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Neue Pinterest Ads erscheinen jetzt mitten in der visuellen Suche

Neue Pinterest Ads erscheinen jetzt mitten in der visuellen Suche

Larissa Ceccio | 18.09.26

Pinterest macht aus visueller Suche eine neue Performance-Fläche. Visual Search Ads erscheinen dort, wo Nutzer:innen Produkte entdecken und vergleichen. Dazu kommen neue Funktionen für Performance+ und das KI-Tool Restyle.

Mit Visual Search Ads erweitert Pinterest die Werbemöglichkeiten in der visuellen Suche. Das Format erscheint in Suchergebnissen und Pin Closeups und soll Marken in einer Phase sichtbar machen, in der Nutzer:innen Produkte entdecken, vergleichen und ihre Auswahl eingrenzen. Laut Pinterest laufen monatlich mehr als 80 Milliarden Suchanfragen über die Plattform, die meisten davon visuell und mehr als die Hälfte mit kommerziellem Bezug. Für die Ausspielung kombiniert Pinterest Suchbegriffe mit Bildmerkmalen und Signalen zur Suchintention.

Pinterest Pin Closeup mit rosafarbener Bucket Bag und eingeblendeter visueller Suche nach ähnlichen Produkten.
Visual Search Ads in Pin Closeups, © Pinterest

Für Marken wird es besonders interessant, wenn Nutzer:innen schon eine Vorstellung davon haben, was sie suchen, aber noch keine Marke gewählt haben. Denn nach Pinterest-Angaben enthalten 96 Prozent der Top-Suchen keinen Markennamen. Visual Search Ads sollen Marken genau in dieser Phase sichtbar machen und sie früher in die Kaufentscheidung bringen. Pinterest CEO Bill Ready begründet die Neuerungen daher auch mit dem veränderten Suchverhalten:

Traditional search advertising has long relied on keywords, but in an AI-driven world, people are expressing themselves in much richer ways.

Pinterest Intelligence soll Produkte, Stile und Interessen in Bildern und im Suchverhalten erkennen und daraus ableiten, wonach Nutzer:innen gerade suchen. Auf dieser Basis will Pinterest passendere Anzeigen ausspielen. Das Format richtet sich vor allem an Lower-Funnel-Kampagnen und ist mit Pinterest Performance+ kompatibel.

Visual Search Ads starten in den kommenden Wochen zunächst als Beta für berechtigte Advertiser in allen Pinterest-Werbemärkten.



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© Pinterest
© Pinterest

Performance+ bekommt mehr Kontrolle

Pinterest baut auch die Performance Suite aus. Mit Priority Products können Advertiser bestimmte Produkte stärker gewichten, wenn etwa ein Launch, eine Rabattaktion oder eine saisonale Kategorie im Fokus steht. Die Automatisierung von Performance+ bleibt bestehen, Marken können aber vorgeben, welche Produkte besonders wichtig sind.

Neu sind außerdem Self-Service-A/B-Tests. Damit können Advertiser verschiedene Creatives, Targetings und Kampagnenstrategien gegeneinander testen und anschließend mit der besseren Variante weiterarbeiten.

Pinterest hat beide Funktionen im Rahmen von Pinterest Presents angekündigt. Einen konkreten Roll-out-Zeitpunkt oder einzelne Märkte nennt das Unternehmen in der Mitteilung bislang nicht.

App Promotion soll mehr Installationen bringen

Für Marken, die Apps vermarkten, führt Pinterest mit App Promotion ein eigenes Kampagnenziel für Installationen ein. Advertiser können ihre Kampagnen damit direkt auf App-Downloads ausrichten, statt dafür bisherige Workarounds zu nutzen.

Pinterest nennt aus einem Alphatest mit einem einzelnen US-Advertiser bis zu 85 Prozent niedrigere Kosten pro Installation. Der Wert stammt allerdings nur aus einer Kampagne und lässt sich nicht auf andere Advertiser übertragen. App Promotion befindet sich aktuell weltweit in einer Beta mit ausgewählten Werbetreibenden.

Restyle bringt Pinterest-KI ins eigene Zuhause

Auch im eigentlichen Pinterest-Erlebnis soll KI sichtbarer werden. Mit Restyle können Nutzer:innen ein Foto ihres Raumes verwenden, Möbel oder Stile verändern und verschiedene Ideen im eigenen Zuhause ausprobieren. Statt sich nur einzelne Pins anzusehen, lässt sich so testen, wie eine neue Einrichtung im eigenen Raum wirken könnte.

Restyle nutzt dafür Pinterest Intelligence, also die Kombination aus eigenen Nutzer:innensignalen, visuellem Verständnis und speziell entwickelter KI. Aus einer ersten Inspiration soll so schneller eine konkrete Vorstellung davon entstehen, welche Produkte oder Stile zum eigenen Zuhause passen. Restyle startet zunächst als Beta in den USA und Kanada.

Pinterest Restyle-Oberfläche mit einem Wohnzimmerfoto und Bearbeitungsfunktionen zum Hinzufügen, Austauschen, Löschen und Anpassen von Einrichtungsobjekten.
Restyle zeigt einen Raum, der sich mit KI neu gestalten und bearbeiten lässt, © Pinterest

Pinterest rückt näher an die Kaufentscheidung

Die Neuerungen folgen derselben Richtung. Pinterest will Nutzer:innen nicht erst erreichen, wenn sie bereits genau wissen, welches Produkt sie kaufen möchten. Die Plattform versucht früher zu erkennen, welcher Stil, welches Produkt oder welche Idee gerade relevant wird, und passende Angebote direkt in diesen Prozess einzubauen.

Für Advertiser entstehen damit zusätzliche Kontaktpunkte zwischen Inspiration und Kauf. Visual Search Ads machen die visuelle Produktsuche zur Performance-Werbefläche, während Restyle den Schritt von der Idee zum konkreten Produkt verkürzen soll.



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