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Social Media Marketing
Hosts erst ab 600 Followern – Twitter rollt Spaces offiziell aus
© Twitter

Hosts erst ab 600 Followern – Twitter rollt Spaces offiziell aus

Niklas Lewanczik | 04.05.21

Die Clubhouse-Konkurrenz Spaces wird in den kommenden Wochen für alle iOS und Android User verfügbar sein. Einen Space starten können jedoch nur Accounts mit einer Mindestanzahl an Followern.

Das Rennen um die Vorherrschaft im Social-Audio-Bereich geht in eine heiße Phase. Die Hype App Clubhouse testet aktuell eine Android-Version, während Facebook vor wenigen Wochen neue Audio-Features und die Rooms gelauncht hat. LinkedIn, Spotify und Reddit arbeiten an ähnlichen Services. Twitter wiederum hat ihnen und gewissermaßen nun auch Clubhouse gegenüber einen Vorteil. Denn der Audio-Dienst Spaces wird nun offiziell gelauncht – für iOS und Android User gleichermaßen. Dabei wird Twitter die Spaces eng mit der Timeline der User verknüpfen, um eine holistische Erfahrung auf der Plattform zu ermöglichen. Dazu zählen Untertitel, angepinnte Tweets und Benachrichtigungen. Konversationen in einem Space können sich dann alle anhören; als Host kommen jedoch noch nicht alle User in Frage.

Austausch in Wort, Bild und Videos soll optimiert werden

Via Twitter und in einem ausführlichen Blogpost gab das Unternehmen bekannt, dass Spaces nun offiziell ausgerollt wird. Zuletzt hatte es immer wieder Neuigkeiten rund um das Feature gegeben. So hatte Twitter kürzlich mehr Android User für einen Test freigeschaltet und auch ein Test für einen Webplayer für Spaces war publik geworden. Nachdem Spaces bereits vergangenes Jahr vorgestellt worden war, wird es nun für alle zugänglich gemacht. Egal ob über iOS oder Android, das Feature soll in wenigen Wochen für alle Twitter-Nutzer:innen zur Verfügung stehen. Als Host können aber vorerst nur diejenigen auftreten, die mindestens 600 Follower vorzuweisen haben. Twitter erklärt diese Schwelle wie folgt:

Based on what we’ve learned so far, these accounts are likely to have a good experience hosting live conversations because of their existing audience. Before bringing the ability to create a Space to everyone, we’re focused on learning more, making it easier to discover Spaces, and helping people enjoy them with a great audience. 

Allerdings lässt der Text vermuten, dass möglicherweise bald alle User einen Space hosten können. Dieses Audio-Feature hat Twitter mit der Timeline der Nutzer:innen verknüpft, um den Austausch zu aktuellen und relevanten Themen zu fördern. So heißt es vonseiten Twitters:

Spaces erweckt die Timelines zum Leben, indem es Nutzer*innen mit anderen Menschen verbindet, um Live-Audio-Unterhaltungen über das zu führen, was sie interessiert. 

So funktioniert Spaces auf der Plattform

Startet ein User auf Twitter für iOS und Android einen Space, wird dies bei den Followern oben in ihrer Timeline als lilafarbene Bubble angezeigt, solange der User live ist. Das gilt auch dann, wenn der User nur in einem Space spricht.

Spaces-Anzeige zu aktiven Usern in der Timeline
Spaces-Anzeige zu aktiven Usern in der Timeline, © Twitter

Treten Nutzer:innen nun einem Space selbst als Zuhörer:in bei, können sie auf die Inhalte mit Emojis reagieren, alle gepinnten Tweets und die Untertitel ansehen, den Space twittern oder als Direktnachricht versenden sowie eine Wortmeldung anfordern. 

Reaktionen auf Spaces via Emoji
Reaktionen auf Spaces via Emoji, © Twitter

Wenn Nutzer:innen einem Space als Sprecher:in beitreten, können sie nicht nur sprechen. Im multimedialen Twitter-Universum können sie auch Tweets an den Space anheften oder den Space tweeten, damit ihre Follower teilnehmen können. Zudem ist das Einschalten von Untertiteln eine Option, was auch ein Verfolgen der Konversation ohne Ton oder bei schlechter Tonübertragung ermöglicht.

Auch Untertitel für Spaces-Gespräche sind möglich
Auch Untertitel für Spaces-Gespräche sind möglich, © Twitter

Wer einen Space bereitstellt, erhält von Twitter die Kontrolle. Um die Sicherheit bei der Moderation von Spaces sowie bei der Teilnahme an Spaces zu gewährleisten, hat das Unternehmen Kontrollmöglichkeiten eingebaut, die Gastgeber:innen und Sprecher:innen zur Verfügung stehen. Hosts können beispielsweise Sprecher:innen stummschalten, ihnen das Mikrofon wegnehmen oder sie komplett aus dem Space entfernen. Außerdem können die Hosts alle Sprecher:innen gleichzeitig stummschalten. Alle Teilnehmer:innen wiederum können andere im Space melden und blockieren – oder den Space melden. 

An diesen neuen Spaces Features arbeitet Twitter derzeit

Der Start von Spaces ist gemacht, nun möchte Twitter aber noch diverse weitere Features einführen, die gerade getestet werden. Dazu zählen:

  • Ticketed Spaces
  • Co-Hosting
  • geplante Spaces
  • Mehr Labels für Blockierungen und Warnsymbole
  • optimierte Untertitel

Insbesondere die Ticketed Spaces dürften für Creator von Interesse sein. Denn diese erlauben – zunächst nur einer Testgruppe von Usern – Ticketpreise und eine Anzahl von Tickets für einen Space festzusetzen. Beispielsweise für ein Album-Release. Diese Monetarisierungsoption könnte sich als wichtig erweisen. Denn wer die besten Creator für das eigene Audio-Feature gewinnt, kann auch mit mehr Usern rechnen.

Ticketed Spaces für Twitter
Ticketed Spaces für Twitter, © Twitter

Mit dem Scheduling Feature werden Nutzer:innen informiert, wenn ein Space startet, für den sie sich interessieren. Das Co-Hosting wiederum wird ersten Usern bald erlauben, zusammen mit bis zu zwei anderen Hosts einen Space aufzusetzen und zu gestalten. Darüber hinaus soll es Untertitel geben, die pausiert und personalisiert werden können. Außerdem testet Twitter die Option, über mehr Wege auf der Plattform direkt in deinen Space einzutreten, zum Beispiel über einen lilafarbenen Kreis um das Profilbild einer Person, die einen Space anbietet.

Im Test: Die Option, einem Space über ein Profilbild beizutreten, © Twitter

Twitter Spaces ist nun also komplett ausgerollt. Doch eine ganze Reihe von Verbesserungen sind bereits geplant. Der Konkurrenzkampf mit Facebook Rooms und Clubhouse hat allerdings längst begonnen. Wenn du noch mehr detaillierte Informationen zu Spaces einsehen möchtest, kannst du den Twitter Blog besuchen.

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