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Social Media Marketing
Fake News bei Facebook: Unternehmen schätzt Ad-Kampagnen-Performance falsch ein

Fake News bei Facebook: Unternehmen schätzt Ad-Kampagnen-Performance falsch ein

Aniko Milz | 27.09.21

Geständnis von Facebook: Das Unternehmen hat sich bei der Performance diverser Ad-Kampagnen verschätzt und in den Reports an Advertiser falsche Zahlen angegeben.

In den vergangenen Monaten hat Facebook sich immer wieder lautstark über Apples neue Tracking-Maßnahmen beschwert. Bereits im Juli versuchte das Unternehmen Schadensbegrenzung zu betreiben und führte neue Optimierungsmöglichkeiten und geschätzte Performance-Werte ein. Nun stellt sich heraus, dass Facebook die Performance vieler Ad-Kampagnen falsch eingeschätzt hat. Tatsächlich zeigten die Reports fälschlicherweise an, dass die Kampagnen um 15 Prozent schlechter gelaufen wären als sie es in Wirklichkeit sind.

Um etwa 15 Prozent verschätzt

The cost of achieving your business outcome may have increased and it’s also gotten harder to measure your campaigns on our platform. In some cases, this is due to underreporting on our part. Our estimate is that in aggregate we are underreporting iOS web conversions by approximately 15%; however there is a broad range for individual advertisers. We believe that real world conversions, like sales and app installs, are higher than what is being reported for many advertisers,

so erklärt es Graham Mudd, der VP of Product Marketing, in einem Blogpost. Bereits im Quartalsbericht zu Q2 2021 hatte Facebook warnende Worte ausgesprochen. Damals rechnete man mit deutlich stärkeren (negativen) Auswirkungen in Q3. Genaue Zahlen wurden nicht geteilt. Doch das jetzige Eingeständnis zeigt, dass Facebook mit den Auswirkungen zu kämpfen hat. Das Unternehmen hat Probleme damit, die Reichweite von Ad-Kampagnen zu errechnen – ein Problem, das so schnell nicht verschwinden wird.

Neue Targeting-Optionen in der Planung

Interessant ist, dass andere Wettbewerber wie Snapchat oder Twitter bei sich von einem Dateneinbruch berichten, der niedriger ausfiel als erwartet. Es scheint also, als wären Apple User misstrauischer Facebook gegenüber und würden dementsprechend häufig das Tracking in der App ausschalten. Mit den Schlagzeilen, die Facebook in letzter Zeit gemacht hat, würde dies kaum verwundern. Doch Advertiser müssen sich Gedanken machen, wie sie weiterhin ihre Zielgruppe erreichen. Facebook arbeitet weiterhin an Alternativen und stellte neben den genannten Optimierungsmöglichkeiten bereits sogenannte automatische Targeting-Ausweitungen vor. Mudd schließt seinen Blogpost zudem mit der Ankündigung weiterer Features. Man wolle transparent teilen, woran derzeit gearbeitet wird:

Over the coming months, we’ll continue to introduce new tools to further help with delivery effectiveness and measurement. As we learn and adapt right alongside you, we’re committed to sharing what we are building in real time.

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