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SEO - Suchmaschinenoptimierung
Perspectives, About this author und Co. – 5 neue Google Features, um Infos in der Suche zu verifizieren

Perspectives, About this author und Co. – 5 neue Google Features, um Infos in der Suche zu verifizieren

Niklas Lewanczik | 29.03.23

Dank der neuen Google Features können Suchende mehr Vertrauen zu Seiten, Autor:innen und Content-Bereichen aufbauen. About this author und andere Features liefern immer mehr Kontext in den SERPs.

Anlässlich des anstehenden International Fact Checking Days am 2. April hat Google eine Reihe von Features optimiert und neu gelauncht, um Usern in der Suche mehr Sicherheit und Vertrauen zu vermitteln. Die fünf neuen Wege, mit denen Suchende Informationen in der Google-Suche verifizieren und besser einschätzen können, sollen den Nutzer:innen ein Gefühl der Verlässlichkeit vermitteln.

Everyone should be empowered with the tools they need to find information they can trust. That’s why we build features to help you evaluate the information you come across online while expanding the range of helpful information you can find,

erklären Itamar Snir, Product Manager für Google News, und Nidhi Hebbar, Product Manager bei Google, auf dem Blog The Keyword. Sie stellen die neuen Lösungen vor, von About this result bis zur Warnung von Informationslücken.

1. About this result ist weltweit verfügbar

Die Funktion About this result ist ein der wichtigsten Faktenchecksäulen bei Google. Sie wurde schon 2021 eingeführt und erst vergangenes Jahr auch auf Deutsch verfügbar gemacht. Jetzt ist das Feature weltweit ausgerollt worden, sodass es in allen Sprachen Ergebnisse und Kontexte liefert, in denen die Suche auch verfügbar ist. Wer auf die drei Punkte neben einem Suchergebnis klickt oder tippt, kann diverse Informationen zum Quellenkontext einsehen, etwa ob die Verbindung zur Quellseite sicher ist, um wen es sich bei dem Publisher handelt etc.

Googles About this result, © Google
Googles About this result, © Google

2. Das neue Perspectives Feature: Mehr Einordnungen zu Top Stories

Schon im Sommer 2022 experimentierte Google mit dem Perspectives Feature, jetzt wird es ausgerollt. Dabei handelt es sich um ein Karussell mit News Snippets verschiedener Publisher-Quellen, Journalist:innen und Expert:innen und anderer Stimmen, die sich zu einem Thema äußern. Dieses Karussell erscheint direkt unter aktuellen Top Stories in den SERPs. Mithilfe von Perspectives sollen Suchende schon auf den ersten Blick auf verschiedene Einschätzungen und Perspektiven zu relevanten Themen zugreifen können, die zugleich als verlässliche Quellen eingeschätzt werden.

Wie bei den meisten neuen Features, wird Perspectives zunächst für englischsprachige Inhalte und vorerst nur in den USA eingeführt. Das Karussell wird aber schon auf Mobile und Desktop zur Verfügung stehen.

So sieht ein Perspectives-Karussell in der Google-Suche aus, © Google
So sieht ein Perspectives-Karussell in der Google-Suche aus, © Google

3. About this author erweitert About this result

Während Google mehr Quellen und Perspektiven in den Fokus stellt, sollen die User auch mehr über einzelne Autor:innen von News, Kommentaren etc. erfahren können. Daher wird das Feature About this author eingeführt, als Ergänzung zu About this result. Über das Dreipunktemenü neben einem Suchergebnis, das klar Autor:innen zugewiesen werden kann, finden die Suchenden Informationen zum Hintergrund derselben. Dabei werden Erfahrungen und weitere Texte vorgestellt. Die Funktion wird weltweit für englischsprachige Suchergebnisse ausgerollt. In den USA wird die Funktion zudem bei den Perspectives-Karussells integriert.

4. About this page: Informationen zu Quellseiten ganz oben in den Suchergebnissen

Die Funktion About this page bietet Google seit längerem an. Damit können User mehr Informationen über Quellseiten erhalten und zum Beispiel erfahren, wie sich ein Unternehmen selbst beschreibt oder wie eine Organisation von Wikipedia oder anderen Drittseiten eingeordnet wird. Um Nutzer:innen in der Suche aber noch schneller und einfacher Zugriff auf derlei Informationen zu verschaffen, gibt es inzwischen ein Update für das Feature. Wer die URL einer Organisation oder etwa einer Nachrichtenseite bei Google eingibt, erhält schon ganz oben in den Suchergebnissen die verschiedenen Einschätzungen der Quellseite und von Drittseiten. So müssen die User nicht mehr den Weg über das Dreipunktemenü gehen, um mehr über die Seite mit den zur Suchanfrage passenden Informationen zu erfahren.

Ergebnisse aus Googles About this page-Bereich, ganz oben in den SERPs, © Google
Ergebnisse aus Googles About this page-Bereich, ganz oben in den SERPs, © Google

Die Funktion ist weltweit verfügbar, allerdings bisher nur auf Englisch.

5. Auch Informationslücken werden thematisiert

Google zeigt eine Art Warnung an, wenn eine sehr spezifische Suchanfrage nur wenige Ergebnisse liefert – und wenn die Suchmaschine die bereitgestellten Informationen nicht allesamt als besonders vertrauenswürdig einstuft. Schon seit 2021 warnt Google vor unzuverlässigen Ergebnissen – etwa auch, wenn sich die News-Lage sehr rasch ändern kann. Die Warnungen für die sogenannten Quality Information Gaps werden in den kommenden Monaten auch auf Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Japanisch zur Verfügung gestellt. Dabei betont das Unternehmen, dass auch bei Vorhandensein einer solchen Warnung einzelne Ergebnisse relevante und verlässliche Informationen bieten können; nur ist das Set der Suchergebnisse dann vergleichsweise wenig verlässlich, zumindest aus Googles Sicht.

Auch unabhängig von diesen neuen Funktionen möchte die Alphabet-Tochter die Informationskompetenz nachhaltig fördern. Zu diesem Zweck kooperiert das Unternehmen zum Beispiel mit der Public Library Association, um etwa 1.000 Bibliothekar:innen im Rahmen des Super Searchers Programs neue Skills für digitale Informationskompetenz zu verschaffen. Auch eine Kooperation mit MediaWise am gemeinnützigen Poynter Institute for Media Studies besteht. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit fördert Google ein Teen Fact Checking Network, ein Freiwilligenprogramm, das sich aus Mittel- und Oberschüler:innen zusammensetzt, die virale Fehlinformationen entlarven und Tipps zur Medienkompetenz austauschen. Dieses Programm soll jetzt auch in Deutschland und Brasilien umgesetzt werden. Dort werden Jugendliche mit lokalen Nachrichtenorganisationen zusammenarbeiten, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Medienkompetenz zu schärfen.

Schließlich geben Itamar Snir und Nidhi Hebbar noch bekannt, dass Google und YouTube 13,2 Millionen US-Dollar für einen neuen Global Fact Check Fund des International Fact Checking Network bereitgestellt haben. Dieser neue Fund wird in den kommenden Tagen eröffnet und soll 130 Facktencheckorganisation aus 65 Ländern unterstützen, die in 80 Sprachen operieren.


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© Solen Feyissa - Unsplash, via Canva, Google-Startseite auf Smartphone, blauer Haken daneben, dunkler Hintergrund
© Solen Feyissa – Unsplash, via Canva

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