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Zwillinge sind 40 Mal wahrscheinlicher als ein Banner-Klick

Automatik oder selber schalten? Egal wie man seine Werbemittel aussteuert, wichtig ist, wie Ads und Content beim User “ankommen”.

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Zwillinge sind 40 Mal wahrscheinlicher
als ein Banner-Klick
(Foto: Raphael Reischuk / pixelio)

Sämtliche neuen Technolgien von RTB bis Content Distribution verpuffen, wenn sie nicht als relevant eingestuft werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist hoch: Solve Media hat eine unterhaltsame Übersicht erstellt, die aus Marketing-Sicht aber nachdenklich macht. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass es rund 40 Mal wahrscheinlicher ist, Zwillinge zu bekommen als auf einen Banner zu klicken? Oder dass es 475 Mal wahrscheinlicher ist, einen Flugzeugabsturz zu überleben als auf eine Displayanzeige zu klicken?

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Wer angesichts dieser harten Fakten überlegt, sämtliche Display-Aktivitäten aufzugeben, sollte natürlich nicht vergessen: Um den Klick allein geht es schon lange nicht mehr. In der Customer Journey spielen die Impressions eine mindestens genauso wichtige Rolle. Und da das Auge häufig mit kauft, sollte sowohl in die Aussteuerung als auch in die Konzeption der Werbemittel investiert werden. Das gilt für alle Kanäle.

Native und Automated Advertising sind ein starkes Team

“The stage is set for native and automated advertising to perform in perfect harmony”, resümiert Jay Stevens von Rubicon Project in seiner Kolumne „Native And Automated Advertising: Complementary or Competing?”. Für ihn steht fest, dass der Mix aus hochwertigen Inhalten und Automatisierung ein starkes Team bildet. Während Technologien zur automatischen Aussteuerung von Werbemitteln die Arbeit von Werbungtreibenden sowie Sales- und Ad Solutions Teams spürbar entlasten, liefert das Native Advertising, allen voran das Content-Marketing, den nötigen kreativen Input. Jay Stevens sieht hierbei keine Entweder-Oder Situation, sondern Synergien, die genutzt werden sollten: „Native and automated advertising are not an either/or for publishers, as they have been painted in certain quarters, but rather complement each other perfectly.”

Den Publishern kommt zu Gute, dass ihnen zumindest das Native Advertising nicht fremd ist. Vielmehr haben Advertorials, Promoted Stories und diverse andere Werbeformate eine längere Tradition. Genauso wenig mangelt es an Content. Vielmehr ist es so, dass die meisten Unternehmen auf ihren Inhalten sitzen, aber wenig damit anzufangen wissen. „Die meisten Unternehmen haben keine für spezifische Kanäle und Zielgruppen optimierte Inhalte – sie haben aber sehr wohl vielfältige Inhalte in verschiedenen Medienformaten“, sagt beispielsweise Heiko Beier von der moresophy GmbH im Gespräch mit dem PR-Blogger. In der Praxis hört er häufiger, dass Unternehmen sagen: „Wir haben viel Content, aber keinen passenden“.

Automated Advertisting: Was nicht passt, wird passend gemacht

Nach dem Motto „was nicht passt, wird passend gemacht“ sehen Software-Anbieter den idealen Anknüpfungspunkt, um sowohl Publishern als auch Advertisern mithilfe von Tools zur Marketing Automation zu helfen, aus ihrem Pool an Content „relevante Themen herauszufischen, Content-Teaser zu gestalten und diese für spezifische Zielgruppen systematisch zu publizieren“.

Egal wie man seine Werbemittel und Inhalte aussteuert: Wichtig ist, dass die Zielgruppen sich auch für die Ads interessieren. „We talk about ‘serving’ ads, and in a very real sense I feel they should “serve” the customer. They should add value to what they are thinking, doing, and looking for. And that means engineering a lot more intelligence and speed into the process”, sagt Ari Jacoby, der in seinem Beitrag “Is Your So-Called ‘Native’ Advertising Really Native?” klare Worte findet: ‘Native’ Ads That don’t add value to anyone are worse than dumb banners”.

Ob die Wahrscheinlichkeiten für Bannerklicks in der Realität so gering sind, wie uns Solve Media weismachen möchte, sei dahingestellt. Fest steht, dass Klicks alleine die Marketer heutzutage nicht mehr weiterbringen. Die Aufgabe der Marketer ist es, qualitativ hochwertigen Content zu liefern und auch auf die Form ihrer Anzeigen zu achten, da die Ad Impressions an sich schon wertvoll sein können.

2 Gedanken zu „Zwillinge sind 40 Mal wahrscheinlicher als ein Banner-Klick

  1. Martin

    Bannerwerbung wurde ja schon mehrmals totgesagt. Trotzdem ist sie in manchen Bereichen erfolgreich, obwohl sich vieles gewandelt hat.

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  2. Utku

    Inteessanter Artikel. Werbung sollte nie aufdringlich sein, mir ist auch kein Fall bekannt, wo irgend Jemand geschildert hat, er/sie habe über einen Banner ein Superkauf getätigt. Die meisten Verkäufe laufen über Vertrauen und Problemlösung in Artikeln und über Empfehlungen. Machen Sie viel Content, lösen Sie Probleme am besten mit Bildern, Videos und Dokumenten-Listen. Dann kommen die Kunden von alleine oder Ihre Artikel werden geshared.
    VG
    Utku

    Antworten

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