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Social Media Marketing
Abo-Modell Twitter Blue: Exklusive Bezahl-Features für den Kurznachrichtendienst

Abo-Modell Twitter Blue: Exklusive Bezahl-Features für den Kurznachrichtendienst

Niklas Lewanczik | 17.05.21

Twitter arbeitet an einem Abo-Modell, das Usern ganz neue Funktionen wie Undo Tweets bietet. Twitter Blue soll rund drei US-Dollar im Monat kosten – doch es könnte auch verschiedene Preismodelle geben.

Bei Twitter könnten die User bald über diverse neue Optionen verfügen. Allerdings würden diese nicht für alle Nutzer:innen zur Verfügung gestellt, sondern im Rahmen eines Abonnement-Service angeboten, an dem die Plattform derzeit allem Anschein nach arbeitet. Twitter Blue, so soll der Service heißen, wurde von Reverse-Engineering-Expertin Jane Manchun Wong entdeckt und soll für 2,99 US-Dollar im Monat verfügbar gemacht werden. Dafür erhalten die zahlenden User besondere Features. Möglicherweise ist Twitter Blue aber nur ein erstes von diversen Bezahlmodellen, die je nach Preis unterschiedlich viele hilfreiche neue Funktionen anbieten.

Neue Funktionen für ein paar US-Dollar im Monat: Tweets Collections und Undo Tweets darunter?

Bereits im vergangenen Jahr teilte Twitter einen Fragebogen mit Usern, um herauszufinden, wofür diese zu zahlen bereit wären. Social-Media-Experte Matt Navarra veröffentlichte seinerzeit einen Screenshot davon:

Basierend auf dem Feedback hat das Unternehmen seither an der Erstellung von Abo-Modellen gearbeitet, wie Andrew Hutchinson bei Social Media Today berichtet. Ein weit fortgeschrittener Test zeigt das Modell Twitter Blue. Jane Manchun Wong hat via Twitter Informationen zu dem Service geteilt, der für Twitter User womöglich bald zur Verfügung steht. Demnach kostet der Zugang 2,99 US-Dollar pro Monat und ist monatlich kündbar. Für diesen Preis erhalten die User exklusive Features, die die „Twitter-Erfahrung auf das nächste Level“ heben sollen. Zu diesen Features gehört zum einen die Funktion Bookmark Collections.

Dank dieser können User ihre favorisierten Tweets speichern und in eigenen Collections organisieren, um sie später leichter zu finden und zu verwenden. Zum anderen soll das Feature Undo Tweets zu Twitter Blue gehören. Die Funktion, um kürzlich abgeschickte Tweets zurückzurufen, kommt näher an einen Edit Button heran als alle bisherigen Features und wird seit einiger Zeit getestet. Nun wird deutlich, dass sie wohl nur für zahlende Twitter-Nutzer:innen verfügbar sein wird.

Noch mehr Funktionen und Abstufungen des Bezahl-Service geplant

Da es vonseiten Twitters noch keine offiziellen Angaben zum neuen Subscription-Modell gibt, ist auch noch nicht völlig klar, welche Funktionen bei Twitter Blue letztlich angeboten werden. Die Entdeckungen von Jane Manchun Wong deuten in der Regel jedoch sehr genau auf künftige Entwicklungen hin. Es ist jedoch davon auszugehen, dass neben den zwei genannten Funktionen noch weitere angeboten werden, um den Preis von rund drei US-Dollar monatlich zu rechtfertigen.

Wong deutet bei Twitter aber auch an, dass es verschiedene Bezahlmodelle von Twitter geben könnte. So würde Twitter Blue nur eine Option mit einem bestimmten Preis darstellen, während vergleichbare Angebote je nach Zugriff auf exklusive Funktionen im Preis variieren könnten.

Daher ist es vorstellbar, dass Twitter neben dem Modell Blue auch Modelle wie Green oder Red anbieten könnte. Welche Features den zahlenden Usern dann zur Verfügung stünden, ist unterdessen noch nicht vorherzusehen. Allerdings gibt der Fragebogen aus dem vergangenen Jahr ein wenig Aufschluss darüber, welche Optionen im Raum stehen.

Wer würde für Twitter bezahlen?

Bei all den Hinweisen zu Twitters Bezahlmodell(en) stellt sich die große Frage: Wer würde überhaupt für zusätzliche Features bezahlen? Kann die Undo-Funktion allein User überzeugen? Oder würden diese einfach weiterhin auf fehlerhafte Tweets zurückblicken oder diese gegebenenfalls einfach löschen – wie bisher? Womöglich wird Twitter hier erstmal einen Test mit einem Modell starten, das nicht zu viel Geld kostet.

Daher wäre das Twitter Blue-Modell für 2,99 US-Dollar im Monat ein guter Ausgangspunkt. Für Business User wären diese Kosten immerhin keine große Hürde. Insbesondere dann, wenn diese im Gegenzug Funktionen erhalten, die ihnen im Twitterverse Vorteile verschaffen und/oder einfach die Arbeit für die Social Media Manager erleichtern könnten. Bei nunmehr 199 Millionen mDAU (monetizable Daily Active Users) würde es für Twitter sogar bei einem sehr geringen Prozentsatz, der einem Abo-Modell zustimmt, zu hohen Mehreinnahmen kommen können.

Noch gibt es keine offizielle Mitteilung des Unternehmens zum Modell. Twitter hatte zuletzt die Monetarisierung auf und mit der Plattform allerdings stärker gepusht. Dazu gehört die Einführung von Super Followern und den Tip Jars. So wäre das Angebot von Abo-Modellen für die User, die diverse bisher getestete Features beinhalten, nur eine logische Folge, um auch die eigenen Umsätze weiter anzukurbeln.

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