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Unternehmensrichtlinien
Twitter verbietet offiziell Third Party Clients wie Tweetbot – und arbeitet an Affiliates Tab

Twitter verbietet offiziell Third Party Clients wie Tweetbot – und arbeitet an Affiliates Tab

Niklas Lewanczik | 20.01.23

Kurz nachdem bekannt wurde, dass Twitter bewusst Third Party Clienst für Developer ausschließt, hat das Unternehmen seine Richtlinien entsprechend angepasst. Unterdessen könnte ein Affiliates Tab Accounts zugute kommen.

Unter der Führung von Elon Musk erlaubt Twitter keine Third Party Clients vonseiten der Entwickler:innen. Third Party Apps wie Tweetbot oder Twitteriffic wurden kürzlich gesperrt, ihnen wurde der Zugriff zur Twitter API entzogen. Dass es sich dabei nicht um ein Versehen, sondern um Kalkül handelte, hatte The Information bereits vor einigen Tagen bestätigt. Während viele Entwickler:innen zunächst vergeblich auf eine Erklärung für diesen drastischen Schritt warteten, hat das Unternehmen das eigene Developer Agreement angepasst – und de facto Third Party Apps verboten, die in Twitters Feature-Kosmos agieren.

Verbot für Third Party Apps wie Twitterific wird offiziell

Für Engadget berichtet Karissa Bell von der Veränderung in Twitters Richtlinien, die für viele App Developer große Auswirkungen haben wird. Im Bereich Reverse Engineering und Restrictions heißt es dort jetzt:

You will not or attempt to (and will not allow others to) […] use or access the Licensed Materials to create or attempt to create a substitute or similar service or product to the Twitter Applications […].

Am 17. Januar reagierte Twitter auf die Sperrung einiger Dienste wie Tweetbot mit einem Tweet, in dem es hieß, man befolge lediglich API-Regeln, die schon länger bestehen würden.

Allerdings hatte das Unternehmen laut Karissa Bell bislang auch im Developer Agreement kein Verbot gegen Third Party Apps integriert, die Teile der Kerndienste Twitters beinhalteten. Die Beziehung zu Dritt-Apps wie Twitteriffic, Fenix und Co. sei lange Zeit sogar gefördert worden. Nun sind die Zeiten von Fenix, Tweetbot und Co. womöglich für immer vorbei. Matteo Villa, der Entwickler von Fenix, erklärt gegenüber Engadget:

It’s not totally unexpected, but the lack of communication is a bit insulting.

Die Developer haben demnach keine Informationen über die bewussten Sperrungen ihrer Dienste erhalten. Auch Twitterific stellt nach Twitters Entscheidung nun nach 16 Jahren den Dienst ein.

Tom Warren, Senior Editor bei The Verge, hält dieses Vorgehen Twitters für äußerst fragwürdig, weil das Unternehmen lange Zeit von Third Party Clients profitiert hatte.

Jetzt haben Elon Musk und Co. ein paar weitere Erfolgsgeschichten der Digitalbranche, die mit Twitter verknüpft waren, beendet.

Unterdessen entwickelt sich Twitter immer weiter

Twitter testet derzeit wöchentlich neue Features oder stellt Updates vor. Während das Unternehmen mit krassen Umsatzeinbrüchen zu kämpfen hat und die Unternehmenskultur unwiderruflich verändert, müssen sich User auf eine Flut von neuen Funktionen gefasst machen. Eins der neuesten Features, das sich jedoch noch in der Testphase befindet, könnte für die Konten von Creatorn und Marken jedoch von Vorteil sein und Twitter auch als Business-Netzwerk stärker in den Fokus rücken. Nach Informationen des Reverse Engineers Alessandro Paluzzi arbeitet Twitter derzeit an einem Affiliates Tab, der direkt im Profil angezeigt werden soll.

Da das Affiliate Marketing auch in Krisenzeiten großes Potential bietet, wie der aktuelle Affiliate-Trend-Report 2023 von xpose360 und AffiliateBLOG.de zeigt, könnte sich ein solches Element für Twitter User, aber auch für die Plattform selbst auszahlen. Denn diese muss dringend die Umsätze optimieren. Dabei gilt es vonseiten Elon Musks womöglich, bald weniger darauf zu setzen, durchweg zu polarisieren. Seit seiner Übernahme des Unternehmens sind laut The Information bereits über 500 Top Advertiser Twitters weggefallen. Neuen Berichten zufolge verzeichnet das Unternehmen im Vorjahresvergleich bereits einen Umsatzeinbruch von 40 Prozent.


Twitter arbeitet an Video-Chats und Creator Awards, verschiebt den neuen View Counter und bietet eine vorteilhafte Blue-Bezahloption. Doch all die Neuerungen täuschen nicht darüber hinweg, dass der Umsatz einbricht. Erfahre mehr über die drastischen Änderungen bei Twitter, die die Plattform ein für allemal verändern – und Mitarbeiter:innen, User, Creator sowie Advertiser vor Probleme stellen.

Umsatzeinsturz und Kulturschock bei Twitter

– trotz Update-Welle für User

© Edgar - Unsplash Tasse mit Twitter-Logo darauf
© Edgar – Unsplash

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