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Twitter testet drei Warn-Labels gegen Desinformationen
© Jane Machun Wong/Screenshot Twitter, Canva

Twitter testet drei Warn-Labels gegen Desinformationen

Nadine von Piechowski | 01.06.21

Der Kurznachrichtendienst experimentiert mit drei neuen Labels, die die User über den jeweiligen Status fragwürdiger Inhalte informiert.

Genauso wie andere Plattformen hat auch Twitter mit der Verbreitung von Desinformationen zu kämpfen. Der Kurznachrichtendienst führte bereits diverse Warn-Labels ein, die Tweets als „irreführend“ oder „Desinformation“ kennzeichnen. Diese Labels brachten Twitter bereits eine denkwürdige öffentliche Auseinandersetzung mit dem ehemaligen US-Präsident Donald Trump ein. Dieser setzte sich – nachdem ein Tweet von ihm markiert wurde – für eine strengere Regulierung von Social-Media-Plattformen in den USA ein. Twitter zeigte sich unbeeindruckt und baute die Features zur Eindämmung von Desinformationen weiter aus.


Nun entdeckte Reverse-Engineering-Expertin Jane Machun Wong einen erneuten Test, den die Kurznachrichtenplattform momentan durchzuführen scheint. In einem Tweet zeigt die Expertin, dass es künftig Warn-Lables aus drei unterschiedlichen Kategorien geben könnte:

  • „Stay informed“: Der Tweet könnte Desinformationen beinhalten. Bekomme weiterführende Informationen zu dem Thema
  • „Get the latest“: Dieser Inhalt enthält möglicherweise Desinformationen. Informiere dich generell über ein Thema
  • „Desinformation“: Der Tweet beinhaltet Desinformationen

Dass Twitter an drei verschiedenen Label-Typen arbeitet, zeigt, dass eine eindeutige Einteilung in „Richtig“ und „Falsch“ bei einigen Inhalten nicht immer möglich ist. Mit den Markierungen würde es der Kurznachrichtendienst den Usern leichter machen, sich über ein Thema zu informieren, um sich eine eigene Sichtweise auf dieses bilden zu können.

Nicht nur drei neue Labels im Test: Twitter arbeitet weiterhin an Emoji-Reaktionen

Neben den Tests zu den Warn-Labels arbeitet Twitter weiterhin an einem etwas unterhaltsameren Feature: Emoji-Reaktionen für Tweets. An der Antwortfunktion feilt Twitter bereits seit geraumer Zeit und würde mit der Einführung dieser mit den anderen Social-Plattformen aufschließen. Denn bei LinkedIn, Facebook und Co. ist es für Nutzer:innen bereits möglich, mit einem Emoji auf einen Post zu reagieren.


Auch dieses Feature entdeckte Wong und teilte Screenshots davon auf Twitter. Auf den Bilder ist zu sehen, das sich User künftig womöglich zwischen den Emoji-Reaktionen „Likes“, „Cheer“, „Hmm“, „Sad“ und „Haha“ entscheiden können. Wann Twitter endgültig die beiden neuen Funktionen ausrollt, ist bis jetzt noch unklar.

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