Die SEO-Methoden ändern sich regelmäßig und erfordern ein immer breiteres, plattformübergreifendes Denken. So kann YouTube etwa als hervorragendes SEO-Tool genutzt werden, denn audiovisuelle Inhalte haben großen Einfluss auf Rankings – wenn deine Videos sowie auch der Kanal richtig optimiert sind. In dieser Anleitung zeigen wir dir, worauf du bei der YouTube-Optimierung achten musst.
Die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und somit wertvolle Plattform für Marketer
YouTube ist eines der größten sozialen Netzwerke überhaupt: Mit seinen über eine Milliarde Mitgliedern erreicht das Netzwerk fast ein Drittel aller Internetuser, die sich im Monat zusammengerechnet über sechs Milliarden Stunden Videos anschauen und 900 Millionen Unique Visits generieren.
Dabei ist das Video-Netzwerk im Hinblick auf den Algorithmus nicht so umfangreich wie Google, dennoch kannst du dafür sorgen, dass es deine Inhalte hoch rankt. Um dies zu erreichen und YouTube als umfangreiches Marketing-Tool zu verwenden, ist es notwendig zu wissen, auf welcher Grundlage die Plattform ihren Content rankt. Lalit Sharma hat auf Social Media Today einen Leitfaden zur YouTube Optimierung geschrieben, den wir euch gern vorstellen wollen.
Allgemeines zum Ranking
Bei YouTube kommt es nicht in erster Linie nur auf die Verwendung der richtigen Keywords an und auch gibt es keine speziellen Kriterien für Rankings. Allerdings ist es hilfreich, sich bei der Optimierung auf folgende Faktoren zu fokussieren:
- Views und Frequenz
- Markierungen
- Shares
- Likes und Dislikes
- Anmerkungen und Links im Video
- Abonnenten
- Favoriten
Hier gibt es keine Rangfolge, doch wirken sich die obigen Anhaltspunkte allesamt auf dein Ranking aus. Kannst du Views, Likes oder Shares steigern, bindest Anmerkungen und Links ein, wirkt sich das positiv auf dein Ranking aus. Damit dir dies gelingt und du das Engagement steigerst, solltest du beim Einstellen von Videocontent die folgenden Kriterien beachten, um deinem Content zu mehr Erfolg zu verhelfen.
1. Schritt: Der Dateiname
Achte vor dem Hochladen eines Videos darauf, dass der Dateiname mit dem Videotitel übereinstimmt. Die relevanten Keywords trennst du per Bindestrich.
2. Schritt: Die Keywords
Verschiedene Keywords helfen beim Finden deines Videos. Integriere sie daher sinnvoll sowohl in den Videotitel als auch in die Beschreibung. Du solltest allerdings darauf achten, hier nicht bloß ein Keyword an das andere zu reihen. Ein kleiner Text in der Beschreibung, der umschreibt, worum es in dem Video geht und sich dabei relevanter Keywords bedient, wirkt sich sehr viel besser auf das Engagement aus.
a. Titel
Der Titel für ein Video darf 120 Zeichen umfassen und trotz der Kürze die relevantesten Keywords beinhalten, die auch zum Content passen. Damit gehst du sicher, dass der Titel auch in den Suchergebnissen auftaucht. Inhaltlich ist es wichtig, den Usern einen großen Mehrwert zu bieten und sich damit von anderen Videos mit ähnlichen Inhalten abzusetzen.
b. Beschreibung
Weiterhin muss die Beschreibung des Videos dein Publikum dazu animieren, es sich ansehen zu wollen. Schreibe sie daher möglichst detailliert und verlockend. Bei der Beschreibung kannst du bis zu 1.000 Zeichen verwenden. Hier solltest du dir ebenfalls relevante Schlagworte überlegen und sie im Text unterbringen, so dass User dein Video auch bei unterschiedlichen Suchanfragen finden können. Zu Beginn kannst du direkt einen Link zu deiner Webseite einbauen, sofern diese bereits gut rankt – das wirkt sich auch positiv auf das Video aus. Danach bietet es sich an, eine kurze, zusammenfassende Beschreibung zum Video einzufügen und erst dann mit der detaillierten Beschreibung zu starten. Nicht nur, dass dieses Vorgehen für Übersichtlichkeit sorgt, auch wertet Google reichhaltige Informationen als positiv.
3. Schritt: Tags und Kategorien
Beim Upload kannst du zwischen unterschiedlichen Kategorien wählen. Achte also darauf, dass dein Video der richtigen Kategorie zugeordnet wird, um gefunden werden zu können. Zusätzlich ist es nützlich, Videos zu taggen, um sie von anderen Kategorien abzutrennen. Hast du also ein Video mit dem Titel „Das beste Startup Hamburgs im Interview“ hochgeladen, sind die richtigen Tags etwa Startup, Hamburg und Interview.

