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Monetarisierung für Creator: Clubhouse launcht Bezahl-Feature
© Canva, Clubhouse

Monetarisierung für Creator: Clubhouse launcht Bezahl-Feature

Aniko Milz | 06.04.21

Kurz nach dem offiziellen Launch in Deutschland kann Clubhouse Monetarisierungsoptionen für Creator präsentieren. Clubhouse Payments sind ab sofort für eine erste Gruppe verfügbar.

Schon als Clubhouse in Deutschland durchstartete, hieß es, dass die Content Creator auf der Plattform bald Zahlungen von Teilnehmer:innen erhalten können sollen. Statt Monetarisierungsoptionen hinten anzustellen, hat Clubhouse diese von Anfang an priorisiert und kann sie dementsprechend nun mit Clubhouse Payments einführen.

Start von Clubhouse Payments: Eine Testgruppe hat Zugriff auf das Feature

Ab sofort können alle User Payments verschicken – sofern die begünstigten Creator bereits für das Feature freigeschaltet sind. Zunächst kann nur eine kleine Testgruppe von Creatorn Zahlungen erhalten. Diese wird aber nach und nach auf alle ausgeweitet, nachdem Clubhouse Feedback sammeln und weiteres Finetuning betreiben konnte. Auf der eigenen Seite gibt Clubhouse bekannt:

All users will be able to send payments today, and we’ll be rolling out the ability to receive payments in waves, starting with a small test group today. Our hope is to collect feedback, fine-tune the feature, and roll it out to everyone soon.

So funktionieren Clubhouse Payments:

Weiterhin erklärt Clubhouse in dem Beitrag wie die Payments funktionieren.

  1. Um Geld an einen Creator zu schicken, besuche dessen Profil und wähle „Geld schicken“ aus. Das funktioniert zunächst nur bei Creatorn aus der ersten Testgruppe.
  2. Gib die Höhe des Betrags an, den du verschicken möchtest. Bei der allerersten Zahlung wirst du aufgefordert, die Informationen zu deiner Girokonto- oder Kreditkarte anzugeben.
  3. 100 Prozent der Zahlung gehen an den jeweiligen Creator. Zusätzlich zu dem ausgewählten Betrag wird dir eine kleine Gebühr berechnet, die an den Bezahldienst Stripe geht. Clubhouse bekommt nichts.
© Clubhouse

Clubhouse auf dem Vormarsch: Mit Facebook, Twitter und Co. auf den Fersen

Clubhouse bietet seinen Usern damit einen entscheidenden Vorteil, den Instagram, Twitter und Co. alle erst nachträglich in ihren Plattformen eingebaut haben. Um diese anderen Plattformen zu monetarisieren, mussten Creator ihre Audience auf andere Seiten wie Substack oder zu einem OnlyFans schicken. Statt einfach ihr Ding auf einer Plattform durchziehen zu können, müssen Creator auch ihre Performance analysieren, über eine Marketing-Strategie nachdenken, Merch designen und mit Sponsoren in Verhandlungen treten. Dass Clubhouse Payments nun einfach in die App integriert werden und Creator sich um nichts weiter kümmern müssen, könnte einen großen Vorteil bedeuten.

Nun kommt es darauf an, wie schnell tatsächlich alle User für das Bezahl-Feature freigeschaltet werden. Denn diverse andere große Unternehmen sind derzeit dabei, ihren eigenen Clubhouse-Klon zu launchen. Twitter, LinkedIn, Spotify und Facebook haben alle ein Audio-Only Feature in Bearbeitung. Doch mit funktionierenden Payment-Optionen hätte Clubhouse hier bereits einen entscheidenden Vorteil – auch wenn die Android-Version der App weiterhin auf sich warten lässt.

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