile eine Priorität.


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© Mariia Shalabaieva – Unsplash


Laut Amazon nutzt Coda, ein Unternehmen zur Erstellung von KI-Dokumenten, das von unter anderem Uber oder der New York Times genutzt wird, bisher Bedrock, um die eigenen Geschäftsabläufe zu skalieren. Ebenso zählen laut Angaben des Konzerns Pegasystems, Accenture und Deloitte zu den ersten Kund:innen, die Bedrock testen möchten. Eine Vorschau des generativen KI-Toolkits von Amazon ist derzeit auf ausgewählte AWS-Kund:innen beschränkt und nur über eine Warteliste zugänglich. Auf der Amazon Bedrock Webseite kannst du dich auf die Liste setzen lassen.

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