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SEO - Suchmaschinenoptimierung
Gibt es bald keine Seite 1 mehr bei Google?

Gibt es bald keine Seite 1 mehr bei Google?

Niklas Lewanczik | 03.05.22

Google testet Continuous Scrolling für den Desktop, bei dem User am vermeintlichen Seitenende auf „Mehr ansehen“ klicken können – ähnlich wie im Mobile-Bereich.

Bei der Frage, ob es im Kontext von Continuous Scrolling eine erste Seite gibt oder nicht, scheiden sich die Geister. Denn die Positionen der Top-Suchergebnisse bleiben für Suchende gleich. Allerdings könnten diese eher zu den Ergebnissen gelangen, die ohne das Continuous Scrolling auf der klassischen und viel gefürchteten zweiten Seite der SERPs zu finden wären. Im Herbst 2021 hat Google für den Mobile-Bereich das kontinuierliche Scrolling eingeführt, um Suchenden schneller noch mehr Informationen bieten zu können – während es Seitenbetreiber:innen Hoffnung auf mehr Aufmerksamkeit macht.

Continuous Scrolling wird in ganz ähnlicher Form nun auch für die Desktop-Suche bei Google getestet. Dabei ist aber zu bedenken, dass sich dieser Ansatz vom Infinite Scrolling unterscheidet.

Bringt Google das kontinuierliche Scrolling schon bald für den Desktop?

Vielleicht möchte Google Webmastern mit dem Continuous Scrolling die Angst vor der zweiten Seite nehmen. Auf diese klicken bekanntlich wenige Suchende. 2020 gab Sistrix-Chef Johannes Beus in einer Analyse zudem an, dass die CTR auf der zweiten Seite im Test meist deutlich unter einem Prozent lag.

Mit der Einführung von Continuous Scrolling für Mobile ermöglichte Google Usern, automatisch neue Resultate der SERPs zu erhalten, sobald sie auf ihrem Smartphone ans untere Ende einer Suchergebnisseite gelangen. Google lädt dabei bis zu vier Seiten ohne aktives Zutun der User. Erst danach müssen diese mit dem Klick auf „Mehr ansehen“ neue „Seiten“ laden. So unterscheidet sich das Continuous Scrolling vom Infinite Scrolling. Denn bei letzterem, das etwa bei Twitter genutzt wird, werden stetig alle weiteren Ergebnisse in einem Feed oder auf Suchergebnisseiten automatisch geladen.

Die Möglichkeit zum kontinuierlichen Scrolling ist für User bisher nur im Mobilbereich vorhanden. Bei der Desktop-Suche werden weiterhin die mit Zahlen versehenen SERPs angezeigt. Ein Klick auf Seite zwei wäre dann aktiv von den Suchenden umzusetzen. Doch für den Bereich gibt es nun einen Test mit Continuous Scrolling. Das erklärt SEO-Experte Brodie Clark via Twitter.

Zwar ist dies nicht der erste Test mit einer solchen Scrolling-Option. Doch dieses Mal ähnelt die Funktion aufgrund der „Mehr ansehen“-Integration am vermeintlichen Seitenende dem schon ausgerollten Mobile Feature. Das könnte darauf hindeuten, dass Google diese Scrolling-Variante für den Desktop bald umfassender testet und womöglich ausrollt.

Änderungen, die Continuos Scrolling mit sich bringt

Im Mobile-Bereich hat sich mit dem Start dieser Funktion für das Reporting in der Search Console hinsichtlich der Positionierung nichts geändert. Das dürfte bei einem etwaigen Roll-out auch für den Desktop der Fall sein. Die Positionen in den SERPs werden weiterhin so wahrgenommen wie sie abgebildet wären, wenn die Seiten nicht automatisch laden würden. Daher bliebe die wenig populäre Seite zwei in den Suchergebnissen auf dem Desktop implizit weiter vorhanden. Es könnte aber sein, dass Suchende dank Continuous Scrolling öfter zu den dort gerankten Ergebnissen vorstoßen.

Ob das die Sichtbarkeit und die CTR für mehr Suchergebnisse langfristig fördert, wird Google mit dem Test ermitteln wollen. Hinsichtlich des Traffics und der CTR ist allerdings auch unabhängig vom Seitenlayout und Scrolling-Verfahren problematisch, dass bei Google viele Suchanfragen mit No Click bedient werden. Darauf zahlen auch neue Elemente wie die Technologie Multitask Unified Model (MUM), Things to know oder Buying Guides ein. Allerdings hatte Google vergangenes Jahr auf Analysen reagiert, nach denen die Suchmaschine knapp zwei Drittel der Suchanfragen mit No Click bedient. Das Suchmaschinenunternehmen relativierte die Erkenntnis. Als No Click gelten immerhin auch Suchanfragen, die wegen Fehlschreibung nachjustiert werden. Auch direkte Interaktionen wie Anrufe bei Unternehmen oder der Wechsel in eine App aus der Google-Suche heraus tragen zu dieser Statistik bei.

Nichtsdestotrotz bleibt No Click ein Problem, auf das sich Seitenbetreiber:innen ebenso einstellen müssen wie auf ein möglichst relevantes Ranking. Hierfür jedoch könnten sich die Vorzeichen mit dem Continuous Scrolling zumindest ein klein wenig ändern.

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