4. Schritt: Anmerkungen
Anmerkungen sind die kleinen, interaktiven Sprechblasen oder Felder, die sich, während das Video abspielt, öffnen. Über den gleichnamigen Reiter kannst du sie einbauen. Obwohl viele Unternehmen sie – wohl aufgrund ihres schlichten Aussehens – meiden, sind sie dem User doch auch eine Hilfe: Du kannst in den Anmerkungen weitere Videos, deine Website, eine Landing Page, deinen Channel und noch sehr viel mehr verlinken oder Rabattcodes einblenden und auf diese Weise dafür sorgen, dass deine Inhalte besser ranken.

Mit sinnvollen Verlinkungen hältst du dein Publikum bei der Stange, sie generieren Views und beschäftigen sich länger mit deinen Videoinhalten. Davon profitiert auch dein Business.
Grundsätzlich: Ein gebrandeter Channel
YouTube spiegelt, wie jedes andere soziale Netzwerk auch, dein Unternehmen wider. Ein Unternehmensprofil sollte daher nach Möglichkeit so viele Informationen wie nur möglich bereithalten und entsprechend gepflegt in Erscheinung treten. Befindest du dich auf der Startseite deines Kanals, siehst du oben rechts den Reiter Kanalinfo. Hier kannst du weitere Kanäle verlinken, auf denen dein Unternehmen zu finden ist.

Dein YouTube-Profil bietet die Möglichkeit der individuellen Anpassung. Indem du etwa einen Header einfügst, passende Farben oder Themes wählst, kannst du ihm damit den unverwechselbaren Anstrich deiner Marke verpassen. Du kannst deine Videos auch in eine Playlist einbinden, so dass sie fortlaufend abspielen (siehe Bild 1) und Share-Buttons hinzufügen, damit User sie einfacher auf anderen sozialen Netzwerken teilen und somit die Reichweite sowie Views erhöhen können.
Fazit
Mit den oben stehenden Tipps erfüllst du die technischen Voraussetzungen, um ein großes Publikum und Traffic für deine Videos zu generieren und infolgedessen das Ranking zu verbessern. Nun musst du nur noch mit den Inhalten dafür sorgen, genügend Menschen anzusprechen.
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Quelle: Social Media Today
Kommentare aus der Community
Hallo Tina,
toller Beitrag, der keine Wünsche offenlässt und auch noch verständlich geschrieben ist. Einen kleinen Hinweis möchte ich noch los werden. Nach typisch deutscher Rechtssprechung reicht es leider nicht, bei kommerziellen YouTube Kanälen das Impressum in den Kanalinfos zu „verstecken“. Eine vertretbare Alternative ist die Umfunktionierung eines Share Buttons unten rechts im Headerbild. Man kann direkt auf das Impressum, z.Bsp. von der Website, verlinken. Wichtig ist auch die Bezeichnung „Impressum“.
Gruß
Olaf von vavipro.com