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Social Media Marketing
Facebook Advertising: Mehr Kontrolle über das Anzeigenumfeld

Facebook Advertising: Mehr Kontrolle über das Anzeigenumfeld

Niklas Lewanczik | 16.06.17

Facebook liefert Advertisern künftig mehr Kontrolle darüber, in welchem Umfeld ihre Ads auftauchen. Unter anderem können Publisher dann einfacher geblockt werden.

Facebook bringt Advertisern mehr Kontrollmöglichkeiten für das Audience Network, Instant Articles und In-Stream Ads. Das Targeting von Personen auch außerhalb des Newsfeeds der Plattform mache diese Kontrollmöglichkeiten nötig, heißt es, und so wird etwa das Blockierverfahren optimiert.

Facebook bietet mehr Kontrolle und möchte Transparenz schon vor der Kampagne bieten

Ein Blogpost auf dem Facebook Business Blog erläutert die Neuerungen, die Facebook für die Kontrollverschärfung für die genannten Bereiche vorsieht. Dabei ist ein Rollout dieser Änderungen für die nächsten Monate geplant.

Werbetreibende auf Facebook können ihre Ads in den Instant Articles, In-Stream Ads oder das Audience Network in Artikeln und Videos an den Mann bringen. Und das auch außerhalb von Facebook, etwa in der App oder auf der Website eines Publishers. Doch manches Mal finden Advertiser ihre Anzeige in einem Umfeld, dass sie selbst für nicht angemessen halten, weil es etwa unseriös ist. Dabei sollen bei Facebook laut eigener Aussage

Marken entscheiden können, neben welcher Art von Content ihre Werbeanzeigen erscheinen sollen.

Bislang mussten die Advertiser eher mühsam selbst Sorge dafür tragen, wenn an bestimmten Stellen Ads nicht ausgespielt werden sollten. Ihnen war die Möglichkeit gegeben, „die Auslieferung ihrer Werbeanzeigen in sensiblen Kategorien wie Dating oder Glücksspiel aus[zu]schließen“ oder selbst erstellte Blockierlisten zu Publishern oder Apps hochzuladen. Letzteres musste jedoch für jede Kampagen neu eingerichtet werden.

Nun geht das Unternehmen mit drei Optimierungen einen Schritt weiter:

  • Transparenz vor der Kampagne
  • Blockieren auf Konto-Ebene
  • Auswahlmöglichkeiten für Video-Platzierungen im Audience Network

Was die Punkte konkret aussagen

Unter dem ersten Aspekt verbirgt sich eine Neuerung, die Werbetreibende gern sehen werden. Erstmals soll es ihnen möglich sein, mögliche Platzierungen ihrer Ads auf einer Liste einzusehen, bevor diese im Audience Network live gehen. Derzeit wird diese Form der Vorüberprüfung getestet.

Das Blockieren auf der Konto-Ebene bietet ebenfalls eine vereinfachte Möglichkeit, Ads in bestimmten Umfeldern auszuschließen. Nun können Blockierlisten erstellt und schon im eigenen Konto angelegt werden, sodass diese Listen auf alle Kampagnen und damit tausende Werbeanzeigen angewandt werden können. Das Erstellen der konsistenten Listen wird somit seiner lästigen Wiederholung beraubt. Ab nächsten Monat soll die Neuerung im Audience Network und Instant Articles verfügbar sein, im Verlauf des Jahres dann auch bei In-Stream Ads.

Letztlich möchte Facebook auch die Auswahlmöglichkeiten für Video-Platzierungen im Audience Network optimieren. So soll es Advertisern möglich sein, „die Platzierungstypen genauer anzugeben (z. B. In-Stream, nativ oder Interstitial), in denen sie ihre Video-Kampagnen ausliefern möchten.“

Unklar ist noch, was geschieht, wenn eine Ad dennoch dort auftaucht, wo sie nicht sollte oder umgekehrt. Michel Protti, Director of Product Marketing bei Facebook, gab AdWeek gegenüber an, dass er nicht wisse, was in solch einem Fall geschehe. Dieses Detail müsse noch geklärt werden. Andererseits gab er an, eine starke Limitierung von Seiten eines Advertisers in Bezug auf die Orte, wo Ads auftauchen sollen, könnte die Kampagnenkosten beeinflussen.

Zusätzlich proklamierte er:

We want to make sure advertisers feel comfortable and have the right degree of transparency and control as to where their ads are running.

Advertiser können sich also bei Facebook auf mehr Kontrollmöglichkeiten freuen. Wie viel Transparenz sie letztlich wirklich liefern, bleibt abzuwarten. Dennoch sind die Optimierungen im Zuge von Fake News und Werbeboykotten (wie in diesem Jahr bei YouTube) ein guter Zug, um das Vertrauen der Werbetreibenden zu stärken.

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